Wundheilungsstörungen

Offenes Bein

Offenes Bein

Besteht eine Venenschwäche bereits seit geraumer Zeit, können sich schlecht oder gar nicht heilende Wunden am Unterschenkel bilden

Venen-, Herzschwäche und Diabetes können die Ursache für ein offenes Bein sein

Wie entsteht ein Ulcus cruris?

Störungen der Venenklappen führen zu einer chronisch venösen Insuffizienz - das Blut, das im gesunden Bein von den Venen aus den Beinen Richtung Herzen transportiert wird, staut sich in den kranken Venen. Das schädigt die kleinsten Blutgefäße, und versorgen so das umliegende Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen, Abbauprodukte des Stoffwechsel werden dann nicht wegtransportiert. Haut und Gewebe werden empfindlich und unelastisch, beim Fortschreiten entsteht eine offene Wunde, die mit Schmerzen einhergeht.

 

 

Diagnostik mittels bildgebender Verfahren, Blutuntersuchung, Vorerkrankungen

Die Venenspezialisten untersuchen die Struktur der Gefäße und den Blutfluss mit modernstem Ultraschall (Farbdoppler-Sonografie), es können auch Röntgenuntersuchungen der Venen mit Kontrastmittel (Phlebografie) erforderlich sein.

Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss über eine ererbte Form einer Thromboseneigung.

Auch Vorerkrankungen spielen eine Rolle - Diabetes und Herzschwäche können die Entstehung eines Beingeschwürs begünstigen. In einem solchen Fall werden die Betroffenen von den Kardiologen und Diabetologen im Klinikum mitbetreut.

 

Breites Behandlungsspektrum im zertifizierten Gefäßzentrum Berlin Südwest

Die Venenspezialisten und Gefäßmediziner stellen gemeinsam mit ihrem Patienten einen Behandlungsplan auf, mögliche Bestandteile können je nach Ausprägung der Erkrankung sein:

  • Kompressionstherapie mit Bandagen oder medizinischen Kompressionsstrümpfen
  • pneumatische Kompression - die Beine liegen in Manschetten, die wie Luftballons aufgeblasen werden
  • Lymphdrainage in Zusammenarbeit mit der Physiotherapie
  • medikamentöse Behandlung
  • fachgerechte Wundbehandlung
  • wenn eine Abheilung trotz aller Maßnahmen nicht gelingt, operative Entfernung des befallenen Bereichs mit anschließender Hauttransplantation

 

 

 

Mit dem Verlust und der Schwäche der Venenklappen  entwickelt sich die venöse Insuffizienz bis zu ihrer drastischsten Form, dem offenen Geschwür, auch Ulcus cruris genannt.

Die funktionslosen Venenklappen führen durch den Rückfluss, dem Versacken des venösen  Blutes im Unterschenkel, zu einer zunehmenden  Stauung, die die sich oftmals bereits in der Schwellneigung der Beine erkennen lässt.

Der Rückfluss des Blutes in das Bein verbunden mit der sich entwickelnden Stauneigung  führt zu einem gestörten lokalen Stoffwechsel des Gewebes mit Anhäufung von Abbauproduckten des Blutes, was die Entstehung eines offenen Beines, Ulcus cruris, begünstigen.