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„Ich wollte einen Beruf mit Sinn und Verantwortung“: Maximilian über seinen Quereinstieg in die Pflegeausbildung

Nach mehreren Jahren in der Gastronomie hat sich Maximilian, 21 Jahre alt, für einen kompletten Neuanfang entschieden: Die Ausbildung zum Pflegefachmann bei Helios. Im Interview erzählt er, was ihn zu diesem Schritt bewogen hat, welche Rolle seine Oma als OP-Krankenschwester bei seiner Entscheidung gespielt hat und worauf er sich in der Ausbildung besonders freut.

10.09.2026 Lesedauer: - Min.
Auszubildender Maximilian

Maximilian hat mit 16 Jahren seinen erweiterten Realschulabschluss gemacht und anschließend eine Ausbildung zum Hotelfachmann absolviert. Danach hat er zwei Jahre in Vollzeit als Stationskellner beziehungsweise Chef de Rang in einem Restaurant gearbeitet. Im Februar 2026 hat er sich für die Ausbildung zum Pflegefachmann in der Helios Klinik Herzberg / Osterode beworben. Im Interview erzählt er von seinem Weg aus der Gastronomie in die Pflege.

Was hat dir an der Arbeit in der Gastronomie besonders gefallen?

Besonders geschätzt habe ich den direkten Kontakt zu den Gästen und die Betreuung von Stammgästen. Die Kommunikation mit unterschiedlichsten Menschen hat mir viel Freude bereitet, genauso wie die Verantwortung für einen reibungslosen Service. Ich habe gerne in einem dynamischen und anspruchsvollen Umfeld gearbeitet.

Warum hast du dich trotzdem für einen Berufswechsel entschieden?

Bereits 2025 habe ich angefangen, über eine berufliche Veränderung nachzudenken. Ich habe im Laufe der Zeit einfach gemerkt, dass die Gastronomie langfristig nicht der passende Beruf für mich ist. Zu dem Zeitpunkt war ich mir noch unsicher, ob ich wirklich noch einmal eine vollständige Ausbildung beginnen möchte. Ich habe viele Gespräche über meine berufliche Zukunft mit meinen Eltern, meinen Großeltern und mit Freunden geführt. Mit der Zeit wurde der Wunsch nach einer Tätigkeit mit Sinn und einer langfristigen Perspektive immer stärker. Zudem waren mir auch eine gute Ausbildungsvergütung, mehr Urlaub, geregelte Arbeitsbedingungen und eine größere langfristige Sicherheit wichtig.

Was hat dich schließlich zur Pflege geführt?

Ich habe eine sehr enge Bindung zu meinen Großeltern. Meine Oma arbeitet ebenfalls bei Helios, als OP-Krankenschwester, und wir haben uns immer wieder über Operationen, medizinische Abläufe und ihre Aufgaben im OP ausgetauscht. Durch diese Gespräche ist mein Interesse an medizinischen und pflegerischen Themen immer größer geworden. Anfang 2026 wurde der Wunsch nach einem beruflichen Neustart dann konkret und im Februar 2026 habe ich mich für die Ausbildung zum Pflegefachmann mit Beginn im August beworben. Für mich war das eine bewusste Entscheidung für einen Beruf mit Sinn, mit Verantwortung, mit Zukunftsperspektive, mit engem Kontakt zu Menschen und mit vielseitigen Entwicklungsmöglichkeiten.

Helios Klinik Herzberg/Osterode

Auszubildender zum Pflegefachmann

Mir ist wichtig, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu begleiten und Teil eines Teams zu sein, das Menschen hilft. Auch dass die Pflege ein krisensicherer Beruf mit langfristigen Perspektiven ist, hat bei meiner Entscheidung eine Rolle gespielt, genau wie die Empfehlung meiner Oma.

Welche Ziele hast du dir für die neue Ausbildung gesetzt?

Mein erstes Ziel ist der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung zum Pflegefachmann und das Bestehen des Pflegeexamens. Danach kann ich mir eine Spezialisierung beziehungsweise Weiterbildung im Bereich OP-Pflege gut vorstellen. Auch eine spätere Tätigkeit in der Notaufnahme interessiert mich sehr. Besonders reizvoll finde ich verantwortungsvolle Situationen, schnelles und konzentriertes Arbeiten, Arbeiten unter Druck, abwechslungsreiche Arbeitsabläufe, Teamarbeit und Situationen, in denen schnelles Handeln gefragt ist.

Was möchtest du während deiner Ausbildung unbedingt erleben?

Ich würde sehr gerne während eines Praxiseinsatzes gemeinsam mit meiner Oma im OP arbeiten. Das hätte für mich eine besondere Bedeutung, weil sie danach in den Ruhestand geht. Ich würde gerne von ihrer langjährigen Erfahrung profitieren und von ihr praktische Handgriffe, Arbeitsabläufe und den ein oder anderen Kniff lernen.

Wie blickst du auf deinen Wechsel aus der Gastronomie in die Pflege?

Ich sehe den Wechsel nicht als kompletten Neuanfang bei null. Viele Fähigkeiten aus meiner bisherigen Berufserfahrung kann ich in die Pflege übertragen, insbesondere Menschenkenntnis, Kommunikation, Belastbarkeit, Organisation, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit. Ich freue mich sehr auf die Ausbildung und auf die Herausforderungen, die vor mir liegen. Langfristig möchte ich einen Bereich der Pflege finden, der zu meinen Stärken und Interessen passt.