100. PAE: Patienten und Ärzte profitieren von Krefelder Kompetenz

100. PAE: Patienten und Ärzte profitieren von Krefelder Kompetenz

Krefeld

Die Prostataarterien-Embolisation, kurz PAE, ist eine neue interventionelle Therapiemöglichkeit bei gutartiger Prostatavergrößerung. Am Helios Klinikum Krefeld wurde mittels dieser Methode kürzlich der 100. Patient behandelt.

Das Prostatazentrum vor Ort zählt bundesweit zu den führenden Einrichtungen, von denen es mit vergleichbarer Erfahrung nur sehr wenige gibt. Ihre Kenntnisse geben Prof. Marcus Katoh und Dr. Peter Schott gerne auch an Kolleginnen und Kollegen anderer Krankenhäuser weiter, die, um das Verfahren zu erlernen, aus ganz Deutschland an den Niederrhein kommen.

Die behandelnden Radiologen erstellen angiographisch zur Eingriffsplanung zunächst ein dreidimensionales Bild der selbst kleinsten Verästelungen der Blutbahnen. Diese gestochen scharfen 3-D-Aufnahmen ermöglichen es den interventionell tätigen Ärzten, mit hoher Präzision in die filigranen Prostataarterien vorzudringen.

„Über einen winzigen Leistenzugang führen wir unter Röntgenkontrolle einen Mikrokatheter in die Gefäße zu den Beckenorganen ein. Von dort aus gelangen wir in die fein verästelten Arterien, die die Prostata mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen“, erklärt Chefarzt Prof. Katoh.

Über diesen Transportweg schwemmen sie spezielle Mikrokügelchen ein, bis der Blutfluss zum Stehen kommt. Infolge der so herbeigeführten Unterversorgung stirbt Drüsengewebe ab. Die Prostata schrumpft und der Druck auf die Harnröhre lässt sukzessive nach.

Mehr Informationen zur PAE finden Sie hier