Therapie intraokulärer Tumore

Ein interdisziplinäres Team aus Augenärzten, Strahlentherapeuten, Medizinphysikern, Onkologen und Pathologen kümmert sich im Helios Klinikum Berlin Buch um Patienten mit einem Aderhautmelanom.

gluehbirne

Schon gewusst:

Das Aderhautmelanom ist der häufigste bösartige Tumor, der direkt im Auge entsteht. Aderhautmelanome sind selten. Statistisch betrifft diese bösartige Krebserkrankung 6-10 Patienten von 100.0000 Menschen pro Jahr.

Der Tumor hat je nach Größe, Lage und Genetik ein unterschiedlich hohes Risiko Metastasen zu verursachen. Über das individuelle Risiko und die beste Therapieoption des Melanoms wird mit dem Patienten beim ersten Termin in der Augenklinik gesprochen.

Therapeutische Optionen

Bei Aderhautmelanomen mit einer Tumordicke von 6,0 mm führen wir die Behandlung mit Rutheniumapplikatoren durch, bei größeren Tumoren kommen weitere Verfahren wie die Intensitätsmodulierte Strahlentherapie oder auch die Stereotaktische Bestrahlung zum Einsatz. Der oberste Grundsatz bei egal welcher Bestrahlungstherapie ist, dass eine sichere Tumorkontrolle gewähreistet sein muss, um Rezidiven und einem damit erhöhten Metastasierungsrisiko vorzubeugen.

In seltenen Fällen kann es sein, dass eine Bestrahlung nicht ausreichend ist und das Auge leider nicht erhalten werden kann. Bei Tumoren, die dicht am Sehnerven liegen, werden wir eine Behandlung durch eine Protonentherapie in die Wege leiten.