Die Anästhesiologie ist das Rückgrat aller operativen und vieler intensivmedizinischer Prozesse. „Mit Herrn Prof. Eichhorn hat ein Kollege die Verantwortung übernommen, der genau diesen Anspruch und kollegialen Dienstleistungsgedanken verkörpert. Er lebt sein Fachgebiet mit Weitblick, Empathie und großer Verlässlichkeit. Wir freuen uns sehr, ihn in unserem Team zu haben“, sagt Prof. Thomas Haarmeier, Ärztlicher Direktor des Helios Klinikum Krefeld.
Der erfahrene Anästhesiologe bringt fachübergreifendes Knowhow und eine große Leidenschaft für die Anästhesie und Intensivmedizin mit. Der Funke sprang schon während des Studiums über, das sich Prof. Lars Eichhorn durch Nachtdienste auf der Intensivstation der Uniklinik Bonn finanzierte. Prägend und lehrreich war auch sein Praktisches Jahr in Kapstadt. Am Universitätsklinikum Bonn (UKB) sammelte der 42-Jährige fundierte Erfahrungen in allen Bereichen eines Maximalversorgers, zuletzt als Sektionsleiter der Neuroanästhesiologie. 2021 übernahm er als Chefarzt die Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Helios Klinikum Bonn/Rhein-Sieg und war bis zu seinem Wechsel nach Krefeld zugleich als Ärztlicher Direktor Teil der Geschäftsleitung. In Krefeld kommt eine besondere Dimension hinzu: „Mich reizt vor allem die Verbindung aus hochspezialisierter Medizin, breiter klinischer Versorgung und organisationsübergreifender Verantwortung über Standorte, gewachsene Teams und unterschiedliche Versorgungsprofile hinweg“, erläutert er die Motivation hinter dem Wechsel.
Seine wissenschaftlichen Interessen spiegeln die Vielfalt der modernen Medizin wider. In den vergangenen Jahren widmete sich der gebürtige Bonner vor allem der Thoraxanästhesie – einem besonders anspruchsvollen Bereich der Anästhesiologie, der bei Operationen an Lunge und Brustkorb höchste Präzision, ein tiefes Verständnis der Herz- und Lungenfunktion sowie eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen erfordert. Ebenso fasziniert ihn die Tauchphysiologie, die erforscht, wie sich der menschliche Körper an die außergewöhnlichen Bedingungen unter Wasser anpasst. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann in der Grundlagenforschung mit der Immunologie und führte ihn später zur Herzinfarkt-Forschung. Gemeinsam ist all diesen Themen die Faszination für die komplexen Zusammenhänge des menschlichen Körpers – und der Anspruch, wissenschaftliche Erkenntnisse in eine bessere Versorgung von Patientinnen und Patienten zu übersetzen. Dass er schließlich in der Anästhesiologie seine berufliche Heimat fand, überrascht daher kaum.
Die enge Kooperation mit nahezu allen operativen Disziplinen und die Verantwortung in der Notfall-, Intensiv- und Schmerzmedizin machen dieses Fach für ihn besonders. „Die Grundlage dafür, Menschen in besonders sensiblen Situationen jederzeit sicher, kompetent und empathisch zu begleiten, sind kontinuierliches Lernen, aktives Zuhören, klare Strukturen und eine vertrauensvolle Kommunikation“, fasst Prof. Lars Eichhorn seinen fachlichen Fokus zusammen. „Gute Medizin entsteht nicht durch Einzelpersonen, sondern durch verlässliche Teams. Dazu gehören Wertschätzung, eine gute Aus- und Weiterbildung und die Bereitschaft, Verantwortung gemeinsam zu tragen.“ Auch persönlich gibt es Verbindungen in die Region: „Meine Frau stammt gebürtig vom Niederrhein und einige meiner Wegbegleiter haben hier ihre Ausbildung absolviert. Das Krefelder Klinikum hatte für mich seit jeher eine besondere Strahlkraft. Es repräsentiert ein breites medizinisches Spektrum, eine hohe Versorgungsrelevanz und eine anspruchsvolle klinische Komplexität. Hinzu kommen die lange Tradition und Emanzipation als eigenständiger Fachbereich, die 1958 in Krefeld ihren Ursprung hatte.“ Neben seiner klinischen Tätigkeit ist der begeisterte Apnoe- und Gerätetaucher im Vorstand der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e. V., dessen Past-Präsident er ist. Privat zählt das Kochen zu seinen Leidenschaften. „Die Zeit mit meiner Familie und mit Freunden ist für mich der wichtigste Ausgleich, neue Energie und einen freien Kopf gibt mir der Ausdauersport.“