Ablauf des dualen Studiums

Was ist ein duales Studium?

Die ersten Fragen, die sich Interessenten eines dualen Studiums zu Beginn stellen, sind wahrscheinlich die Fragen "Was ist ein duales Studium?" und "Wie ist der Ablauf eines dualen Studiums?". Die Antworten hängen stark von Ihrem Studiengangswunsch ab, aber nichtsdestotrotz gibt es generelle Informationen, die für alle dualen Studiengänge gelten.

Was man über ein duales Studium wissen sollte...

  1. Theorie & Praxis

    Der Grundbestandteil eines dualen Studiums ist die Verknüpfung von praktischer Arbeit in einem Unternehmen und theoretischen Vorlesungen an einer Hochschule oder Berufsakademie. Diese beiden Einsatzgebiete (Praxis und Theorie) wechseln sich in einem meist regelmäßigen Rhythmus miteinander ab.

  2. Studienmodelle

    Ausbildungsintegrierendes duales Studium

    Das ausbildungsintegrierende duale Studium ist wahrscheinlich das bekannteste Studienmodell bei der jüngeren Generation. Parallel zum Bachelorstudium absolviert man gleichzeitig eine Ausbildung. Somit wird die Ausbildung in die Studienzeit integriert. Ein gutes Beispiel für diese Art von Studium ist das duale Pflege-Studium oder das Studium im Hebammenwesen.

    Berufsintegrierendes duales Studium

    Die Variante richtet sich an jene, die bereits eine feste Stelle haben und sich nun über ein Studium weiterbilden wollen. Bei einem berufsintegrierenden dualen Studium reduziert man die Arbeitsstundenzahl in Abstimmung mit dem Unternehmen und studiert in den entstandenen Freiräumen. Voraussetzung ist also die Unterstützung des Arbeitgebers!

    Berufsbegleitendes / praxisbegleitendes duales Studium

    Dieses Studienmodell ist ähnlich wie ein ganz normales berufsbegleitendes Studium aufgebaut, da es in den meisten Fällen parallel zu einer beruflichen Vollzeittätigkeit absolviert wird. Der Unterschied zu dem "normalen" berufsbegleitenden Studium ist, dass auch hier der Arbeitgeber offen mit einbezogen wird und den dualen Studierenden zum Beispiel durch die Freistellung von der Arbeit für Präsenzphasen oder durch weitere Förderungen unterstützt. Grundsätzlich studiert man hierbei aber zusätzlich zu einer normalen (zum Beispiel) 40-Stunden-Woche noch im Abendstudium oder als Fernstudium.

  3. Zeitmodelle des Studiums

    Blockmodell

    Beim Blockmodell sind die Zeiten, die du abwechselnd im Unternehmen und an der Hochschule / Berufsakademie verbringst, in längere Blöcke eingeteilt (meist 3 Monate).

    Wochenmodell

    Bei diesem System wechseln sich Praxis- und Vorlesungszeiten in der Woche ab. Oftmals verbringt man als dualer Student drei Tage im Unternehmen und zwei Tage in der Hochschule bzw. Berufsakademie.

    Fernstudium oder berufsbegleitendes Präsenzstudium  

    Beim berufsbegleitenden und berufsintegrierenden dualen Studium absolviert man das duale Studium parallel zur Berufstätigkeit und nicht im Wechsel.

    Ein Fernstudium setzt auf das sogenannte Selbststudium. Du erhältst die Lernunterlagen per Post und/oder über einen Login-Bereich der Hochschule und lernst in Eigenregie mit Hilfe des Lernmaterials. In der Regel gibt es ein paar wenige Präsenztage, zum Beispiel wenn Prüfungen anstehen.

  4. Vorteile eines dualen Studiums

    • hoher Praxisbezug von Beginn an
    • finanzielle Unabhängigkeit durch eigenes Gehalt
    • sehr gute Übernahmevoraussetzungen bei Unternehmen
    • sofern Sie schon im Berufsleben sind, werden Sie nicht unnötig aus dem Arbeitsleben herausgerissen
    • meist bessere Studienbedingungen durch kleinere Gruppengröße und intensivere Betreuung von Dozenten & Professoren
    • als Studierender eines ausbildungsintegrierenden Studiums haben Sie 2 Abschlüsse statt "nur" einem in der Tasche