5 Schritte zum Gelenkersatz
Sie haben die Möglichkeit, telefonisch oder digital über unser Patientenportal einen Sprechstunden-Termin in einer Klinik in Ihrer Nähe zu vereinbaren. Bringen Sie zum Termin auf jeden Fall alle bisherigen Untersuchungsergebnisse mit, sofern Ihnen diese vorliegen.
Zunächst müssen wir mittels bildgebender Verfahren klar erkennen, dass die geschilderte Problematik durch eine Schädigung des Kniegelenks ausgelöst wird. Andere Ursachen müssen wir bei Bedarf ausschließen. Einen künstlichen Gelenkersatz ziehen wir in Betracht, wenn die konservative Behandlung mit Bewegungs- und Physiotherapie sowie Medikamenten ausgeschöpft ist. Entscheidend sind zudem der Leidensdruck und die Einschränkung der Patient:innen im Alltag.
Wir prüfen deshalb nicht nur Ihre körperlichen Voraussetzungen, sondern beschäftigen uns auch intensiv mit Ihrem persönlichen Empfinden.
Die passende Prothese wird gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt ausgewählt und anhand eines digitalen Röntgenbildes individuell geplant. Dabei berücksichtigen wir Alter, Knochenfestigkeit und die jeweilige Gelenksituation. Wir verwenden ausschließlich moderne, langlebige Implantate.
- Teilprothese (Schlittenprothese): Ersetzt nur den geschädigten Gelenkanteil, sofern ein gesunder Gelenkbereich vorhanden ist. Dadurch bleibt das natürliche Bewegungsgefühl weitgehend erhalten.
- Ungekoppelte Oberflächenersatzprothese: Geeignet bei stabilen Bändern und Muskeln ohne starke Fehlstellungen. Die beschädigten Knorpeloberflächen werden ersetzt und die Prothese zementiert oder zementfrei eingesetzt.
- Gekoppelte Knieendoprothese: Kommt bei starken Gelenkschäden zum Einsatz. Die Ober- und Unterschenkelkomponenten sind mechanisch verbunden und sorgen dadurch für zusätzliche Stabilität.
Der Eingriff wird von spezialisierten Orthopäden durchgeführt und erfolgt möglichst muskelschonend und minimalinvasiv. Gemeinsam mit den Narkoseärzten wird bereits während der Operation eine moderne Schmerztherapie eingeleitet. In vielen unserer Kliniken sind auf Wunsch auch roboterassistierte Operationen möglich.
Welche Risiken gibt es?
Wie jeder Eingriff birgt auch eine Knieendoprothese gewisse Risiken. Komplikationen sind insgesamt selten. Möglich sind unter anderem:
- Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen
- Nachblutungen
- Thrombosen
- Fehlstellungen oder Instabilitäten
- Vernarbungen im Gelenk (Arthrofibrose)
- Lockerung der Prothese im Laufe der Jahre
- Wundinfektionen
- Zementembolie
In der Regel können Sie das operierte Bein direkt nach der Operation belasten. Unter Anleitung der Physiotherapeut lernen Sie, mit dem neuen Kniegelenk zu gehen. Nach etwa acht Tagen stationärem Aufenthalt folgt eine rund dreiwöchige Reha, bei deren Organisation meist der Sozialdienst unterstützt.
Nachsorge
Zur Kontrolle erfolgen in der Regel zwei Nachuntersuchungen inklusive Röntgen – nach drei Monaten und einem Jahr.
Wie gestaltet sich mein Leben nach dem Eingriff?
Im Alltag und beim Sport bestehen meist nur geringe Einschränkungen. Bis das Knie vollständig beschwerdefrei funktioniert, können jedoch bis zu zwei Jahre vergehen. Regelmäßiges Training stärkt Bein, Rumpf und Becken. Geeignet sind beispielsweise Spaziergänge, Radfahren, Schwimmen, Tanzen und leichte Gymnastik. Belastende Sportarten wie Joggen oder Tennis sollten vorher ärztlich abgeklärt werden.
Moderne Knieendoprothesen halten meist deutlich länger als 15 Jahre, sodass Wechseloperationen selten notwendig sind.
- 1. Erstkontakt
- 2. Entscheidung
- 3. Wahl der Methode
- 4. Operation & Risiken
- 5. Nach der Operation
Schritt 1
Erstkontakt über die Sprechstunde in einer nahegelegenen Einrichtung
Sie haben die Möglichkeit, telefonisch oder digital über unser Patientenportal einen Sprechstunden-Termin in einer Klinik in Ihrer Nähe zu vereinbaren. Bringen Sie zum Termin auf jeden Fall alle bisherigen Untersuchungsergebnisse mit, sofern Ihnen diese vorliegen.
Schritt 2
Gemeinsam treffen wir die Entscheidung für den Gelenkersatz
Zunächst müssen wir mittels bildgebender Verfahren klar erkennen, dass die geschilderte Problematik durch eine Schädigung des Kniegelenks ausgelöst wird. Andere Ursachen müssen wir bei Bedarf ausschließen. Einen künstlichen Gelenkersatz ziehen wir in Betracht, wenn die konservative Behandlung mit Bewegungs- und Physiotherapie sowie Medikamenten ausgeschöpft ist. Entscheidend sind zudem der Leidensdruck und die Einschränkung der Patient:innen im Alltag.
Wir prüfen deshalb nicht nur Ihre körperlichen Voraussetzungen, sondern beschäftigen uns auch intensiv mit Ihrem persönlichen Empfinden.
Schritt 4
Operation
Der Eingriff wird ausschließlich von spezialisierten Orthopäd:innen durchgeführt. Hierbei ist besonders ein muskelschonendes, minimalivasives Vorgehen wichtig. Zusammen mit den Narkoseärzten leiten die Operateure eine moderne Schmerztherapie schon intraoperativ ein. Diese ist in der Regel sehr effektiv.
In vielen unserer Kliniken kommen (auf Wunsch) auch roboterassistierte Opertationen infrage.
Welche Risiken gibt es?
Jeder Eingriff birgt gewisse Risiken, so auch die Implantation einer Knieendoprothese.
Generell sind Komplikationen eher selten. Dennoch besteht ein gewisses Restrisiko, dass diese Folgen auftreten:
- Schmerzen nach der OP
- Postoperative Bewegungseinschränkungen
- Nachblutungen
- Gelenkfehlstellungen und Instabilitäten (selten)
- Thrombose
- Vernarbungen im Gelenk (Arthofibrose)
- Lockerung der Prothese (im Verlauf der Jahre durch Verschleiß möglich)
- Wundinfektionen (seltene Komplikation)
- Zementembolie (seltene Komplikation, bei der winzige Zementpartikel in den Blutkreislauf gelangen).
Warum zu Helios?
Der operative Einsatz von künstlichen Gelenken aufgrund von Arthrose kann Patient:innen nach jahrelangem Leidensweg Schmerzfreiheit bringen. Wir bieten Ihnen die hohe und langjährige Expertise aus rund 50 spezialisierten Einrichtungen — deutschlandweit.
Übersicht: Alle auf Gelenkersatz spezialisierten Einrichtungen von Helios
- Bad Kissingen: Endoprothetik am Helios St. Elisabeth Krankenhaus Bad Kissingen
- Dachau: Endoprothetikzentrum am Helios Amper-Klinikum Dachau
- Erlenbach: Endoprothetik an der Helios Klinik Erlenbach
- Kronach: Endoprothetik an der Helios Frankenwaldklinik Kronach
- München-Pasing: Endoprothetikzentrum am Helios Klinikum München-West
- München-Perlach: Endoprothetikzentrum an der Helios Klinik München-Perlach
- Gifhorn: Endoprothetik am Helios Klinikum Gifhorn
- Helmstedt: Endoprothetik an der Helios Klinik Helmstedt
- Herzberg: Endoprothetik an der Helios Klinik Herzberg/Osterode
- Hildesheim: Endoprothetikzentrum am Helios Klinikum Hildesheim
- Nienburg: Endoprothetik an den Helios Kliniken Mittelweser
- Nordenham: Endoprothetik an der Helios Klinik Wesermarsch
- Northeim: Endoprothetik an der Helios Albert-Schweitzer-Klinik Northeim
- Salzgitter: Endoprothetik am Helios Klinikum Salzgitter
- Uelzen: Endoprothetik am Helios Klinikum Uelzen
- Wittingen: Endoprothetik an der Helios Klinik Wittingen
- Attendorn: Endoprothetikzentrum an der Helios Klinik Attendorn
- Bonn: Endoprothetikzentrum am Helios Klinkum Bonn/Rhein-Sieg
- Duisburg: Endoprothetikzentrum an der Helios Klinik Duisburg-Homberg
- Krefeld: Ortho-Campus am Helios Cäcilien-Hospital Hüls
- Lengerich: Endoprothetik an der Helios Klinik Lengerich
- Niederberg: Endoprothetikzentrum am Helios Klinikum Niederberg
- Oberhausen: Endoprothetik an der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen
- Schwelm: Endoprothetik am Helios Klinikum Schwelm
- Siegburg: Endoprothetik am Helios Klinikum Siegburg
- Warburg: Endoprothetik am Helios Klinikum Warburg
- Wuppertal: ENDO-Klinik am Helios Universitätsklinikum Wuppertal
Jahrelang litt Marie (Name geändert) unter starken Schmerzen im Knie, die sie zudem bereits in ihrem Alltag einschränkten. Diagnose: Kniearthrose! Eine schlimme Nachricht für Marie aus Velbert in Nordrhein-Westfalen.
Wenn Ihr Knie dauerhaft Schmerzen bereitet, ist Arthrose eine häufige Ursache. Erfahren Sie hier, wann eine Knie-OP bei Arthrose sinnvoll ist und welche Möglichkeiten es gibt, Ihr Gelenk so lange wie möglich zu erhalten.
Bei Ihnen wurde Arthrose (Gelenkverschleiß) in den Gelenken festgestellt und Sie denken über einen Gelenkersatz nach? Wir beantworten Ihnen hier die häufigsten Fragen rund um die Themen Arthrose und künstliche Gelenke.
Bei fortgeschrittener Fehlstellung des Kniegelenkes oder unzureichender Stabilität der Seitenbänder des Knies kommen teilgekoppelte oder gekoppelte Knieprothesen zum Einsatz.
Wenn die Funktion des Kniegelenks eingeschränkt ist und das Knie dauerhaft Schmerzen verursacht, kann oftmals nur noch das Einsetzen eines künstlichen Kniegelenkes helfen. Erfahren Sie hier mehr über die Implantation.
Eigentlich sollen Metalldetektoren bei der Sicherheitskontrolle im Flughafengebäude nur Waffen oder potenziell gefährliche Geräte aufspüren. Manchmal schlagen sie aber auch wegen künstlicher Gelenke oder Schrauben im Körper an. Für Betroffene ist es daher ratsam, immer einen Implantat- oder Prothesenpass im Reisegepäck mit sich zu führen.