Das Herzzentrum Niederrhein macht einen bedeutenden Schritt in der Patientenversorgung: Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Diyar Saeed wurde Anfang Februar im Helios Verbund erstmals eine robotisch assistierte Bypass-Operation durchgeführt.
Die Methode ist besonders schonend und optimiert den Heilungsweg der Patientinnen und Patienten durch weniger Gewebetrauma und reduzierte Schmerzbelastung weiter: Mithilfe des Operationsroboters wird die Brustbeinarterie präzise freigelegt und als Bypass-Gefäß verwendet. Der Eingriff erfolgt ohne Öffnen des Brustkorbs. Ein 85-jähriger Patient ist der erste, der von diesem komplexen Verfahren profitieren konnte. Er hat die Operation gut überstanden und konnte nach einigen Tagen Aufenthalt nach Hause entlassen werden.
Der erfolgreiche Eingriff ist das Ergebnis monatelanger, intensiver Vorbereitung und umfassender Schulungen des gesamten interdisziplinären Teams. „Das Verfahren ist weltweit nur in wenigen spezialisierten Zentren verfügbar“, ordnet der Chefarzt der Herzchirurgie am Herzzentrum Niederrhein die Entwicklung ein: „Wir setzen für unsere Patientinnen und Patienten beständig auf neue, fortschrittliche und besonders schonende Therapieoptionen. Der Einsatz der Robotik in der Herzchirurgie vervollständigt unser breites Spektrum der minimalinvasiven Chirurgie.“
Die Krefelder Klinik zählt mit jährlich mehr als 1.200 Herzoperationen pro Jahr - überwiegend in minimalinvasiver Technik - zu den führenden herzchirurgischen Zentren in Deutschland. Um Patientinnen und Patienten hier konsequent schonende Behandlungswege anzubieten, baut die Krefelder Herzchirurgie ihr Leistungsspektrum kontinuierlich aus. „Die Einführung robotisch assistierter Bypass-Eingriffe markiert einen weiteren Meilenstein in der Herzmedizin in Krefeld. Mein besonderer Dank gilt dem gesamten Team, das diesen Fortschritt durch Engagement, Training und Zusammenarbeit ermöglicht“, unterstreicht Klinikgeschäftsführer Birger Meßthaler.
Am Helios Klinikum Krefeld wird die robotisch assistierte Operationstechnik bereits in der Viszeralchirurgie, Urologie, Gynäkologie und der Thoraxchirurgie eingesetzt. Sie ermöglicht es erfahrenen Operateuren, sehr komplexe Eingriffe und Krebsoperationen, bei denen bislang noch ein offenes Operieren notwendig war, in Schlüssellochtechnik durchzuführen. Gleichzeitig können bereits minimalinvasive Verfahren noch schonender und präziser umgesetzt werden.