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Erkrankungen der Speiseröhre

Erkrankungen der Speiseröhre

Die Speiseröhre (Ösophagus) ist Teil des oberen Verdauungstraktes und verbindet den Rachenraum mit dem Magen. Der etwa 25 Zentimeter lange Muskelschlauch befördert die im Mund aufgenommene Nahrung in den Magen.

In unserer Klinik behandeln wir alle Erkrankungen der Speiseröhre. Dazu gehören:

  • Sodbrennen
  • Refluxerkrankungen
  • Speiseröhrenentzündung
  • Tumore der Speiseröhre

Diagnostik

In einem ersten Gespräch befragen wir Sie zu Ihren Beschwerden und klären mögliche Vorerkrankungen. Im Anschluss folgen eine Laboruntersuchung Ihres Blutes und eine umfassende körperliche Untersuchung. Bei einer Speiseröhren- und Magenspiegelung untersuchen wir die Speiseröhre auf Veränderungen. Zudem können eine Langzeitsäuremessung (pH-Metrie) und eine Druckmessung der Speiseröhre (Manometrie) durchgeführt werden. Mit der pH-Metrie wird der pH-Wert der unteren Speiseröhre gemessen und sowohl die Stärke des Magensäurerückflusses in die Speiseröhre festgestellt. Bei der Manometrie wird untersucht wie kräftig der Schließmuskel der Speiseröhre ist. In einzelnen Fällen muss die Diagnostik durch eine Röntgenuntersuchung (Ösophagus-Breischluck) und durch eine Computertomographie ergänzt werden.

Behandlung

Sodbrennen entsteht, wenn saurer Magensaft in der Speiseröhre nach oben steigt. Gelegentliches Sodbrennen ist in der Regel nicht gefährlich. Oft hilft es bereits, auf Speisen und Getränke, die den Magen reizen, zu verzichten. Gelegentlich können auch säurebindende Medikamente eingesetzt werden.

Tritt Sodbrennen häufiger auf, sollte der Hintergrund der Beschwerden ärztlich abgeklärt werden. Die Ursachen können vielfältig sein und klären wir in unserer Klinik entsprechend individuell ab und behandeln diese. Grund für die Beschwerden können sein: Eine Refluxerkrankung, eine Speiseröhrenentzündung, ein Zwerchfellbruch, Speiseröhrenkrebs, ein Magenleiden oder Medikamente.

Bei Refluxerkrankungen ist der Verschlussmechanismus der Speiseröhre gestört. Das heißt, die Magensäure fließt in die Speiseröhre zurück. Reflux ist lateinisch und bedeutet Rückfluss. Die untere Speiseröhre wird dadurch gereizt und angegriffen, eventuell entstehen Entzündungen.

Refluxerkrankungen werden medikamentös durch Säureblocker behandelt. In bestimmten Fällen werden auch operative Verfahren in minimal-invasiver Technik eingesetzt, um den Rückfluss zu stoppen. Die Behandlung erfolgt zusammen mit den Kollegen der Allgemein- und Viszeralchirurigie.

Speiseröhrenentzündungen können verschiedene Ursachen haben. Häufig wird die Entzündung durch Refluxerkrankungen ausgelöst. Aber auch Verätzungen in der Speiseröhre oder Infektionen mit Pilzen oder Viren können die Ursache der Krankheit sein.

Eine Speiseröhrenentzündung wird mit säurebindenden Medikamenten behandelt. Zudem beraten Sie unsere speziell ausgebildeten Ernährungsmediziner und- berater zu Ihren Essgewohnheiten – in einigen Fällen kann eine Ernährungsumstellung die Beschwerden lindern. Liegt eindeutig ein Defekt des Verschlussmechnismusses als Ursache der Erkrankung vor, kann eine Operation den Rückfluss unterbinden. Die Behandlung erfolgt zusammen mit den Kollegen der Allgemein- und Viszeralchirurigie.

Die Ursachen für bösartige Tumore der Speiseröhre sind noch nicht eindeutig geklärt. Zu den Risikofaktoren gehören das Rauchen und ein erhöhter Alkoholkonsum, aber auch Refluxerkrankungen. Wurde ein bösartiger Tumor der Speiseröhre diagnostiziert, schließen sich Folgeuntersuchungen wie Blutuntersuchungen, Computertomographie oder auch Ultraschalluntersuchungen an, um festzustellen, ob die Lymphknoten befallen sind und sich bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet haben.

Zur Behandlung von Speiseröhren-Tumoren kommen sowohl operative Eingriffe, als auch eine Strahlentherapie oder eine Chemotherapie sowie eine Kombination der Verfahren in Frage. Im Rahmen unserer Tumorkonferenz stimmen wir die Behandlung unserer Patienten mit den anderen Fachabteilungen der Klinik ab und legen gemeinsam einen individuellen Therapieplan fest.