Ulcus cruris / Venöse Insuffizienz

Während die Problematik des sogenannten Raucherbeines oder der Schaufensterkrankheit, also die Erkrankung der verengten Arterien des Beines inzwischen einem großen Kreis der Bevölkerung in ihrer Dramatik und Wichtigkeit bekannt ist, wird die venöse Erkrankung immer noch zu häufig bagatellisiert und erst dann ernst genommen, nachdem es zu schweren Hautveränderungen oder gar offenen Wunden gekommen ist.

Dabei stellt eine rechtzeitige Diagnose und der frühe Beginn einer konsequenten Therapie wichtige Weichenstellungen für den weiteren Verlauf der Erkrankung: Jede wiederkehrende Beinschwellung soll abgeklärt werden.
Gerade bei entstandenen Wunden ist eine Expertise, die alle Aspekte untersuchen und bewerten kann, für die Heilung der Ulzeration von großer Bedeutung. Eine frühe, konsequente und kompetente Wundbehandlung sowie eine gezielte Ausschaltung der die Wunde verursachenden erkrankten Venen stellt die Grundlage für eine schnelle Wundheilung und eine Rezidivfreiheit dar. Um hier das richtige Maß der Therapie zu finden bedarf es der exakten Funktionsdiagnostik, der Duplexuntersuchung sowie der klinischen Beurteilung mit geschultem Auge. In der Zusammenarbeit zwischen dem Wundteam, der Angiologie und der Gefäßchirurgie im stationären und ambulanten Rahmen kann auch den Patienten mit schon lange bestehender, chronisch-venöser Insuffizienz kompetent geholfen werden.