„Unser Anspruch ist es, moderne, innovative Medizin mit persönlicher Betreuung zu verbinden – nah am Menschen und auf dem neuesten Stand der Technik. Dieses Konzept setzen wir auch hier in Uerdingen durch nachhaltige Investitionen in unsere Akutbereiche konsequent fort“, verdeutlicht Meike Hagemann, kaufmännische Standortleiterin am Helios St. Josefshospital Uerdingen.
Optimal gerüstet für Momente, die alles verändern können
Die modernisierte ZNA ist optimal auf die Anforderungen einer zeitgemäßen Notfallversorgung ausgerichtet: zentral gelegen, mit erweiterten Kapazitäten und kurzen Wegen für rasche Abläufe. Neben der technisch sehr hochwertigen Ausstattung der fünf Behandlungsräume und des Schockraums, gibt es heute, ähnlich einer Beobachtungsstation, einen Behandlungsbereich mit vier Bettplätzen, einen Triage- und einen Gipsraum. Auch der Anmelde- und Wartebereich ist offen gestaltet und durch das neue Farbkonzept hell und freundlich.
„Durch die Komplettsanierung konnten wir die Struktur, Funktionalität und Ausstattung der neuen ZNA perfekt auf die Bedürfnisse der Patienten, des Rettungsdienstes sowie unserer ärztlichen und pflegerischen Mitarbeitenden abstimmen. Dazu gehört auch die neue RTW-Liegendanfahrt mit optimierter Zuwegung und Kurzzeitparkplätzen für Selbstzuweiser direkt vor dem Eingang“, erklärt Dr. Guido Kemmeries, der als Chefarzt des Instituts für Notfallmedizin das standortübergreifende Team leitet. Zur festen Besetzung in Hüls und Uerdingen gehören neun sehr erfahrene Notfallmediziner, die in ihren Diensten rotieren.
Kompetenz, Technik und eine beruhigende Atmosphäre
Ein Plus in der Versorgung geht ebenso mit der Erweiterung, dem Umbau und der Neuorganisation der Intensivstation einher. Auch hier schaffen gezielte Investitionen optimale Bedingungen für das interdisziplinäre Team und gleichzeitig eine ruhige, strukturierte Versorgungsumgebung für schwerstkranke Patienten.
Die neue Intensivstation befindet sich im ersten Obergeschoss in unmittelbarer Nähe zur Radiologie und Endoskopie. Sie verfügt heute über vier Einzel- und vier Doppelzimmer, in denen bis zu 12 Patienten versorgt werden können. Alle sind mit Beatmungssystemen, moderner Monitoring-Technik sowie großen Deckenbildern ausgestattet. „Die Naturaufnahmen sollen Erinnerungen und positive Emotionen wecken, motivieren und Zuversicht stärken“, beschreibt Chefarzt Mathias Lehmann die Gestaltung der sonst üblichen weißen Decken und verdeutlicht die Vorteile der rund 800 Quadratmeter großen Intensivstation: „Durch die Erhöhung der Einzelzimmerquote von einem auf vier verfügen wir bei Bedarf über sichere Isolationsmöglichkeiten, ohne Bettplätze für reguläre Aufnahmen sperren zu müssen. Von dem gewonnenen Raum profitiert auch die Physiotherapie, was die Mobilisierung der Patienten direkt am Bett erleichtert.“ Gleiches gilt für den neuen Besuchsbereich, der als separater Rückzugsraum mit angenehmerer Atmosphäre die Kommunikation zwischen Behandlungsteam und Angehörigen fördert.
Neben der bisherigen interdisziplinären Versorgung der chirurgischen Fächer, der Gastroenterologie und kontinuierlichen Dialyse können nun alle internistischen Krankheitsbilder behandelt werden - exklusive Neurologie und interventioneller Kardiologie. Ihre besondere intensivmedizinische Expertise in der Beatmungsentwöhnung, insbesondere bei Langzeitintensivpatienten aus dem Helios Klinikum Krefeld, bringen Lehmann und sein Team auch in Uerdingen ein und erweitern damit dringend benötigte Kapazitäten für die Region. Sicherheit, Effizienz und eine patientenzentrierte Organisation sind die Kernbausteine beider Akutbereiche, die fachlich und räumlich noch enger zusammengerückt sind.