Termine vereinbaren Sie telefonisch über unser Sekretariat oder online über das Patientenportal.
Sekretariat: 0385 520-2550
24/7 Hotline Herzinsuffizienz: 0385 520-7550
Für unsere Arbeit haben wir sechs Zertifizierungen und Anerkennungen erhalten, unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) als TAVI- und Mitralklappen-Zentrum. Untersuchung und Behandlung planen wir für jeden Menschen einzeln. Für die Nachsorge arbeiten wir eng mit den niedergelassenen Kardiologinnen und Kardiologen zusammen.
Bei einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) pumpt das Herz nicht mehr genug Blut durch den Körper.
Unsere Heart Failure Unit (HFU)
In den Zimmern 1 bis 7 der Station E1 betreuen wir Patientinnen und Patienten mit akuter, chronischer und fortgeschrittener Herzschwäche. Nach der Aufnahme stellen wir Sie umgehend einer Spezialistin oder einem Spezialisten für Herzschwäche vor. Zum festen Team gehören Fachleute aus Kardiologie und Herzchirurgie, eine spezialisierte Herzinsuffizienz-Assistenz und Physiotherapeut:innen. Dasselbe Team übernimmt auch die Nachsorge. Die Station ist technisch für eine intensivmedizinische Betreuung ausgestattet.
Untersuchung bei Herzschwäche
Neben EKG, Herzultraschall, Spiroergometrie, CT, MRT und nuklearmedizinischen Untersuchungen nutzen wir den Links- und Rechtsherzkatheter, spezielle Laboruntersuchungen und bei Bedarf eine Gewebeprobe aus dem Herzmuskel (Biopsie).
Behandlung bei Herzschwäche
Je nach Stadium behandeln wir mit Medikamenten, mit einem Schrittmacher oder mit Eingriffen an den Herzklappen. Operationen wie Bypass, Rekonstruktion oder Ersatz einer Herzklappe übernimmt die Herzchirurgie unseres Hauses.
Bei schwerster Herzschwäche können wir den Kreislauf vorübergehend mit Unterstützungssystemen wie Impella oder ECMO entlasten. Ist ein dauerhaftes Herzunterstützungssystem (VAD) oder eine Herztransplantation nötig, arbeiten wir mit der Herzchirurgie der Universität Rostock (VAD) und dem Herzzentrum Leipzig (Transplantation) zusammen.
Bei der hypertrophen obstruktiven Kardiomyopathie (HOCM) ist die Trennwand zwischen den Herzkammern verdickt. Sie behindert den Blutfluss aus dem Herzen. Für die Diagnose nutzen wir neben EKG und Herzultraschall die Kardio-MRT und den Herzkatheter, bei Bedarf auch eine Gewebeprobe aus dem Herzmuskel oder eine genetische Untersuchung.
Zuerst behandeln wir meist mit Medikamenten. Reicht das nicht, ist ein Eingriff per Katheter möglich, die Alkoholverödung (transkoronare Ablation der Septumhypertrophie, TASH). Dabei geben wir über den Herzkatheter gezielt Alkohol in kleine Gefäße der verdickten Herzwand. Das verdickte Gewebe bildet sich dadurch zurück, und das Blut kann wieder besser aus dem Herzen fließen.
Bei Vorhofflimmern bilden sich Blutgerinnsel meist im Vorhofohr, einer kleinen Ausbuchtung des linken Vorhofs. Blutverdünnende Medikamente senken das Risiko für einen Schlaganfall, können aber schwere Blutungen verursachen.
Für Menschen, die eine Blutverdünnung nicht vertragen, etwa nach einer schweren Blutung, verschließen wir das Vorhofohr seit 10 Jahren per Herzkatheter. Eine offene Operation ist nicht nötig. Dabei setzen wir ein beschichtetes Drahtgeflecht in das Vorhofohr ein. Nach einer Einheilzeit von wenigen Monaten können die meisten Patientinnen und Patienten auf die starke Blutverdünnung verzichten.
Bei einer schweren Lungenembolie verstopft ein Blutgerinnsel die Lungenarterien, und die rechte Herzhälfte droht zu versagen. Dann lösen wir das Gerinnsel meist mit Medikamenten über die Vene auf (Lysetherapie). Dabei steigt das Risiko für Blutungen.
Für Patientinnen und Patienten mit hohem Blutungsrisiko kommt deshalb eine Katheterbehandlung infrage: Über eine etwa drei Millimeter große Öffnung in der Leiste saugen wir das Gerinnsel direkt aus der Lungenarterie ab (kathetergesteuerte Thrombektomie). Ob das Verfahren für Sie geeignet ist, prüfen wir vorher sorgfältig.
Lässt sich ein hoher Blutdruck mit Medikamenten nicht ausreichend senken, bieten wir die renale Denervation an. Bei diesem kleinen Eingriff unter örtlicher Betäubung veröden wir per Katheter Nervenfasern an den Nieren, die den Blutdruck mitsteuern. Wir nutzen dafür Radiofrequenz-Energie.
Gemeinsam mit den anderen Kliniken unseres Gefäßzentrums untersuchen und behandeln wir Erkrankungen der Blutgefäße. Wir untersuchen unter anderem mit Gefäß-Ultraschall (Duplexsonographie) und mit einer Gefäßdarstellung mit Kontrastmittel (Angiographie). Verengte Gefäße weiten wir mit einem Ballonkatheter (PTA).
Erkrankungen der Hauptschlagader (Aorta), etwa eine Aussackung, behandeln wir zusammen mit der Radiologie und der Klinik für Gefäßchirurgie. Dabei setzen wir eine Gefäßprothese per Katheter ein: TEVAR im Brustbereich, EVAR im Bauchbereich. Ihr Ansprechpartner aus der Kardiologie ist Oberarzt Christian Jacob.
Sehen Sie sich auch unseren Hybrid-OP an, in dem wir unter anderem Herzklappen per Katheter einsetzen.
Wie sofortige Erste Hilfe, hochmoderne Medizin und gelebte Teamarbeit Leben retten können, zeigt eindrucksvoll der Fall eines 27-jährigen Patienten in den Helios Kliniken Schwerin. Nach einem akuten Herzstillstand konnte er nicht nur wiederbelebt, sondern auch innerhalb kurzer Zeit entlassen werden.
Die Helios Kliniken Schwerin stärken mit einem interdisziplinären Workshop ihre Expertise in eCPR und ECMO – für eine noch effektivere Versorgung bei Kreislaufstillstand.
Neue Methode bei resistenter Hypertonie erstmals in MV im Einsatz
Die Helios Kliniken Schwerin wurden als „Cardiac Arrest Center“ ausgezeichnet. Damit wird dem Krankenhaus hohe fachliche Kompetenz bei der Behandlung eines Herz-Kreislaufstillstands bestätigt.