Besucherinformation


Liebe Besucherinnen und Besucher,
unser Parkhaus muss bis auf Weiteres gesperrt bleiben. Bitte nutzen Sie das Umfeld zum Parken oder die öffentlichen Verkehrsmittel. Für Patient:innen haben wir zusätzliche Kurzzeitparkplätze am Frau-Mutter-Kindzentrum (P1), an der Geriatrie (P3) sowie im Bereich der Mensa (P2) aus (siehe Lageplan).

Informationen zur aktuellen Besuchsregelung (Anzahl, Zugangsvoraussetzungen etc.) finden Sie hier.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Faschingszeit ist Alkoholzeit

Faschingszeit ist Alkoholzeit

Erfurt

Dr. Ekkehart Englert, Chefarzt der Kinder-und Jugendpsychiatrie im Helios Klinikum Erfurt, klärt über die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums bei Jugendlichen auf.

Fasching ohne Alkohol? - Ein Gläschen Sekt, Wein oder Bier gehört für die meisten Menschen zur Faschingszeit dazu. Bei einem Glas allein bleibt es jedoch selten. So endet die Party auch schnell mal im Vollrausch. Doch wie viel Alkohol ist gesundheitlich vertretbar? Dr. Ekkehart Englert, Chefarzt der Kinder-und Jugendpsychiatrie im Helios Klinikum Erfurt, klärt über die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums bei Jugendlichen auf.

Gerade Minderjährige scheinen im Umgang mit alkoholischen Getränken leichtsinnig zu sein, obwohl der übermäßige Konsum in diesem Alter besonders gefährlich ist. „Jede Woche werden etwa acht Jugendliche im Vollrausch bei uns im Helios Klinikum Erfurt eingeliefert. Die klassischen Symptome: Unterzuckerung, Bewusstlosigkeit und Atemnot. Oft können die jungen Patienten nicht einmal mehr ihren Namen nennen.“, verdeutlicht Dr. Englert. Ein Zustand, der sogar lebensbedrohlich werden kann und deshalb intensivmedizinisch überwacht werden muss.

Was sind die Folgen?

Regelmäßiger Alkoholkonsum führt zu Störungen in der Hirnfunktion. Dies kann sich beispielsweise in nachlassender Konzentrations- oder Gedächtnisleistung äußern. Ein massiver Leistungsabfall in Schule oder Ausbildung ist die Folge. Auch Magenprobleme, Leberschädigungen oder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung sind möglich.

„Besonders gravierend sind die psychosozialen Folgen für unsere jungen Patienten: Plötzlich stehen Jugendliche in direkter Verbindung zu Gewalttaten, Vandalismus und Gefährdungen des Straßenverkehrs. Auch die Gefahr, Opfer einer sexuellen Straftat zu werden, die anschließend aufgrund eines Blackouts kaum rekonstruiert werden kann, steigt“, alarmiert Dr. Englert.

Weiterhin weist er darauf hin, dass Jugendliche, die ein Problem mit Alkohol haben, medizinische Hilfe in Anspruch nehmen sollten. Handelt es sich tatsächlich um eine Abhängigkeit, bietet die Kinder- und Jugendpsychiatrie des Helios Klinikums Erfurt, eine Entzugsbehandlung mit einer individuellen Therapieplanung an. „Oft stecken hinter einem problematischen Alkoholkonsum tiefergehende seelische Probleme. Erst wenn diese erkannt und behandelt werden, kann sich ein nachhaltiger Therapieerfolg einstellen.“, so Dr. Englert.

„Oft stecken hinter einem problematischen Alkoholkonsum tiefergehende seelische Probleme. Erst wenn diese erkannt und behandelt werden, kann sich ein nachhaltiger Therapieerfolg einstellen“, Dr. med. Ekkehart Englert, Chefarzt der Kinder-und Jugendpsychiatrie