Die fünfjährige Bernedoodle-Hündin kommt mit Cristina Petzolt einmal monatlich an einem Sonntag an die Helios HSK Wiesbaden. Die Sozialpädagogin und qualifizierte Besuchshundeführerin hat Erfahrung in der psychosozialen Begleitung schwerkranker und palliativer Patienten. Auch Lucy hat bereits Menschen in der Palliativversorgung begleitet. Nur zwei Kliniken in Deutschland bieten Besuchshunde auf der Intensivstation an, innerhalb des Konzerns übernimmt die Helios HSK Wiesbaden eine Vorreiterrolle.
Die Begegnung richtet sich nach dem Menschen
Cristina Petzolt stimmt die Begegnungen mit dem Behandlungsteam ab und richtet sie nach dem Zustand, den Möglichkeiten und den Grenzen des jeweiligen Patienten aus. Ob jemand Lucy streicheln möchte oder lieber zunächst beobachtet, entscheidet jeder Patient selbst.
Für Dr. Larissa Vogel Moos, leitende Oberärztin der Klinik für Interdisziplinäre Intensivmedizin und Intermediate Care, ist das Angebot ein Herzensprojekt. „Wer auf einer Intensivstation liegt, muss oft viel aushalten. Wir möchten unseren Patienten mit Lucy einen Moment ermöglichen, in dem sie Nähe erleben, zur Ruhe kommen und sich etwas anderem als ihrer Erkrankung zuwenden können. Manchmal braucht es dafür keine Worte, sondern eine Fellnase, die man kuscheln kann.“
Mit einem Hygieneplan vorbereitet
Für den Einsatz auf der Intensivstation hat das Team einen Hygieneplan erarbeitet. Dr. Matthias Breitenfeld, leitender Oberarzt der Klinik für Interdisziplinäre Intensivmedizin und Intermediate Care sowie Hygienebeauftragter der Helios HSK Wiesbaden, unterstützte dessen Umsetzung.
Bildunterschrift: Zuwendung ohne viele Worte: Besuchshündin Lucy bei ihrem ersten Einsatz auf der Intensivstation der Helios HSK Wiesbaden mit Dr. Larissa Vogel Moos und Dr. Matthias Breitenfeld, leitende Oberärzte der Klinik für Interdisziplinäre Intensivmedizin und Intermediate Care. Foto: Helios