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Der Pflegeberuf in Deutschland

Der deutsche Gesundheitssektor bietet ausländischen Pflegefachkräften sehr gute Chancen: einen krisensicheren Beruf mit Herz und Leidenschaft und darüber hinaus auch mit vielen Karriere-Möglichkeiten.

Die wichtigsten Infos rund um diesen Beruf
Wie sieht der Arbeitsmarkt für Pflegefachkräfte in Deutschland aus?

Die Zahl der Pflegebedürftigen wird auch künftig weiter zunehmen

 

"Laut der zweijährlich aktualisierten Pflegestatistik belief sich die Zahl der Pflegebedürftigen 2017 deutschlandweit auf rund 3,4 Millionen Menschen, das waren 70% mehr als zu Beginn des Jahrtausends. Auch für die Zukunft prognostiziert das Statistische Bundesamt eine weitere Zunahme von Pflegebedürftigkeit: bis zum Jahr 2060 erwarten die Experten einen Anstieg auf deutschlandweit rund 4,53 Millionen pflegebedürftige Menschen.“

Was sind geschützte Berufe?

Alle Berufe im Gesundheitswesen sind in Deutschland reglementiert und dadurch „geschützt“. Man sagt zu den geschützten Berufen auch reglementierte oder geregelte Berufe. Diese Begriffe geschützt, reglementiert und geregelt bedeuten das Gleiche.

 

Damit Sie die Berufsbezeichnung als „Pflegefachmann/Pflegefachfrau“ in Deutschland tragen dürfen, muss der im Ausland erworbene Berufsabschluss in Deutschland anerkannt werden.

Anerkennungsfinder

 

Der „Anerkennungsfinder des Bundesministeriums“ gibt einen Überblick über die geschützten Berufe. Hier finden Sie auch mehr Informationen zu dem Thema berufliche Anerkennung und den notwendigen Nachweisen.

Arbeiten als Pflegefachkraft: Was gehört dazu?

  • Unterstützung bei der Grundpflege, Mobilisation unter Anwendung von pflegetherapeutischen Konzepten wie Kinästhetik, basale Stimulation und Bothatkonzept
  • Durchführung aller grund- und behandlungspflegerischen Tätigkeiten
  • Medikamentenausgabe
  • Dokumentationen
  • Begleiten des Arztes bei der Visite
  • Selbständiges Durchführen einer Pflegevisite
  • Wundversorgung
  • Begleiten der Patienten beim Wiedererlernen der Alltagskompetenzen (im Anschluss z.B. an eine orthopädische OP)

  • Assistenz bei Diagnostik, Therapie (z.B. Endoskopie, OP) 
  • Intensivtherapeutische Pflege
  • Betreuung in den Fachbereichen z.B. Neonatologie und Pädiatrie
  • Anästhesiepflege

Pflege in Deutschland ist hauptsächlich ein Ausbildungsberuf – in vielen anderen Ländern ist es eine akademische Ausbildung.

In vielen Ländern ist die Pflegeausbildung ein Studium an einer Hochschule und dauert bis zu 5 Jahre. Die Ausbildung ist oft akademisch und endet in manchen Ländern mit einem Bachelor-Abschluss. In Deutschland dagegen ist der Pflegeberuf ein Ausbildungsberuf. Bei uns ist die Pflege weniger medizinisch. Die Ausbildung findet nah an der Praxis statt, meist im Wechsel zwischen Schule und Einsatz auf Station.

 

Eine in Deutschland tätige Pflegefachkraft hat häufig auch andere Aufgaben als in ihrem Herkunftsland. In Deutschland zählen beispielsweise die Prophylaxen zur Krankheitsverhinderung zu den täglichen Aufgaben einer Pflegefachkraft. Um eventuelle Enttäuschungen zu vermeiden, informieren Sie sich daher vorher genau über eventuelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei den Tätigkeiten zwischen Ihrem Heimatland und Deutschland.

Sie sind neu in Deutschland und möchten sich weiterbilden? In der Pflege gibt es vielfältige Möglichkeiten, in einem Fachbereich Ihrer Wahl, z.B. der Intensivpflege, Palliativ Care, oder auch ein Pflegemanagement-Studium, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Sie können sich jederzeit an allgemeine Beratungsstellen wenden, wie zum Beispiel:

Ein Berufsverband ist eine Gemeinschaft, die ihren Mitgliedern hilft, gemeinsame Ziele oder Interessen umzusetzen. Meistens bezahlt man als Mitglied eine Gebühr und erhält dann bestimmte Leistungen, z.B. Rechtsberatung.

 

Für die Pflegeberufe sind in Deutschland diese Verbände die wichtigsten:

 

  1. der Deutsche Pflegerat e.V.
  2. der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe
  3. der Deutsche Pflegeverband, kurz DPV

 

Zusätzlich gibt es die Gewerkschaften. Eine Gewerkschaft setzt sich zum Beispiel für bessere Arbeitsbedingungen oder auch höhere Löhne ihrer Mitglieder ein.

 

Es gibt Verdi und den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Was bedeutet das für Sie? Bei den Helios-Kliniken gibt es einen Betriebsrat. Ein Betriebsrat besteht aus mehreren Klinik-Mitarbeitenden und vertritt Ihre Interessen gegenüber Ihrer Leitung oder der Geschäftsführung. Bei Fragen zu den Berufsverbänden, zu Gewerkschaften oder aber auch bei konkreten arbeitsrechtlichen Problemen können Sie sich daher immer zuerst an Ihre:n Vorgesetzte:n und auch an Ihren örtlichen Betriebsrat wenden. Er arbeitet stets für Sie und handelt in Ihrem Interesse!

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