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Alkohol und Sodbrennen – Wie hängt das zusammen?

Auf vielen Volksfesten in Deutschland wird oftmals viel geschunkelt, getrunken und geschlemmt. Doch nicht für jeden bleiben das deftige Essen und die vielen Maßkrüge ohne Folgen: Unangenehmer Druck im Magen, ein Brennen hinter dem Brustbein und/oder ständiges Aufstoßen können die Folge sein. Unser Experte gibt Tipps, wie Sie ohne Nachwehen feiern können.

close up of hands with beer mugs at bar or pub

Ständig Sodbrennen – wie kommt es dazu?

Nicht nur beim Oktoberfest: Etwa jeder fünfte Deutsche leidet unter chronischem Sodbrennen, einem unangenehmen Reiz in der Speiseröhre. Frauen und Männerjeden Alters sind davon gleichermaßen betroffen. Die Ursachen liegen oftmals in unseren Lebensumständen: Schnelles und ungesundes Essen, Übergewicht und zu wenig Bewegung begünstigen Verstimmungen des Magen-Darm-Traktes. Alkohol und fettige Speisen reizen die Schleimhaut zusätzlich und regen die Säureproduktion im Magen an. Fließt diese – vielleicht sogar mit Speiseresten – zurück in die Speiseröhre, ist ein unangenehmes Brennen die Folge.

Halten die Beschwerden dauerhaft an, kann eine schmerzhafte sogenannte Refluxerkrankung entstehen. „Dabei schädigt der gesteigerte Rückfluss mit seiner ätzenden Flüssigkeit die Speiseröhre, denn die Schleimhaut besitzt dagegen keinen ausreichenden Schutz“, Dr. Alexis Müller-Marbach, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Palliativmedizin am Helios Klinikum Niederberg. Langjähriger Reflux kann bleibende Veränderungen der Speiseröhre, die sogenannte Barrett-Schleimhaut, verursachen und im schlimmsten Fall sogar zur Entstehung von Tumoren führen.

Was hilft bei Sodbrennen?

Um das lästige Sodbrennen gar nicht erst aufkommen zu lassen, gilt: Bewusst und langsam essen, auch in geselliger Runde im Festzelt. „Außerdem sollte man ein bis zwei Stunden vor dem Zubettgehen keine Mahlzeit mehr zu sich nehmen“, sagt der Experte.

Kaugummi kauen regt den Speichelfluss an und „spült“ die Säure nach unten, Milchprodukte können den Magen beruhigen und die Säureproduktion hemmen. Wer im Bierzelt aber kein Glas Milch bestellen will, dem hilft stilles Wasser. „Zwischen den Maßkrügen können ein paar Gläser Wasser helfen, damit die Säurekonzentration im Magen nicht zu hoch wird“, erklärt Dr. Müller-Marbach.

Helios Klinikum Niederberg

Chefarzt der Gastroenterologie, Hepatologie und Palliativmedizin

Der gesteigerte Rückfluss schädigt mit seiner ätzenden Flüssigkeit die Speiseröhre, denn die Schleimhaut besitzt dagegen keinen ausreichenden Schutz.

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