Von allem etwas zu viel gemacht: Tennisarm

Von allem etwas zu viel gemacht: Tennisarm

Sie gelten teilweise als Life-Style Erkrankungen und sind doch sehr ernst zu nehmen – Überlastungssyndrome an Ellenbogen und Fingergelenken. Erkennen Sie früh mögliche Gefahren durch einseitige Belastungen und vermeiden Sie, dass die Beschwerden chronisch werden.

Tennisarm


Der so genannte „Tennisarm“ ist eigentlich ein Tennisellenbogen, denn die Schmerzen haben ihr Zentrum an der Außenseite des Ellenbogens und strahlen von dort über den streckseitigen Arm. Die Erkrankung trifft nicht nur Tennisspieler – sie ist die Folge einer einseitigen Überlastung und kann von verschiedenen Tätigkeiten ausgelöst werden. Die Schmerzen zeigen sich bereits bei einfachen Bewegungen wie Beugen, Greifen, Heben oder Drehen.

Bei Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens spricht man von einem so genannten „Golferarm“, der letztlich jedoch dieselbe Erkrankung ist wie der an der Außenseite schmerzende „Tennisarm“. Der Fachname für dieses Überlastungssymptom ist Epicondylitis.

Überlastung – wer bekommt einen Tennisarm?

Beim so genannten Tennis- oder Golferarm handelt es sich um eine Reizung der Sehnen, handelt es sich um eine Reizung des Sehnen- und Muskelspieles am Ellenbogen. Wenn eine einseitige Bewegung zu regelmäßig stattfindet, werden durch die andauernde Kraftübertragung die Sehnen überlastet.

Dies kann bei Sportarten wie Rudern und Tennis auftreten, bei handwerklichen Arbeiten wie Malern oder Schreinern, beim Spielen von Musikinstrumenten oder beim Tippen auf einer Tastatur.

Betroffen sind eher Menschen mittleren Alters, wenn die Muskelkraft nachlässt, aber weiterhin kraftvolle Bewegungen ausgeführt werden. Chronisch davon betroffen sind nur wenige Patienten, die meisten sind schon nach wenigen Wochen oder Monaten beschwerdefrei.

Viel Geduld – die Behandlung des Tennisarms

Erfahrene Orthopäden können über einfache Untersuchungen feststellen, ob es sich um einen Tennisarm handelt. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Röntgen sind dazu nicht nötig.

Eine Behandlung braucht vor allem auch Zeit, um die Sehnen nachhaltig zu entlasten und die Muskeln so zu stärken, dass der Patient die entsprechenden Bewegungen wieder durchführen kann ohne die Sehnen zu belasten.

  • Verringerung der Belastung
  • Kräftigung der umgebenden Muskulatur
  • Physiotherapie
  • In Einzelfällen Ultraschalltherapie

Vorsicht ist geboten bei Spritzen mit Kortison oder Antirheumatika. Zwar wirken diese kurzfristig schmerzlindernd, aber langfristig hilft nur die Entlastung der Sehnen durch Muskelaufbau und Vermeidung der Überlastung.

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