Corona-Virus:

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen!

Die Telefonnummer unserer kostenlosen Corona-Hotline lautet: 07231/969-8810

Therapien gegen bösartige Tumoren im Verdauungstrakt

Ein entscheidender Bestandteil im Rahmen unseres fächerübergreifenden Behandlungskonzeptes ist die medikamentöse Therapie. Diese kann entweder ausschließlich, oder vor und  nach einer Operation durchgeführt werden. Wir wenden modernste Therapieverfahren mit Antikörpern, zielgerichtete Therapien („targeted therapy“) und  komplexe Chemotherapien an.

In enger Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, Schwerpunktpraxen und mit anderen Kliniken findet die Behandlung sowohl stationär als auch ambulant in unserem an das Klinikum angegliederten Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) statt.

Krebserkrankungen und unsere Therapiekonzepte

Diese Karzinome sind in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung. Die Häufigkeit liegt bei 81 Fällen auf 100.000 Menschen pro Jahr, Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Die Erkrankungen liegen  zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr. Dickdarm- und Enddarmkarzinome sollten früh erkannt werden, denn die therapeutischen Möglichkeiten bei diesen sogenannten kolorektalen Karzinomen hängen sehr vom Stadium der Erkrankung ab. Neben der Operation kommt sowohl die Chemotherapie sowie die Radiochemotherapie, eine Kombination von Strahlen- und Chemotherapie und Therapien mit Antikörpern zum Einsatz. Bei uns werden Dickdarm- und Enddarmkarzinome im zertifizierten Darmzentrum behandelt.

Dieses ist eine relativ seltene bösartige Erkrankung des Dünndarms mit einem Vorkommen von 1-3 Fällen pro 100.000 Einwohner pro Jahr. Die meisten Menschen erkranken zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr. Die Therapie erfolgt meist operativ. Chemotherapie kann sowohl adjuvant, also unterstützend-heilend, als auch palliativ, also lindernd, eingesetzt werden.

Die Häufigkeit von Tumoren der Gallenblase und der Gallenwege liegt in den westlichen Industrieländern bei 1 bis 3 Fällen auf 100.000 Einwohner im Jahr. Die Möglichkeiten zur Therapie des Gallenblasenkarzinoms sind vielfältig. Palliative, also lindernde, Therapieverfahren wie Chemotherapie oder Strahlentherapie können zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität der Patienten führen.  Eine Chance auf Heilung bieten leider nur Operationen im Frühstadium.

Das Leberzellkarzinom gehört weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen und zeigt eine steigende Erkrankungsrate. In Deutschland erkranken etwa 7.500 Menschen jährlich an einem Leberzellkarzinom. Operative Verfahren stellen derzeit die Therapie der Wahl dar. Die so genannte „targeted therapy“ zielt darauf ab, den Tumor medikamentös, durch die Einnahme von Tabletten zu behandeln. In fortgeschrittenen Stadien kommen moderne Techniken wie die radiofrequenzinduzierte Thermotherapie (RFTA, RFA) oder die transarterielle (Chemo-) Embolisation (TAE, TACE) zum Einsatz.

In den westlichen Industriestaaten kommt ein Magenkarzinom auf 100.000 Einwohner gerechnet, etwa 35-40 vor. Bei der Behandlung kommt neben der Operation vor allem eine Chemotherapie zum Einsatz. Ihr Ziel ist sowohl kurativ, also heilend, als auch palliativ, also lindernd. Neue zielgerichtete Therapien sogenannte „targeted therapies“ können unter bestimmten Voraussetzungen mit einer Chemotherapie kombiniert werden. Bei uns werden Magenkarzinome im zertifizierten Onkologischen Zentrum behandelt.

Diese Tumoren stellen eine sehr unterschiedliche Gruppe aus gutartigen und bösartigen Tumoren dar. Sie entwickeln sich aus endokrinen, also hormonproduzierenden Zellen, die für den Verdauungsprozess zuständig sind. Da diese Nervenzellen ähnlich sind, werden sie neuroendokrin genannt. Da sich viele aus dem Drüsengewebe (Epithel) entwickeln, kommen solche Tumoren vor allem im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse vor. Es gibt 1 bis 2 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner im Jahr. Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen. Die multimodale Therapie erfolgt entsprechend dem Ort der Krebsentstehung und dessen Stadium.

Hierbei handelt es sich um einen bösartigen Tumor der Bauchspeicheldrüse. Das Pankreaskarzinom macht insgesamt 2-3 Prozent aller bösartigen Tumoren aus. Die Erkrankungsrate liegt bei 10 Fällen je 100.000 Einwohner pro Jahr. Bauchspeicheldrüsenkarzinome sind zum Zeitpunkt der Diagnose meist sehr fortgeschritten. Operationen allein haben nur in den seltenen frühen Stadien eine kurative, also heilende, Wirkung. Daher kommt der adjuvanten, also unterstützenden, Chemotherapie nach der Operation ein hoher Stellenwert zu. Bei sehr fortgeschrittenen Stadien helfen palliative, also lindernde, Chemotherapien. Bei uns werden Bauchspeicheldrüsenkarzinome im zertifizierten Onkologischen Zentrum behandelt.

Das Speiseröhrenkarzinom ist eine relative seltene Tumorerkrankung. Auf 100.000 Einwohnerkommen etwa 8-10 Fällen pro Jahr. Wir bieten in unserem Klinikum abhängig vom Stadium der Erkrankung multimodale Therapiekonzepte an. Zum Einsatz kommen Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie. Die Entscheidung dazu wird für jeden Patienten im Einzelfall in einer fachübergreifenden Tumorkonferenz getroffen.