Das Zentrum für Kopf-Hals-Tumoren des Onkologischen Zentrums an den Helios Kliniken Schwerin wird gemeinsam von der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde sowie der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie geleitet. Beide Fachabteilungen arbeiten eng zusammen, um Patientinnen und Patienten mit Tumorerkrankungen im Kopf- und Halsbereich bestmöglich zu betreuen.
Mo - Mi 09:00 bis 18:00
Do - Fr 09:00 bis 14:00
Sa 09:00 bis 12:00
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Im Zentrum stehen eine interdisziplinär ausgerichtete Diagnostik und Therapie, die individuell auf die jeweilige Erkrankung und den Patienten abgestimmt wird. Neben modernsten bildgebenden Verfahren und operativen Techniken kommen auch Strahlen-, Chemo- und Immuntherapien zum Einsatz, die in Zusammenarbeit mit der Klinik für Hämatologie/Onkologie und der Klinik für Strahlentherapie geplant und durchgeführt.
Ein Schwerpunkt liegt auf der funktionellen und ästhetischen Rehabilitation nach Tumoroperationen. Dafür stehen erfahrene Spezialistinnen und Spezialisten aus den Bereichen plastische Chirurgie, Logopädie, Zahnmedizin und Physiotherapie zur Verfügung. Ziel ist es, nicht nur die Erkrankung zu behandeln, sondern auch die Lebensqualität langfristig zu erhalten oder wiederherzustellen.
Darüber hinaus werden alle Fälle regelmäßig in einer interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen, um gemeinsam die bestmögliche Behandlungsstrategie festzulegen. Patientinnen und Patienten werden während des gesamten Therapieverlaufs von einem festen Team an Ansprechpartnern begleitet, die eng mit den Haus- und Fachärzten sowie den Nachsorgeeinrichtungen zusammenarbeiten.
Termin und Kontakt
Wenn bei Ihnen der Verdacht besteht, an Krebs erkrankt zu sein, sind wir für Sie da. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Zur Vorstellung benötigen wir lediglich eine Einweisung, die von Ihrem Hausarzt, Ihrem jeweiligen Facharzt oder Ihrem Zahnarzt ausgestellt werden kann. Bitte bringen Sie alle Vorbefunde und Arztbriefe mit, die Ihnen vorliegen.
Bitte vereinbaren Sie einen Termin:
HNO-Ambulanz | MKG-Ambulanz |
T: (0385) 520 3037 | T: (0385) 520 3035 |
Unsere Leistungen
Diagnostik bei Verdacht auf einen Kopf‑, Hals‑ oder Gesichtstumor
Tumorerkrankungen im Kopf‑ und Hals‑ oder im Mund‑, Kiefer‑ und Gesichtsbereich erfordern eine besonders präzise Diagnostik. Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten mit modernsten Untersuchungsverfahren und in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit die bestmögliche Grundlage für eine individuelle Behandlung zu bieten. Dabei legen wir großen Wert auf eine verständliche Aufklärung und eine einfühlsame Begleitung durch alle diagnostischen Schritte.
Mögliche Erkrankungsbereiche und Symptome
Tumorerkrankungen im Kopf‑ und Hals‑ sowie im Mund‑, Kiefer‑ und Gesichtsbereich können viele Strukturen betreffen – darunter Kehlkopf, Rachen, Mundhöhle, Zunge, Lippen, Kieferknochen, Nasennebenhöhlen, Speicheldrüsen, Gesichtshaut sowie die Lymphknoten des Halses. Häufige Anzeichen sind anhaltende Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Schwellungen oder Knotenbildungen im Mund, am Hals, Schmerzen, Veränderungen der Schleimhaut oder Wunden in der Mundhöhle, die nicht abheilen.
Erste Untersuchung in der Ambulanz
Zu Beginn erfolgt eine gründliche Untersuchung von Ohr, Nase, Mund, Rachen und Kehlkopf. Mithilfe spezieller Instrumente – wie Endoskope, Spiegel und dem Mikroskop – lassen sich die Schleimhäute und angrenzende Strukturen genau beurteilen. Zusätzlich werden die Halsweichteile abgetastet, häufig ergänzt durch eine Ultraschalluntersuchung und/oder Röntgenaufnahmen.
Erweiterte Diagnostik und Panendoskopie
Sollte sich der Verdacht weiter erhärten, erfolgt im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts eine Untersuchung in Vollnarkose, die sogenannte Panendoskopie. Dabei werden Mund, Rachen, Kehlkopf sowie Luft- und Speiseröhre, gegebenenfalls auch angrenzende Bereiche des Kiefers und Gesichts, mit Endoskopen und Mikroskopen sorgfältig begutachtet.
Aus verdächtigen Veränderungen werden Gewebeproben (Biopsien) entnommen, die unser Pathologenteam mikroskopisch untersucht. Das Ergebnis liegt in der Regel innerhalb weniger Tage vor und bildet die Grundlage für die weitere Therapieplanung. Zur Beurteilung der genauen Tumorausdehnung werden ergänzende bildgebende Verfahren eingesetzt, wie Computertomographie (CT), Positronen-Emissions-Tomographie (PET‑CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT).
Die Entscheidung über die am besten geeignete Form der Behandlung – ob Operation, medikamentöse Therapie und/oder Bestrahlung – richtet sich nach der Art, Lage und Ausbreitung des Tumors sowie nach der allgemeinen gesundheitlichen Situation und der bisherigen Krankengeschichte des Patienten.
In die Therapieplanung fließen zudem persönliche Wünsche, Lebensumstände und mögliche Begleiterkrankungen ein. So kann die Behandlung individuell abgestimmt und ganzheitlich geplant werden.
Die endgültige Entscheidung über das therapeutische Vorgehen wird in einer interdisziplinären Tumorkonferenz getroffen. Daran beteiligen sich erfahrene Ärzte aus der Hals‑Nasen‑Ohren‑Heilkunde, der Mund‑, Kiefer‑ und Gesichtschirurgie, der Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie. Gemeinsam wird ein individuelles Therapiekonzept erarbeitet, das auf bestmögliche Heilungschancen und den Erhalt der Lebensqualität ausgerichtet ist.
Operationsverfahren bei Kopf-Hals-Tumoren
Die operative Behandlung ist ein zentraler Bestandteil der Therapie von Kopf-Hals-Tumoren. Ziel der Operation ist es, den Tumor vollständig zu entfernen und gleichzeitig wichtige Funktionen wie Atmung, Stimme, Sprechen und Schlucken bestmöglich zu erhalten.
Je nach Lage und Ausdehnung des Tumors stehen unterschiedliche chirurgische Verfahren zur Verfügung. Kleine und mittelgroße Tumoren können häufig minimal-invasiv entfernt werden, beispielsweise mithilfe der Laserchirurgie unter Verwendung eines Operationsmikroskops. Diese Kombination erlaubt eine besonders präzise und gewebeschonende Entfernung von Tumoren im Bereich des Kehlkopfs, Rachens oder der Mundhöhle.
Bei größeren oder komplexeren Tumoren erfolgt die Entfernung über ein offenes chirurgisches Vorgehen, um eine vollständige Tumorentfernung zu gewährleisten. Dabei arbeiten unsere Operateure mit höchster Präzision und unter Einsatz moderner intraoperativer Techniken, um gesunde Strukturen zu schützen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der rekonstruktiven Chirurgie. Wenn Gewebe im Kopf-Hals-Bereich entfernt werden muss, sorgen plastisch-rekonstruktive Verfahren – etwa Gewebetransplantationen oder Lappenplastiken – dafür, dass sowohl Ästhetik als auch Funktion wiederhergestellt werden können.
Nach der Operation erfolgt – falls erforderlich – eine adjuvante Therapie (z. B. Strahlen- oder Chemotherapie), um das Rückfallrisiko zu senken. Ergänzend unterstützen Logopäden, Ernährungsberater, onkologische Fachpflegekräfte sowie Physiotherapeuten die Patienten beim Wiedererlangen wichtiger Funktionen zur Verbesserung der Lebensqualität.
Medikamentöse Therapie bei Kopf-Hals-Tumoren
Neben Operationen und Bestrahlung spielt auch die medikamentöse Behandlung eine wichtige Rolle in der Therapie von Kopf-Hals-Tumoren. Sie kann das Tumorwachstum bremsen, das Immunsystem aktivieren oder gezielt bestimmte Veränderungen in den Tumorzellen blockieren. Welche Therapie im Einzelnen sinnvoll ist, hängt von der Art des Tumors und der individuellen Situation der Patientin oder des Patienten ab. Folgende medikamentöse Therapieoptionen bieten wir an unserem Onkologischen Zentrum an:
Chemotherapie
Die Chemotherapie ist eine klassische Säule der medikamentösen Behandlung von Tumoren. Sie kann das Wachstum bösartiger Zellen bremsen oder stoppen. Da auch gesunde Zellen in Mitleidenschaft gezogen werden, können Nebenwirkungen wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder Schmerzen auftreten. Diese lassen sich jedoch meist gut behandeln, sodass die Therapien häufig ambulant durchgeführt werden können.
Immuntherapie
Diese neuartige Therapie aktiviert das Immunsystem und befähigt die körpereigenen Abwehrzellen, Tumorzellen gezielt zu erkennen und zu zerstören. Zum Einsatz kommen sogenannte Checkpoint-Inhibitoren. Diese heben die „Schutzschilde“ der Krebszellen auf, die das körpereigene Immunsystem daran hindern, sie zu erkennen und anzugreifen. Die Immuntherapie wird zuweilen mit einer Chemotherapie kombiniert.
Zielgerichtete Therapie
Die zielgerichtete Therapie ist eine spezielle medikamentöse Behandlung, die in die Wachstumsmechanismen von Krebszellen eingreift. Damit die Therapie erfolgreich ist, müssen die Krebszellen bestimmte Merkmale aufweisen, die vorab durch eine molekularpathologische Untersuchung analysiert werden. Deshalb eignet sich diese Therapieform nicht für alle Patientinnen und Patienten. Zielgerichtete Therapien sind oft schonender als herkömmliche Chemotherapien, da sie vor allem die Krebszellen angreifen und gesunde Zellen weitestgehend verschonen. Dadurch können unerwünschte Nebenwirkungen reduziert und die Lebensqualität erhalten werden.
Bestrahlungsmöglichkeiten bei Kopf-Hals-Tumoren
Die Strahlentherapie (Radiotherapie) stellt einen festen Standard in der Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren dar. In Abhängigkeit von der Tumorart und dem Tumorstadium wird sie entweder allein oder in Kombination mit einer Chemotherapie (Radiochemotherapie) eingesetzt.
Durch innovative Verfahren wie die computergestützte Bestrahlungsplanung kann die Strahlendosis heute sehr präzise im Tumorgewebe platziert werden, sodass umliegende gesunde Strukturen bestmöglich geschont werden. Besonders bei Tumoren im Bereich von Rachen, Kehlkopf oder Mundhöhle verbessert dies den Erhalt wichtiger Funktionen.
Standardmäßig kommen hochmoderne Techniken wie die intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) oder bildgeführte Bestrahlung (IGRT) oder Brachytherapie mit einer lokalen Strahlengabe direkt in den Tumor zum Einsatz. Diese modernen Verfahren sind heute fester Bestandteil der Behandlung und tragen wesentlich dazu bei, Nebenwirkungen wie Schleimhautentzündungen oder Schluckbeschwerden zu verringern.
Die Bestrahlung erfolgt in der Regel ambulant bei uns im Haus in der Klinik für Strahlentherapie oder, wenn gewünscht, wohnortnah. Falls erforderlich, ist selbstverständlich auch eine stationäre Behandlung möglich.
Eine zusätzliche fachliche Einschätzung kann Ihnen wichtige Orientierung und Sicherheit vermitteln. Sie ermöglicht es Ihnen, Ihre Diagnose sowie den vorgeschlagenen Behandlungsplan von unabhängigen Fachärzten überprüfen zu lassen. Dadurch gewinnen Sie mehr Sicherheit bei wichtigen Therapieentscheidungen und können alle verfügbaren Optionen abwägen.
Unsere erfahrenen Experten des Kopf-Hals-Tumor-Zentrums stehen Ihnen jederzeit für eine umfassende, kompetente und einfühlsame Zweitmeinung zur Verfügung. Wir nehmen uns Zeit, Ihre individuelle Situation genau zu verstehen und gemeinsam mit Ihnen die bestmögliche Behandlungsstrategie zu entwickeln.
Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin vereinbaren möchten, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir sind für Sie da und begleiten Sie gerne bei Ihrer Therapieentscheidung.
HNO-Ambulanz | MKG-Ambulanz |
| T: (0385) – 520 3037 | T: (0385) 520 3035 |
Unsere Sekretariate | |
Frau Jeanette Wegner
Klinik für Hals,- Nasen- und Ohrenheilkunde Chefarztsekretariat T: (0385) 520 3040 F: (0385) 520 3038 | Frau Mandy Hagemann
Klinik für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie Chefarztsekretariat T: (0385) 520 3080 F: (0385) 520 3077 |