Dieses Erlebnis hat Kathrin dazu inspiriert, die Ausbildung zur Krankenpflegehelferin zu absolvieren. Obwohl ihr eigentlicher Plan die Altenpflege-Ausbildung war, fand sie sich in der KPH-Ausbildung wieder.
Nach knapp 18 Jahren als Krankenpflegehelferin, davon die letzten drei im Helios Park-Klinikum in Leipzig, hat sie sich letztes Jahr dazu entschlossen, den nächsten Schritt zu wagen und die generalistische Pflegeausbildung anzugehen. Mit ihren Kindern, die nun älter und selbstständiger sind, hat sie mehr Freiraum, sich dieser Ausbildung zu widmen.
Kathrins Geschichte zum Anschauen #EchtesLeben
Was Kathrin am meisten Freude an ihrem Job bereitet, ist der Austausch mit den Patient:innen. Als empathischer und offener Mensch ist sie erfüllt, wenn sie ihre Dankbarkeit und Anerkennung spürt. Diese bestärken die junge Mutter darin, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Besonders schätzt sie die Möglichkeit, enge Beziehungen aufzubauen und die Geschichten ihrer Patient:innen kennenzulernen. Außerdem erfüllt sie die Grundpflege, die einen individuellen Ansatz erfordert.
Der Pflegehelferberuf zeichnet sich für Kathrin besonders durch die Zeit aus, die man den Patient:innen widmen kann. Im Vergleich zu Krankenschwestern und -pflegern hatte sie als KPH oft etwas mehr Raum, um auf individuelle Bedürfnisse einzugehen. Selbst scheinbare Kleinigkeiten, wie das Flechten eines Zopfes, können einen großen Unterschied im Wohlbefinden ausmachen. Wenn sich die Patient:innen wohlfühlen, profitieren auch die Fachpfleger:innen davon.
Ein weiterer Aspekt, der für Kathrin den Pflegehelferberuf auszeichnet, ist die Möglichkeit, bereits erste medizinische Tätigkeiten, wie das Messen des Blutdrucks oder die Teilnahme an Visiten, zu erlernen und auszuüben. Zudem stehen KPHs zahlreiche Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten zur Verfügung.
Ängste und Vorurteile können der Ausbildung im Pflegebereich oft im Wege stehen. Doch für Kathrin ist es wichtig zu betonen, dass die Arbeit in der Pflege weit mehr umfasst als das Waschen von Patient:innen oder das Wechseln von Windeln.
„Man wird oft zu einer engen Vertrauensperson, einem Freund oder einem offenen Ohr für Menschen, die lange Zeit im Krankenhaus sind und keine Angehörigen in der Nähe haben."
Kathrin sei anfangs zurückhaltender gewesen, aber im Laufe der Jahre habe sie sich weiterentwickelt und sei offener geworden. Das passiere mit der Zeit und in ihrem tollen Team sei sie damals trotz anfänglicher Schüchternheit super aufgenommen worden. Die Freundlichkeit ihrer Kolleg:innen habe sie ermutigt, sich zu öffnen, ihr Wissen aufzusaugen und neue Fähigkeiten zu erlangen.
Für Kathrin spielt auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine wichtige Rolle. Als zweifache Mutter mit einem unter der Woche abwesenden Ehemann war es für sie entscheidend, Nachtschichten zu vermeiden und erst ab 7 Uhr zu arbeiten. Als KPH im Helios Park-Klinikum ist ihr das immer möglich gewesen. Auch Schichten zu tauschen, wenn ihr Mann nach Hause kam oder sie wegen eines kranken Kindes früher gehen musste, stellte nie ein Problem dar.
Kathrin hat bereits verschiedene Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten wahrgenommen, darunter die Kompressionstherapie, Behandlungspflege LG 1 und eine Trauerbegleitung von Helios. In Zukunft interessieren sie Weiterbildungen im Palliativbereich und Wundmanagement. Doch derzeit liegt ihr Hauptfokus auf dem erfolgreichen Abschluss ihrer Pflegeausbildung.
Für die Zukunft ist es ihr Ziel, ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen und als Fachschwester auf die Intensivstation des Helios Park-Klinikums zurückzukehren. Dort möchte sie weiterhin einen positiven Beitrag leisten und den Menschen zur Seite stehen, die ihre Unterstützung brauchen.