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Ab wann ist man übergewichtig?

Übergewicht ist in vielen Bevölkerungen weit verbreitet, vor allem in Industrienationen wie Deutschland. Aber ab wann sprechen wir eigentlich von Übergewicht? Wir erklären es Ihnen.

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War Übergewicht schon immer ein Problem?

Ganz klar: Nein. Unsere Vorfahren liefen zwischen zehn bis 20 Kilometer täglich, sie mussten weite Strecken zurücklegen, um zu jagen und zu sammeln und damit das eigene Überleben zu sichern.

Aufgrund des Wohlstands in Industrieländern ist Bewegung heute kein fester Bestandteil des Alltags mehr. Wir brauchen Bewegung nicht mehr, um uns zu versorgen. Weite Strecken werden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto zurückgelegt. Auch der nächste Supermarkt ist meist nur ein paar Schritte entfernt.

Dies führt dazu, dass wir heute teilweise nur noch 300 bis 700 Meter Strecke zu Fuß am Tag zurücklegen. Das breite Angebot an Nahrungs- und Genussmitteln tut sein Übriges. Kombiniert mit Stress und wenig Zeit kommt es zu einer Diskrepanz im Verhältnis von Bewegung und Ernährung. Die Folge ist Übergewicht.

Ab wann gilt man als übergewichtig?

Jede/r hat schon einmal vom Body-Mass-Index (BMI) gehört. Der BMI setzt die Körpergröße in Verhältnis zum Körpergewicht. Berechnet wird dieser wie folgt:

BMI = Gewicht (kg)/(Körpergröße in m)²

Anhand des BMI-Wertes kann eine Klassifizierung vorgenommen werden.

 

Ab wann wird Übergewicht gefährlich?

Weitere Indikatoren für ein erhöhtes Risiko ist der Taillenumfang. Ist dieser bei Frauen größer als 80 Zentimeter, so liegt ein mäßig erhöhtes Risiko vor. Ein deutlich erhöhtes Risiko ab einem Umfang von mehr als 88 Zentimeter. Bei Männern liegt ein erhöhtes Risiko ab einem Wert größer als 94 Zentimeter vor und ein deutlich erhöhtes Risiko ab 102 Zentimeter.

„Liegt ein BMI über 30 Kilogramm pro Quadratmetervor, so sprechen wir von Adipositas. Ursachen für die Adipositas ist die Diskrepanz zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch“, sagt Petra Ott, Leiterin ambulantes Adipositas-Zentrum Sachsen.

Wie kommt es zu Übergewicht?

Die Ursachen sind vielfältig. Neben genetischen Faktoren spielen vor allem auch die Lebensbedingungen eine große Rolle. Der Körper eines Menschen hat einen gewissen Grundumsatz. Dieser Energieverbrauch wird für die Aufrechterhaltung der körperlichen Funktionen von Gehirn, Lunge, Stoffwechsel, Herz und der Temperaturerhaltung genutzt.

Beim Leistungsumsatz wird im Zusammenhang des Energieverbrauchs durch Bewegung gesprochen. Wird dem Körper nun, zum Beispiel durch die Nahrungsaufnahme mehr Energie zugeführt, als er benötigt, so übersteigt die Energieaufnahme den Energieverbrauch und wir nehmen an Gewicht zu.

Bei Blitzdiäten gewöhnt sich der Körper an die niedrige Nahrungsaufnahme und passt den Nahrungsbedarf an. Nach der Diät liegt die Nahrungsaufnahme weit über dem Bedarf, die Folge ist eine Gewichtszunahme.

Das Risiko an Darmkrebs zu erkranken steigt ab einem BMI von 30 für Frauen um 13% und für Männer um 23%.
Bei einer Darmspiegelung werden gutartige Vorstufen entfernt – bevor Krebs entsteht.
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