Corona: Hinweise, Test- und Impfzentrum –> alle Infos

„Gute Labordiagnostik vor Ort erhöht die Patientensicherheit“

„Gute Labordiagnostik vor Ort erhöht die Patientensicherheit“

Krefeld

Dr. med. Susanne Schuler-Lüttmann ist neue Chefärztin am Institut für Hygiene und Labormedizin.

Mit Dr. med. Susanne Schuler-Lüttmann hat zum 1. April 2020 eine erfahrene Mikrobiologin und Labormedizinerin die Leitung des Instituts für Hygiene und Labormedizin am Helios Klinikum Krefeld übernommen. Zuletzt war die 51-Jährige als Leitende Oberärztin am Kompetenzzentrum Mikrobiologie und Hygiene am St. Franziskus-Hospital Münster (Westf.) tätig. Sie folgt auf Dr. med. Dipl.-Biol. Marion Riffelmann, die nach 24 Jahren am Klinikum, davon neun Jahre als Chefärztin, in den wohlverdienten Ruhestand geht. Die beiden Medizinerinnen nutzen den April für eine strukturierte Übergabe in herausfordernden Zeiten.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Frau Dr. Schuler-Lüttmann für die Chefarztposition gewinnen konnten. Sie ist nicht nur eine sehr gut ausgebildete und erfahrene Nachfolgerin. Schon in den ersten Tagen haben wir sie als echte Teamplayerin mit Empathie und Gespür kennengelernt. Bei Frau Dr. Riffelmann möchte ich mich im Namen des Kollegiums, aber auch persönlich ganz herzlich für die erfolgreiche Zusammenarbeit bedanken, von der wir hier am Haus alle profitieren durften“, betont Klinikgeschäftsführer Alexander Holubars.

„Die Übernahme der Leitung eines so breit und gut aufgestellten Labors, ist eine sehr reizvolle Aufgabe. Auch die SARS-CoV-2 Pandemie verdeutlicht, welche Vorteile es hat, im eigenen Haus über das komplette Spektrum der Labordiagnostik zu verfügen. Befunde liegen zeitnah vor und auch die behandelnden Kollegen haben einen direkten Ansprechpartner im Haus. So war das Helios Klinikum Krefeld schon seit Ende Februar in der Lage, die Testung auf SARS-CoV-2 durchzuführen und damit als eines der ersten Krankenhauslabore für die Pandemie gewappnet“, unterstreicht Schuler-Lüttmann ihre Entscheidung, an den Niederrhein zu wechseln.   

Die gebürtige Ibbenbürenerin ist Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie sowie für Laboratoriumsmedizin mit der Zusatzbezeichnung Bluttransfusionswesen. Sie ist zudem ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet des Antibiotic Stewardship und widmet sich dabei dem verantwortungsbewussten Einsatz von Antibiotika in der Klinik. „Auch im Krisenstab konnte ich in den zurückliegenden Wochen bereits erleben, wie gut die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den behandelnden Ärzten, der Pflege, Infektiologie, Krankenhaushygiene, Apotheke und dem Labor funktioniert. Es ist enorm hilfreich, auf diese eingespielten Strukturen in einer Pandemie zurückgreifen zu können. Das ist nicht selbstverständlich.“

Während ihres Studiums in Münster verfasste sie eine experimentelle Doktorarbeit in der Arterioskleroseforschung. Schon damals war sie von der „Laborwelt“ fasziniert: „Knapp zwei Drittel aller klinischen Diagnosen basieren auf Laboruntersuchungen. Da lag eine Weiterbildung zur Laborfachärztin als logische Schlussfolgerung nahe“, verrät die zweifache Mutter. Als Labormedizinerin reizte sie besonders die Mikrobiologie, insbesondere die Virologie. „Mehr als 15 Jahre war ich in der Mikrobiologie tätig, zunächst am Universitätsklinikum Gießen und am Universitätsklinikum Münster, später in einem großen katholischen Krankenhausverbund. Ihr Steckenpferd: die molekulare Diagnostik viraler Infektionserkrankungen. „Eine Erfahrung, die gerade jetzt hilfreich ist“, berichtet Dr. Schuler-Lüttmann. Der Nachweis für SARS-CoV-2 läuft über Abstriche aus dem Mund- oder Nasen-Rachenraum. Seit Mitte März wurden im Labor des Helios Klinikum Krefeld mehr als 6000 Proben ausgewertet. „Das geht nur mit einem hochprofessionellen Team, das mich hier sehr herzlich aufgenommen hat.“ In ihrer Freizeit ist sie gerne aktiv beim Joggen und Radfahren, Entspannung findet sie aber auch mit einem guten Thriller.

Das Institut für Hygiene und Labormedizin am Helios Klinikum Krefeld umfasst die Laboratoriumsmedizin, die Mikrobiologie, die Molekularbiologie, die Transfusionsmedizin mit eigener Blutspende sowie ein Hygiene-/Trinkwasserlabor. Es erbringt auch Leistungen für andere Krankenhäuser sowie Trinkwasseruntersuchungen für private Immobilienbesitzer in der Region. Im Institut sind sechs Fachärzte, zwei Weiterbildungsassistenten sowie zwei Naturwissenschaftler tätig. Unterstützt werden sie von einem engagierten Team aus 90 MTAs, MFAs und Kranken- und Gesundheitspflegern.

Pressekontakt:

Julia Dubois / Marina Dorsch
Referentin Unternehmenskommunikation
Tel: 02151/32-1681
Tel: 02151/739-6640 (mittwochs in Hüls)
julia.dubois@helios-gesundheit.de