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PSA-Wert erhöht: Was steckt dahinter?

Das Prostata-spezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweiß, welches ausschließlich von Zellen der Vorsteherdrüse (Prostata) gebildet wird. Wir erklären Ihnen, was ein erhöhter Wert bedeutet.

Unterhaltung während der Chemotherapie

Was ist ein PSA-Wert?

Der PSA-Wert ist nicht krebsspezifisch, sondern prostataspezifisch. Das heißt, auch andere Veränderungen der Vorsteherdrüse, wie die altersbedingte gutartige Vergrößerung oder Entzündungen der Prostata, führen zu einer PSA-Werterhöhung.

Daher wird bei einem erhöhten PSA-Wert zunächst erstmal eine Kontrollbestimmung nach ein paar Wochen durchgeführt. Die Bestimmung des Verhältnisses von PSA und freiem PSA – einer Unterform des PSA – kann zur Unterscheidung zwischen gut- oder bösartiger Prostataveränderung beitragen.

Was sagt der PSA-Wert aus?

Der PSA-Test funktioniert nicht wie ein Schwangerschaftstest und wird niemals als Ergebnis „Krebs“ oder „kein Krebs“ haben. Einen absoluten Schwellenwert, über dem ein Tumor vorliegt, gibt es nicht. Vielmehr müssen das Alter des Patienten, die Größe der Prostata und die Zeit, in der sich der PSA-Wert verändert, bei der Beurteilung des Wertes berücksichtigt werden.

In Zusammenschau kann nur ein Risiko für das Vorliegen einer bösartigen Erkrankung der Prostata abgeleitet werden.

Wann sollte ein PSA-Test durchgeführt werden?

Dennoch empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Urologie in ihrer Leitlinie zur Früherkennung und Behandlung des Prostatakrebses, dass Patienten mit dem Wunsch zur Prostatakrebsvorsorge eine PSA-Bestimmung empfohlen werden soll. Die Früherkennung mittels Tastuntersuchung ist in diesem Zusammenhang nicht ausreichend.

Was bedeutet ein erhöhter PSA-Wert?

Ist der PSA-Wert tumorverdächtig erhöht, müssen Gewebeproben aus der Prostata entnommen werden. Hierbei werden wenigstens 12 Proben unter rektaler Ultraschallkontrolle – so genannte Stanzbiopsien – entnommen. Nur so kann eine bösartige Veränderung der Zellen diagnostiziert werden. Die Biopsie wird problemlos in der urologischen Praxis durchgeführt und ist für den Patienten nicht schmerzhaft. Auf Wunsch kann auch eine Sedierung erfolgen. Die mikroskopische Beurteilung der entnommenen Proben durch die Pathologin/den Pathologen dauert circa fünf Tage. Das Ergebnis der Biopsie und die weitere Vorgehensweise werden dann in Ruhe und ausführlich mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt besprochen.

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