Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

SOP Asepsis bei Regionalanästhesien

Größte Sorgfalt legen wir unter anderem auf keimarmes Arbeiten beim Anlegen der Regionalanästhesien. Welche Schritte die Asepsis verbessern helfen, regelt diese SOP.

1 Inhalt

  1. Umsetzung der Hygieneempfehlungen des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Regionalanästhesie der DGAI zur Vermeidung von Katheterinfektionen in der Regionalanästhesie 
  2. Das Antibiotikum wird unmittelbar nach Anlage des venösen Zuganges und Rücksprache mit dem zuständigen Anästhesisten verabreicht.
  3. Die hygienische Händedesinfektion ist obligatorisch, ebenso das Tragen von Haube und Mundschutz.
  4. Nach Lagern des Patienten zur Katheteranlage und Lokalisation der Punktionsstelle durch den Anästhesisten wird unmittelbar danach eine Sprühdesinfektion mit Cutasept G durchgeführt. Während der Einwirkzeit kann der Anästhesist die weiteren Vorbereitungen treffen. Vor dem sterilen Abdecken wird nochmals eine Sprühdesinfektion mit Cutasept G durchgeführt.
    Ziel: Verlängerung der Einwirkzeit der Desinfektion auf 10 min.
  5. Nach spätestens 2 erfolglosen Punktionsversuchen muss der zuständige Fach-/Oberarzt einbezogen werden. Übernimmt er die Katheteranlage, ist steriles Vorgehen inklusive steriler Kittel (bei rückenmarksnahen Kathetern – PDK), Mundtuch und Handschuhe zwingend erforderlich.
  6. Die routinemäßige Liegedauer von Periduralkathetern sollte zunächst auf 3 Tage begrenzt werden. Eine darüber hinaus gehende epidurale Schmerztherapie bedarf einer strengen Indikationsstellung durch den zuständigen Oberarzt. Diese muss schriftlich dokumentiert werden.
  7. Eine akzidentelle Dekonnektion im Kathetersystem muss unbedingt vermieden werden. Bei einer kurzzeitigen Dekonnektion ist die gründliche Desinfektion des Katheterendes sowie das Kürzen um mindestens 5 cm unter sterilen Bedingungen notwendig. Danach kann der Katheter rekonnektiert werden. Sollte der Verdacht auf eine länger dauernde Dekonnektion bestehen, muss mit dem zuständigen Fach-/Oberarzt eine Nutzen-Risiko-Abwägung bezüglich Belassen oder Entfernen/Neuanlage erfolgen. 
  8. Bei geplanter Katheterentfernung muss rechtzeitig eine Umstellung auf eine adäquate orale Schmerztherapie erfolgen.
  9. 24 Stunden nach Entfernung eines Periduralkatheters muss eine abschließende Visite mit entsprechender Dokumentation erfolgen.

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2 Sterile Hautdesinfektion vor Anlage einer Regionalanästhesie

Sterile Hautdesinfektion vor Anlage einer Regionalanästhesie

3 Literatur

Hygieneempfehlungen des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Regionalanästhesie der DGAI zur Vermeidung von Katheterinfektionen in der Regionalanästhesie (pdf)

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Stand, Kontakt, Haftung

Stand: 18.04.2018

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