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Zwischen Forecast und Führungsanspruch: Daria über ihr Traineeprogramm Controlling und Finanzen bei Helios

Nach ihrem Studium im Gesundheitsmanagement hat sich Daria bewusst für den Berufseinstieg im Finanzwesen einer Klinik entschieden. Im Interview erzählt sie, was ihre sechswöchige Hospitation im Klinikum Berlin-Buch für sie verändert hat, welches Seminar sie bislang am meisten geprägt hat und welchen Rat sie zukünftigen Trainees mitgibt.

11.08.2026 Lesedauer: - Min.
Trainee Daria

Daria ist 23 Jahre alt und hat Gesundheitsmanagement studiert. Bereits während eines Praktikums lernte sie das Helios Klinikum in ihrer Heimatstadt kennen, seit Oktober 2025 ist sie nun Trainee im Programm Controlling und Finanzen bei Helios. Im Interview spricht sie über ihren Arbeitsalltag im Controlling und Finanzwesen und darüber, was für eine Führungskraft sie einmal sein möchte.

Warum hast du dich für ein Traineeprogramm bei Helios entschieden?

Nach meinem Studium war es mir wichtig, in einer Position zu starten, die mir sowohl einen guten Einstieg ins Berufsleben ermöglicht als auch die Chance bietet, mich fachlich und persönlich schnell weiterzuentwickeln. Das Traineeprogramm bei Helios hat mich genau deshalb überzeugt. Die unterschiedlichen Stationen, die enge Begleitung und die gezielten Entwicklungsangebote ermöglichen es mir, verschiedene Bereiche im Controlling und Finanzwesen kennenzulernen und mich gleichzeitig Schritt für Schritt auf zukünftige Aufgaben vorzubereiten. Für mich ist das die ideale Kombination aus Lernen, Verantwortung übernehmen und persönlicher Weiterentwicklung.

Ein weiterer Grund für meine Entscheidung war mein persönlicher Bezug zu Helios. Da das Krankenhaus in meiner Heimatstadt ein Helios Klinikum ist und ich dort bereits ein Praktikum absolvieren durfte, hatte ich schon früh Berührungspunkte mit dem Unternehmen. Durch mein Studium im Gesundheitsmanagement war für mich außerdem klar, dass ich gerne in der Gesundheitsbranche arbeiten möchte. Die Möglichkeit, meine Interessen für das Gesundheitswesen mit meinem Einstieg im Finanzwesen zu verbinden, hat Helios für mich besonders attraktiv gemacht.

Wie sieht dein Arbeitsalltag als Trainee aus?

Mein Arbeitsalltag als Trainee ist sehr abwechslungsreich. Ich unterstütze meine Kolleginnen und Kollegen im Tagesgeschäft, bearbeite eigene Themen und lerne dabei immer wieder neue Bereiche und Zusammenhänge kennen. Dazu gehören beispielsweise die Teilnahme an Besprechungen und Abstimmungen, die Durchführung von Analysen sowie der Austausch mit unterschiedlichen Fachbereichen. Außerdem übernehme ich teilweise eigene kleinere Projekte und kann dadurch zunehmend selbstständig arbeiten.

Natürlich gibt es Phasen, in denen mehr Aufgaben anfallen und die Arbeitsbelastung höher ist, sowie ruhigere Zeiten. Grundsätzlich ist unser Arbeitsbereich aber stark durch feste Deadlines und Vorgaben geprägt, sodass viele Prozesse gut planbar sind. Besonders während der Monats-, Quartals- oder Jahresabschlüsse sowie im Rahmen der Wirtschaftsplanung und des Forecastings gibt es klare Zeitpläne und feste Abläufe.

Trotz dieser wiederkehrenden Prozesse gibt es immer wieder neue Fragestellungen und Herausforderungen, durch die ich jeden Tag dazulerne. Auch bei Themen, die zunächst nach Routine aussehen, gibt es für mich immer wieder kleine Aha-Momente, bei denen ich neue Zusammenhänge verstehe. Ich versuche, aus jeder Erfahrung möglichst viel mitzunehmen und von der Expertise meiner Kolleginnen und Kollegen zu lernen. Es wird auf jeden Fall nie langweilig!

Gibt es Seminare oder Projekte, die dich besonders geprägt haben?

Ja, die gibt es. Das ist auch ein Grund, warum ich sehr froh bin, Teil dieses Programms zu sein. Uns stehen viele verschiedene Schulungsangebote zur Verfügung, die uns nicht nur fachlich weiterentwickeln, sondern auch persönliche Kompetenzen fördern und uns auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten.

Besonders geprägt hat mich ein Kommunikationsseminar, an dem ich vor Kurzem teilnehmen durfte. Dabei ging es unter anderem um gewaltfreie Kommunikation, den Umgang mit Kritik sowie darum, wie man konstruktives Feedback gibt und annimmt. Gerade der Austausch mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und der bewusste Umgang miteinander sind Themen, die im Arbeitsalltag eine große Rolle spielen. Für mich war besonders interessant zu sehen, wie viel Einfluss die eigene Kommunikation auf Zusammenarbeit und Beziehungen im beruflichen Umfeld hat. Besonders mit Blick auf eine spätere Führungsrolle ist gute Kommunikation eine wichtige Kernkompetenz. Ich finde es sehr bereichernd, diese Themen bereits frühzeitig zu reflektieren und das Gelernte direkt im Arbeitsalltag anzuwenden.

Was sind deine bisherigen Highlights des Programms?

Eines meiner bisherigen Highlights war meine sechswöchige Hospitation im Klinikum Berlin-Buch. In dieser Zeit durfte ich viele unterschiedliche Bereiche kennenlernen, angefangen beim Empfang über verschiedene Stationen, die Notaufnahme und Ambulanzen bis hin zu Therapiebereichen, der Apotheke sowie der Cafeteria, Logistik und Reinigung. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, bei einigen Operationen dabei zu sein. In diesen sechs Wochen habe ich unglaublich viel über den Krankenhausalltag, die verschiedenen Abläufe und das Zusammenspiel der unterschiedlichen Bereiche gelernt. Diese Erfahrung bekommt man nicht alle Tage und sie hat mir geholfen, viele Dinge besser zu verstehen, die ich in meinem eigenen Arbeitsalltag nicht direkt sehe.

Ein weiteres Highlight sind für mich die beiden Veranstaltungen im Jahr, bei denen alle Trainees zusammenkommen. Dort haben wir die Möglichkeit, uns auszutauschen, voneinander zu lernen und Erfahrungen miteinander zu teilen. Eine dieser Veranstaltungen ist das jährliche Traineecamp, an dem ich bald zum ersten Mal teilnehmen werde. Darauf freue ich mich schon sehr.

Was für eine Führungskraft möchtest du sein?

Ich möchte eine Führungspersönlichkeit werden, die mit gutem Beispiel vorangeht und durch ihr eigenes Verhalten Orientierung gibt. Besonders wichtig sind mir dabei eine offene und ehrliche Kommunikation sowie regelmäßiges, konstruktives Feedback. Ich finde, ein gutes Arbeitsumfeld entsteht vor allem dann, wenn Menschen das Gefühl haben, ihre Meinung einbringen zu können und mit ihren Anliegen ernst genommen werden. Gerade in schwierigen Phasen spielt für mich der kollegiale Zusammenhalt eine wichtige Rolle. Ich möchte mein Team unterstützen, Vertrauen aufbauen und dazu beitragen, dass sich jeder wertgeschätzt fühlt.

Gleichzeitig ist mir bewusst, dass diese Ansprüche an gute Führung nicht immer einfach umzusetzen sind. Unterschiedliche Situationen und Herausforderungen machen Führung zu einer stetigen Lernaufgabe. Für mich bedeutet gute Führung deshalb auch, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und das eigene Handeln zu reflektieren.

Was würdest du zukünftigen Trainees mit auf den Weg geben?

Mein wichtigster Tipp ist, offen auf Menschen zuzugehen und sich nicht davor zu scheuen, Fragen zu stellen. Gerade am Anfang ist es ganz normal, dass man viele neue Themen kennenlernt und nicht sofort alles wissen kann. Niemand erwartet, dass man von Anfang an alles beherrscht. Viel wichtiger ist es, neugierig zu bleiben, aktiv nachzufragen und sich Unterstützung zu holen, wenn man sie braucht.

Außerdem empfehle ich, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und die Zeit an den einzelnen Stationen bestmöglich zu nutzen. Geht offen auf Menschen zu, baut euch ein Netzwerk auf und versucht, so viel Wissen und Erfahrungen wie möglich mitzunehmen. Gleichzeitig finde ich es wichtig, sich realistische Ziele zu setzen und sich selbst die Zeit zu geben, in die neue Rolle hineinzuwachsen.