Ganzheitlich und DKG-zertifiziert: Krebstherapie am Helios Onkologischen Zentrum Krefeld

Ganzheitlich und DKG-zertifiziert: Krebstherapie am Helios Onkologischen Zentrum Krefeld

Am Helios Klinikum Krefeld steht Menschen mit einer Krebsdiagnose ein zertifiziertes Onkologisches Zentrum mit sieben Organzentren zur Verfügung. Jetzt ist auch die Kinderonkologie auf dem Weg zur Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG).

Nach der Diagnose Krebs fühlen sich sowohl der Erkrankte als auch seine Angehörigen häufig wie im freien Fall. Ob große oder kleine Patienten: Glücklich kann sich dann schätzen, wem ein Netzwerk zur Seite steht, das ihn auffängt und begleitet. So, wie am Helios Klinikum Krefeld, an dem nach den sieben organbezogenen Krebszentren nun auch die Kinderonkologie als eine der bundesweit ersten auf dem Weg zur Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) ist.

Die Behandlung von Patienten mit Tumorerkrankungen nimmt am Helios Klinikum Krefeld traditionell einen zentralen Stellenwert ein. „Auch unsere Kinderonkologie feierte 2018 ihr 50-jähriges Bestehen. Hier am Haus waren immer schon vorausschauende Chefärzte, die sich als Vorreiter für den Einsatz der Chemotherapie bei Kindern stark gemacht haben“, erklärt Kinderonkologin und Oberärztin Dr. Nina Brauer. Nun durchläuft die Krefelder Kinderklinik unter der Leitung von Chefarzt Prof. Tim Niehues als eine der ersten den Zertifizierungsprozess der DKG, und reiht sich damit in die kleine Riege, der ansonsten renommierte Universitätskliniken angehören, ein.

Dabei ist die Zertifizierung kein Selbstzweck. Nachdem mit Brustzentrum, Darmkrebszentrum, Gynäkologischem Krebszentrum, Hautkrebszentrum, Kopf-Hals-Tumorzentrum, Lungenkrebszentrum und Prostatakrebszentrum bereits alle von der DKG zertifizierbaren Organzentren ausgezeichnet worden sind, ist das Fazit einstimmig: Der Zertifizierungsprozess schweißt die multiprofessionellen Teams noch enger zusammen und optimiert die interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter.
 
Dabei steht immer der von Krebs betroffene Patient mit seiner individuellen Krankheitsgeschichte und seinen persönlichen Bedürfnissen im Mittelpunkt der Behandlung. „Jede Erkrankung wird für sich bewertet. Dies erfolgt unter anderem in unseren wöchentlichen Tumorkonferenzen. Hier werden alle onkologischen Patienten im Kreis der verschiedenen Experten diskutiert und beurteilt. Das Ergebnis ist eine gemeinsame Therapieempfehlung, aus der die personalisierte Therapieplanung resultiert. Durch die Beteiligung an wissenschaftlichen Studien ist die Behandlung an vielen Punkten ihrer Zeit ein Stück weit voraus. So können Patienten von neuesten Therapien profitieren, die über das normale Behandlungsangebot weit hinausgehen“, sagt Priv.-Doz. Dr. Chalid Assaf, Leiter des Helios Onkologischen Zentrums (HOZ).

Neben der medizinischen liegt ein besonderes Augenmerk auf der pflegerischen Patientenversorgung. „Unsere speziell weitergebildeten Pflegekräfte leisten mit ihrem Fachwissen einen wesentlichen Beitrag bei der Bewältigung der Auswirkungen onkologischer Erkrankungen. Die anspruchsvolle Fachweiterbildung dauert zwei Jahre und beinhaltet 720 theoretische und 1.800 praktische Stunden“, erläutert Pflegedirektorin Elke Schmidt-Schreiner. Damit die Behandlung zu Recht das Prädikat „ganzheitlich“ trägt, umfasst sie zahlreiche unterstützende Betreuungsangebote: Neben der psychoonkologischen Begleitung sind Ernährungsberatung, Physiotherapie, Sozialdienst und Seelsorge mit eingebunden.

Neben der engen Zusammenarbeit mit internen Partnern sorgt auch die Vernetzung mit externen Kooperationspartnern aus der Region wie Krankenhäusern, niedergelassenen Ärzten, ambulanten Pflegediensten, Hospizen und Selbsthilfegruppen für eine optimale Betreuung in allen Phasen der Erkrankung. „Das für die Zertifizierung erforderliche hohe Niveau zu halten und gemeinsam weiterzuentwickeln ist kein kurzer Sprint, sondern ein Langstreckenlauf im Team“, unterstreicht Klinikgeschäftsführer Alexander Holubars.

Mehr zum Onkologischen Zentrum