In der modernen Medizin wird eine ärztlich-bestimmende Entscheidungsweise vielfach als überholt angesehen. Ärzt:innen verstehen sich zunehmend als beratende und begleitende Partner:innen im "Shared-decision-making". Doch können Patient:innen und Angehörige komplexe medizinische Entscheidungen selbstständig treffen? Ist es darüber hinaus richtig, schwerwiegende Entscheidungen wie die Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen vollständig auf Angehörige zu übertragen - oder wird ihnen damit eine Last aufgebürdet, die selbst Schaden anrichten kann? Und was geschieht, wenn der (mutmaßliche) Patient:innenwille und die medizinische Indikation, die Behandlungsnotwendigkeit, auseinanderfallen? Dürfen wir medizinische Entscheidungen überhaupt in die Hände von Laien legen, oder muss die medizinische Indikation einen zentralen Stellenwert in der Behandlung behalten?
Diesen Fragen möchten wir uns aus verschiedenen Blickwinkeln nähern und Antworten suchen, die für die tägliche Praxis von großer Bedeutung sind.
Programm
16:15 Uhr Begrüßung I Achim Labuhn
16:30 Uhr Vortrag "Wer entscheidet was?" I Christian Volberg
17:30 Uhr Pause
17:50 Uhr Podiumsdiskussion
18:50 Uhr Schlusswort I Achim Labuhn
Moderation: Christiane Parlings