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Logo - DKG Zertifiziertes Darmkrebszentrum

Darmkrebszentrum

Wir begrüßen Sie herzlich in unserem Darmkrebszentrum der Helios Kliniken Schwerin. Das Darmkrebszentrum ist Teil des Onkologischen Zentrums in unserem Haus und stellt die sichere und erfolgreiche Behandlung von Darmkrebserkrankungen in den Vordergrund des Interesses.

Höchste Behandlungsqualität im DKG-zertifiziertes Darmkrebszentrum
Die Klinik für Gastroenterologie und Infektiologie sowie die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie bilden die beiden Hauptpartner. Gemeinsam mit vielen anderen Disziplinen und Einrichtungen, Kooperationspartnern, ärztlichen Kollegen, Pflegekräften, Psychoonkologen, Ernährungsmedizinern, Schmerztherapeuten, Selbsthilfegruppen etc. verfolgen wir dabei ein Ziel: Die bestmögliche Therapie und Fürsorge für Sie.

Kontakt und Sprechzeiten

So erreichen Sie uns

Wir helfen Ihnen bei Ihren Anliegen gerne persönlich weiter. Vereinbaren Sie hier einen Termin und erhalten Sie erste Informationen.

 

Telefonnummer: (0385) 520-2470

E-Mail: Therese.Rohde@helios-gesundheit.de

Mit jährlich über 70.000 Neuerkrankungen ist das Karzinom des Dickdarms und des Mastdarms die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Etwa 6 % der Bevölkerung werden im Laufe ihres Lebens von dieser Diagnose betroffen. Forschung und medizinische Erfahrung haben eine Fülle von Informationen über diese Erkrankung zusammentragen können und machen die Diagnostik und Therapie zu einer anspruchsvollen interdisziplinären Aufgabe.

Wir wollen uns dieser Herausforderung in unserem Darmkresbzentrum gerne stellen und bei der genauen Untersuchung und spezialisierten Behandlung die in Leitlinien formulierten Grundsätze anwenden, um Betroffenen qualifiziert und individuell zu helfen.

Hierzu wird jeder Fall einer Darmkrebserkrankung in der gemeinsamen Tumorkonferenz mit allen Spezialisten besprochen und die weitere Behandlung, unter Berücksichtigung der Wünsche des Erkrankten, geplant.

 

Die folgenden Informationen sollen Ihnen einen kurzen Überblick über das diagnostische und therapeutische Angebot in unserem Darmkrebszentrum bieten.

Wenn Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Mit allen guten Wünschen,

 

Prof. Dr. med. J.-P. Ritz  

Jörg-Peter Ritz
Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie und Ärztlicher Direktor Klinikum | Helios Kliniken Schwerin
Prof. Dr. med.
Telefon:
Sprechzeiten:

Mo - Mi 09:00 bis 18:00

Do - Fr 09:00 bis 14:00

Sa 09:00 bis 12:00

Unser diagnostisches und therapeutisches Angebot

Voraussetzung für eine optimale Therapie ist eine zuverlässige und an den zur Behandlung notwendigen Erfordernissen ausgerichtete Diagnostik. Dabei ist der Zeitpunkt der Diagnosestellung von entscheidender Bedeutung.

 

Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung. Bei ungefähr der Hälfte der Patienten ist eine Heilung leider nicht mehr möglich.

 

Etwa 90% der Darmkrebserkrankungen entstehen aus gutartigen Vorstufen, die als Polypen oder auch - nach dem mikroskopischen Gewebebild - als Adenome bezeichnet werden. Diese oder auch die bereits vorliegende Krebserkrankung sind im Darm als Schleimhautwucherung erkennbar.

 

Die zuverlässigste Methode, um Polypen festzustellen ist die Darmspiegelung (Koloskopie). Bei dieser können Polypen nicht nur frühzeitig entdeckt, sondern auch komplett entfernt werden, damit gar nicht erst eine Krebserkrankung entsteht. Diese sogenannte Polypektomie stellt eine effektive Krebsvorsorge dar.

 

Aus diesem Grund wird die sogenannte Vorsorgekoloskopie empfohlen und seit dem Jahre 2002 auch von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert. Diese sollte ab dem 55. Lebensjahr oder 10 Jahre vor dem Auftreten einer Darmkrebserkrankung bei einem Verwandten ersten Grades durchgeführt werden. Alternativ ist ab dem 50. Lebensjahr jährlich im Stuhl der Test auf nicht sichtbare Hinweise auf eine bereits vorliegende Schleimhautwucherung möglich, der bei positivem Nachweis dann aber mit einer Koloskopie überprüft werden sollte.

 

Die Koloskopie wird von den Ärzten unserer Abteilung mehr als 1000-mal im Jahr durchgeführt. Dabei werden vorrangig stationär im Krankenhaus behandelte Patienten untersucht. Aber es besteht auch die Möglichkeit ambulant in der Endoskopieabteilung eine Koloskopie durchführen zu lassen. Die Klinik für Gastroenterologie verfügt dazu über eine Endoskopietechnik, die dem modernsten Entwicklungsstand entspricht und die kontinuierlich weiterentwickelt wird.

 

Zur Polypenentfernung sind, je nach Erfordernis, verschiedene Techniken möglich. Diese reichen von der einfachen Polypektomie auch großer Befunde bis hin zur sogenannten Mukosektomie und endoskopischen Submukosadissektion, die anspruchsvoller sind und in unserer Klinik von erfahrenen Ärzten zuverlässig durchgeführt werden.

Das ausführliche Patientengespräch mit einer gründlichen körperlichen Untersuchung steht an erster Stelle der Diagnostik. Hiermit kann bereits ein Hinweis auf das Ausmaß der Erkrankung, die Lokalisation, des Tumors oder der Befall von Nachbarorganen gewonnen werden und ggf. weiterführende diagnostische Maßnahmen eingeleitet werden. Sinn der Diagnostik ist neben der Sicherung des Tumors durch eine Biopsie, die Abklärung, wieweit sich der Tumor im Darm und im umliegenden Gewebe ausgebreitet hat, beziehungsweise ob schon Absiedlungen in anderen Organen (Lymphknoten, Leber, Lunge) bestehen.

 

Wenn ein operationspflichtiger Befund vorliegt, müssen zusätzliche Untersuchungen erfolgen, um das Anästhesierisiko abzuschätzen und eine sichere Operation durchführen zu können. Hierzu zählen zum Beispiel Blutentnahmen, EKG, Lungenfunktionsuntersuchungen, Röntgen der Lunge und weitere nach Bedarf. Für die weitere Abklärung von Begleiterkrankungen besteht eine enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden Spezialabteilungen unserer Klinik.

 

Beim Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom) und in besonderen Fällen beim Dickdarmkrebs wird neben der Darmspiegelung die endoskopische Ultraschalluntersuchung (Endosonographie) erforderlich. Diese Technik steht ebenso wie die anderen Diagnosemöglichkeiten (Ultraschall, Computertomografie, Kernspintomografie usw.) mit modernsten Geräten zur Verfügung und wird genutzt, um einen Überblick über die Ausbreitung des Tumors im Darm und einen eventuellen Befall anderer Organe (Lymphknoten, Leber, Lunge etc.) zu erhalten.

Bei der Behandlung eines bösartigen Darmtumors ist die chirurgische Entfernung des betroffenen Darmabschnittes und der regionalen Lymphahnen die Methode der Wahl, um für den Patienten das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Durch die Operation können Tumoren in frühen Stadien sehr häufig geheilt werden, aber auch bei fortgeschrittenen Tumoren besteht durch die Operation in Kombination mit anderen Behandlungsverfahren (Chemotherapie, Strahlentherapie) eine gute Heilungschance. Diese Kombination mehrerer Behandlungsmethoden nennt man multimodale Therapie.

 

Je nach Sitz des Tumors wird bei der Operation ein mehr oder weniger großer Darmabschnitt entfernt und die beiden Enden wieder aneinander genäht. Die Anlage eines künstlichen Darmausganges kann in den meisten Fällen vermieden werden. Alle Dick- und Mastdarmoperationen werden sowohl in konventioneller offen chirurgischer Technik, als auch minimal invasiv in laparoskopischer Technik oder mit höchster Präzision mit Hilfe unseres Roboterassistenten Da Vinci durchgeführt.

 

Die postoperative Betreuung erfolgt im Aufwachraum des OPs und dann üblicherweise auf ihrer gewohnten Station. Sollte eine längere Überwachung oder gar eine Intensivtherapie notwendig sein, stehen hierfür besonders ausgestattete Stationen bereit. Frühe Mobilisation und eine nur wenige Stunden lange Hungerphase stellen die normale Verdauung zügig wieder her.

 

Sollten ein Darmkrebs bereits in andere Organe gestreut haben (Metastasen), wird in der Tumorkonferenz besprochen, ob diese Metastasen durch eine Operation oder andere Therapieverfahren behandelt werden soll. Heutzutage stehen uns eine ganze Reihe an Verfahren zur Verfügung mit denen auch fortgeschrittene Tumoren mit gutem Erfolg behandelt werden können. Hierzu zählt beispielsweise die Verödung von Lebertumoren durch die sogenannte Radiofrequenztherapie oder die chirurgische Entfernung von Bauchfellmetastasen in Verbindung mit schon im Operationssaal in die Bauchhöhle eingebrachter Chemotherapie (HIPEC).

 

In Notfallsituationen stehen jederzeit erfahrene Chirurgen und die Möglichkeiten der Intensivtherapie für die notwendigen Maßnahmen der Notfallbehandlung zur Verfügung.

Jeder Darmkrebsfall wird in einer wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen in der die behandelnden Tumorexperten verschiedender Disziplinen gemeinsam diskutieren und über das individuell beste Verfahren für den Patienten entscheiden. Die getroffenen Empfehlungen ergehen schriftlich an den behandelnden Arzt.

 

Jeder der genannten Schritte hilft uns dabei, dem Ziel einer bestmöglichen Betreuung von Krebspatienten und deren Angehörigen näher zu kommen.

 

Für direkte Anfragen an das Darmkrebszentrum stehen wir Ihnen gerne unter den aufgeführten Kontaktdaten zur Verfügung.

 

Die interdisziplinäre Tumorkonferenz findet jeden Dienstag von 15:30 bis 16:30 Uhr im Fortbildungsraum Strahlentherapie statt.

In unserem Flyer zum Behandlungsverlauf bei Operationen am Dick- und Enddarm haben wir für Sie die wichtigsten Informationen von der Aufnahme bis zur Zeit nach Ihrem Aufenthalt zusammengefasst. 

application/pdf | 154 KB

Wissenswertes für Patienten

Alle Informationen kompakt zusammengefasst, finden Sie auch in unserem Flyer, den wir für Sie zum Download bereitgestellt haben.

application/pdf | 458 KB