Mehr als 370 Schockraumalarmierungen im Jahr 2017

Erfurt

Rezertifizierung des Helios Klinikums Erfurt als überregionales Traumazentrum

Nach einem Arbeits- oder Verkehrsunfall brauchen Schwerstverletzte eine sofortige unfallmedizinische Behandlung. Das Helios Klinikum Erfurt gehört zu den dafür geeigneten Krankenhäusern. Vor diesem Hintergrund wurde es nun erneut von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) als überregionales Traumzentrum zertifiziert. Das Helios Klinikum Erfurt besitzt damit seit über zehn Jahren thüringenweit die höchste Stufe bei der Versorgung von Patienten mit schwersten und komplexen Verletzungen.

Ein interdisziplinäres Team des Helios Klinikums Erfurt trainiert am Modell den Ablauf der Schwerstverletztenversorgung im Schockraum.

„Für eine Zertifizierung müssen wir in regelmäßigen Abständen nachweisen, dass wir spezielle personelle, apparative und räumliche Anforderungen erfüllen“, erklärt Prof. Dr. Thomas Mückley, Chefarzt der Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie. „Dazu zählen beispielsweise speziell weitergebildete Pflegekräfte und Ärzte, die Verfügbarkeit von verschiedenen Fachdisziplinen und von Kapazitäten zur zeitgleichen Versorgung von zwei Schwerstverletzten sowie die Sicherstellung der intensivmedizinischen Betreuung der Patienten.“

"Wir erfüllen die geforderten Qualitätskriterien und gewährleistet rund um die Uhr die Versorgung von lebensgefährlich verletzten Unfallopfern.“

Prof. Dr. Thomas Mückley | Chefarzt der Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie

Die Zahl der im Helios Klinikum Erfurt behandelten Schwerst- und Komplexfälle sind entgegen dem deutschlandweiten Trend in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Wurden 2013 noch rund 70 Fälle über den Schockraum abgeklärt und behandelt, sind 2017 mehr als 370 Fälle in den Schockraum des Helios Klinikums Erfurt eingeliefert worden. „In den vergangenen Jahren haben wir die Abläufe in der Diagnostik und Behandlung kontinuierlich überprüft und optimiert, unter anderem wurden die Abläufe mit allen Beteiligten im Helios-eigenen Simulationszentrum geübt. Davon profitieren die betroffenen Patienten. So erfüllen wir die geforderten Qualitätskriterien und gewährleistet rund um die Uhr die Versorgung von lebensgefährlich verletzten Unfallopfern“, sagt Prof. Mückley.