Einstieg über FSJ: Vom Freiwilligen Sozialen Jahr zur Pflegeschule

Einstieg über FSJ: Vom Freiwilligen Sozialen Jahr zur Pflegeschule

Berlin

Kurz vor dem Abschluss ist vielen Schüler:innen noch nicht klar, in welche Richtung sie gehen möchten, welchen Beruf sie erlernen möchten oder welches Studium zu ihnen passen könnte. Marleen, Laura, Melissa und Mirjiam entschieden sich 2019 für ein Freiwilliges Soziales Jahr an der Helios Klinik Erlenbach - und fanden ihre Berufung.

Kurz vor dem Abschluss ist vielen Schülerinnen und Schülern noch nicht klar, in welche Richtung sie gehen möchten. Ausbildung, Studium oder dual: Die Auswahl macht es nicht leicht, den Beruf fürs Leben zu finden. Für viele schafft ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) Gewissheit – auch Marleen Ritter, Laura Martens, Melissa Zarkow und Mirjiam Axmann entschieden sich 2019 für das FSJ an der Helios Klinik Erlenbach. Und es war nicht nur ein Abenteuer – es war eine Lebenserfahrung. Im Freiwilligendienst haben sie kleinere, aber trotzdem wichtige pflegerische Tätigkeiten übernommen. Inzwischen befinden sie sich im ersten Lehrjahr der Ausbildung zur Pflegefachkraft und sind überzeugt.

Das FSJ hat uns immens viel Erfahrung gebracht! Man kennt die Abläufe und das Haus und man weiß, was von einem erwartet wird. Manche gehen im Stress unter – wir nicht.

Das Freiwillige Soziale Jahr ist ein Freiwilligendienst für junge Erwachsene, die in einer sozialen Einrichtung arbeiten möchten. Anfangs hatten die Azubis keine großen Erwartungen an das FSJ: „Nach der Schulzeit wollte ich erst mal etwas Ruhe vom Lernen haben.“ Doch schnell war klar, dass es nicht beim Freiwilligendienst bleiben soll: „Wenn es Spaß macht, wieso sollte man aufhören?“, betont Laura. Als FSJlerinnen arbeiteten sie auf einer festen Station und unterstützten die examinierten Pflegekräfte bei der Versorgung der Patientinnen und Patienten, wie etwa bei der Körperpflege oder beim Messen von Temperatur, Blutdruck und Puls.

Heute erleben sie als Azubis das gesamte Arbeitsspektrum in der Helios Klinik Erlenbach und setzen gelerntes theoretisches Pflegewissen in die Praxis um. Aber was hat die Lehrlinge überhaupt dazu inspiriert, im Gesundheitswesen zu arbeiten? Die Antworten sind unterschiedlich: Sie reichen von Familienmitgliedern, die in der Pflege arbeiten, bis hin zu Ärztesendungen, die den ein oder anderen Traum vom bewegendem Berufsalltag im Krankenhaus erzeugten.

Doch ein Traum mag täuschen – der Klinikalltag ist nichts für schwache Nerven. Reanimationen, Notfalloperationen und verstorbene Patientinnen und Patienten sind Teil dieser Arbeit. Trotzdem hält das die vier Azubis nicht davon ab, den Pflegeberuf zu lieben: „Es ist schön, wenn man nach Hause kommt und weiß,
man hat etwas Gutes getan“, erzählt Laura. Für sie ist die Helios Klinik Erlenbach wie eine große Familie. Das Haus kennt sie, seit sie klein war, denn ihre Mutter arbeitet ebenfalls dort.

Man hilft den Menschen und bekommt im Gegenzug Dankbarkeit und Wertschätzung. So was ist einfach unersetzbar.

Melissa Zarkow