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Smarter Helfer sorgt für mehr Sicherheit und spürbare Entlastung

Smarter Helfer sorgt für mehr Sicherheit und spürbare Entlastung

Krefeld

Die sinnvolle Nutzung elektronischer Daten sorgt für mehr Sicherheit in der Behandlung. Passend dazu hat die Krankenhausapotheke am Helios Klinikum Krefeld mit Unit-Dose ein innovatives System in Betrieb genommen, das die Sicherheit in der Arzneimitteltherapie weiter erhöht und die Pflege dabei spürbar entlastet.

Pflegekräfte haben viele verantwortungsvolle Aufgaben. Eine davon ist das patientenindividuelle Zusammenstellen ärztlich verordneter Arzneimittel: Der zeitliche Aufwand dafür ist hoch. Gleichzeitig zeigen wissenschaftliche Erhebungen, dass Fehler wie falsche oder fehlende Medikamente dabei trotz etablierter Kontrollmechanismen wie dem Vier-Augen-Prinzip und eingeübter Nachkontrollen, immer wieder den Patienten erreichen. Das Helios Klinikum Krefeld geht mit dem Unit-Dose-System hier einen neuen Weg. Hinter dem Anglizismus verbirgt sich ein Dispensierautomat, der Tabletten aus den Originalverpackungen für jeden Patienten individuell in kleine Tütchen, sogenannte Blister, füllt. Durch diese maschinelle, patientenindividuelle Verblisterung in der Apotheke lässt sich ein deutlich höheres Maß an Arzneimitteltherapiesicherheit und eine Arbeitsentlastung in der Pflege erreichen.

Unit-Dose Versorgung

Der Dispensierautomat (Unit-Dose) verarbeitet die in der  elektronischen Patientenakte hinterlegten, ärztlichen Verordnungen in Packaufträge. Die meisten festen, oralen Arzneiformen wie Tabletten und Kapseln können so mit einer Maximalgeschwindigkeit von etwa 50 Blistern pro Minute verpackt werden - rund 10.000 Arzneimittel pro Tag. Auf die Einzelverpackungen (Blister) werden jeweils der Patientenname, Art- und Stärke des Arzneimittels, Einnahmezeitpunkt und gegebenenfalls weitere Informationen aufgedruckt. Im Anschluss durchlaufen die produzierten Arzneimittel-Tütchen zusätzlich noch ein optisches Kontrollgerät, das die Anzahl, Größe und Farbe der Tabletten noch einmal überprüft und die Bilder elektronisch speichert. Vor Verpackung wird die Medikation von den Apothekern unter anderem im Hinblick auf ungewollte Wechselwirkungen überwacht. „So kann eine praktisch fehlerfreie Umsetzung der notwendigen Medikation sichergestellt werden“, erläutert Cyril Grether, Projektleiter für die Einführung des Unit-Dose Systems in der Krefelder Zentralapotheke.

Entlastung für die Pflege

„Die Bereitstellung der Routinemedikation durch die Apotheke ist eine echte Entlastung, die uns mehr Zeit lässt für das Wesentliche – den Dienst am Menschen“, erklärt Melanie Schubert, Krankenschwester der gefäßmedizinischen Station, wo das neue Verfahren als erstes eingeführt wurde. „Durch das neue System erhalten wir heute bereits geprüfte Medikamente direkt auf die Station. Aufgrund des Aufdrucks auf den Blistern können wir trotzdem jederzeit nachvollziehen und dem Patienten erklären, welche Tabletten enthalten sind. Wir verteilen die Blister zu jeder Mahlzeit und helfen bedarfsweise beim Öffnen und einnehmen.“ Für Spätaufnahmen, Nachverordnungen, Akut- und Bedarfsmedikationen sowie für alle nicht verblisterbaren Arzneimittel halten die Stationen natürlich auch weiterhin Arzneimittel vor, die auf klassischem Wege bestellt werden.

Pressekontakt:
Helios Klinikum Krefeld
Unternehmenskommunikation
Marina Dorsch
Telefon: (02151) 32-1433
E-Mail: marina.dorsch@helios-gesundheit.de