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Funktionsszintigraphie der Schilddrüse

Bei der Szintigraphie der Schilddrüse wird geprüft, ob Knoten in der Lage sind, Schilddrüsenhormone zu produzieren (= Funktionsuntersuchung). Zum Einsatz kommt ein sehr schwach radioaktives Präparat, dass in die Schilddrüse und deren Knoten wie Jodid aufgenommen und entsprechend angereichert wird. Es werden verstärkt oder vermindert hormonproduzierende Knoten unterschieden (= „heiße“ oder „kalte“ Knoten).

Vorbereitung:

Für die Szintigraphie der Schilddrüse können Sie Ihre normalen Mahlzeiten einnehmen. Um eine optimale Aussage treffen zu können, müssen Sie Ihr Schilddrüsenmedikament im Vorfeld absetzen:

  • L-Thyroxin/ Trijodthyronin/ Jodid: vier Wochen
  • Thiamazol/Metizol/Propylthiourazil: fünf Tage

Der Name und die Dosierung des Medikamentes sollte Ihnen zum Untersuchungszeitpunkt bekannt sein (ggf. Name und Dosierung notieren oder Verpackung mitbringen).

Zusätzlich muss eine Untersuchung mit jodhaltigem Kontrastmittel (z. B. CT, Herzkatheter, Angiografie) mindestens sechs Wochen zurückliegen. Eine Ausnahme besteht bei der Einnahme von Irenat®-Tropfen: vier Wochen Abstinenz. Der Grund dafür ist, dass diese Stoffe die Aufnahme von Tc-99m TcO4 in die Schilddrüse temporär verhindern. Der genaue Untersuchungszeitpunkt sollte Ihnen bekannt sein.

Nehmen Sie Amiodaron (z. B. Cordarex®) ein? In diesem Fall kann die Szintigraphie der Schilddrüse einen Versuch wert sein. Die Aussagekraft ist erfahrungsgemäß jedoch stark eingeschränkt. Grund dafür ist der hohe Jodgehalt von Amiodaron.

Durchführung:
Im Anschluss an das Aufklärungsgespräch wird Ihnen ein sehr schwach radioaktives Präparat (Tc-99m TcO4; kein Kontrastmittel) in eine Armvene injiziert. Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten. Nach einer Wartezeit von etwa 20 Minuten erfolgt die Aufnahme in sitzender Position über acht Minuten. Das Ergebnis wird mit Ihnen besprochen. Der Endbefund geht innerhalb von zwei bis drei Tagen per Post an Ihre überweisende Ärztin/Ihren überweisenden Arzt.

Das müssen unsere Patient:innen mitbringen

  • Überweisungsschein
  • Krankenkassenkarte
  • zwingend bereits existierende externe Vorbefunde
  • aktuelle Laborwerten (am wichtigsten: TSH)
  • ggf. Lese- und Hörhilfen