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Pflegerische Weiterbildung Intensiv- und Anästhesiepflege

Helios Bildungszentrum Südniedersachsen
Pflegekampagne 2026 Intensivpflege, Rettungsteam

#Dein Schritt

in die Spezialisierung

Die pflegerische Weiterbildung in Anästhesie und Intensivpflege ist ein essenzieller Baustein für die Sicherstellung einer hochwertigen Patientenversorgung. Ziel ist es, Fachpflegekräfte optimal auf die komplexen Anforderungen in diesen spezialisierten Bereichen vorzubereiten. Das vorliegende Konzept basiert auf der niedersächsischen Weiterbildungsordnung sowie den Empfehlungen und Vereinbarungen der Arbeitsgruppe Niedersachsen, Hamburg und Bremen, um eine einheitliche und qualitativ hochwertige Weiterbildung zu gewährleisten.

Wenn Sie einen der folgenden Berufsabschlüsse besitzen: Krankenschwester und -pfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Kinderkrankenschwester, -pfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in, Pflegefachfrau/Pflegefachmann, Altenpfleger/in und in der Anästhesie-/Intensivpflege.

Die Weiterbildung richtet sich nach der niedersächsischen „Verordnung über die Weiterbildung in Gesundheitsfachberufen“, vom 18. März 2002 in der zurzeit gültigen Fassung vom 01.12.2021.
 

  • Die Weiterbildung dauert 24 Monate und sollte vier Jahre nicht überschreiten
  • Inhalte: theoretische Schulungen, praktische Einsätze, fachpraktischer Unterricht
  • Abschluss: Fachkraft für Intensiv- und Anästhesiepflege 

  • Vermittlung fundierter theoretischer Kenntnisse in Anästhesie und Intensivpflege
  • Entwicklung praktischer Kompetenzen durch praktische Ausbildung in klinischen Settings
  • Förderung der eigenständigen, verantwortungsvollen Pflege im perioperativen und intensivmedizinischen Bereich

Die theoretische Ausbildung umfasst 720 Stunden und erfolgt in Blockwochen. Die Themen teilen sich wie folgt auf:
 

  • Betriebsorganisation, betriebswirtschaftliche Grundlage
  • Rechtsgrundlagen
  • Psychosoziale und kommunikative Kompetenz
  • Pflegefachliche Kompetenz
  • Qualitätssicherung
  • Grundlagen der Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie
  • Anästhesiologische Verfahren und Medikamente
  • Überwachungstechniken (z. B. Monitoring, Beatmung)
  • Infektionsprävention und Hygiene
  • Schmerzmanagement
  • Notfallmanagement und Reanimation
  • Rechtliche und ethische Aspekte in der Intensiv- und Anästhesiepflege
  • Kommunikation im interprofessionellen Team

Die theoretischen Inhalte werden in Unterrichten vermittelt, die an die aktuellen Standards und Empfehlungen angepasst sind. Die Unterrichte erfolgen in Präsenzform, ergänzt durch E-Learning-Module, um Flexibilität zu gewährleisten.

Bedeutung von Simulationstrainings im Rahmen der Weiterbildung

Simulationstrainings spielen eine zentrale Rolle in der modernen Fachpflegeausbildung, insbesondere in den hochspezialisierten Bereichen der Anästhesie und Intensivpflege. Sie bieten eine sichere, kontrollierte Lernumgebung, in der Pflegekräfte komplexe Situationen trainieren und ihre Kompetenzen erweitern können, ohne Gefahr für Patienten.

Zielsetzung der Simulationstrainings

  • Verbesserung der praktischen Fertigkeiten in realitätsnahen Szenarien
  • Förderung der Handlungssicherheit bei Notfallsituationen
  • Entwicklung von Teamfähigkeit und interprofessioneller Kommunikation
  • Reflexion des eigenen Handelns und Identifikation von Verbesserungspotenzialen

Vorteile der Simulationstrainings
 

  • Erhöhung der Sicherheit im Umgang mit kritischen Situationen
  • Verbesserung der Teamarbeit und Kommunikation
  • Förderung der Selbstreflexion und des eigenständigen Lernens
  • Vorbereitung auf seltene, aber lebensbedrohliche Ereignisse

Neben den Simulationstrainings ist das gezielte Skilltraining ein wichtiger Baustein in der Weiterbildung. Es ermöglicht den Pflegekräften, spezifische Fertigkeiten unter Anleitung zu erlernen, zu vertiefen und zu festigen.

Inhalte des Skilltrainings

  • Injektionstechniken
  • Umgang mit Überwachungsgeräten (z. B. Monitoring)
  • Anwendung von Beatmungsgeräten
  • Durchführung invasiver Maßnahmen (z. B. Katheterisierung, Tracheostomapflege)
  • Notfallmaßnahmen, z. B. Reanimation, Intubation, Medikamentengabe
     

Methodik des Skilltrainings

Das Skilltraining erfolgt in speziell dafür eingerichteten Schulungsräumen. Es basiert auf:
 

  • Demonstration durch erfahrene Instruktoren
  • Übung an Modellen, Simulatoren oder in realen klinischen Situationen
  • Einzel- oder Gruppentrainings, je nach Komplexität der Fertigkeit
  • Kontinuierliche Feedback- und Reflexionsphasen
     

Bedeutung für die Qualitätssicherung
 

Das regelmäßige Skilltraining trägt dazu bei, die Pflegequalität zu sichern und auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben. Es fördert die Eigenständigkeit und das Verantwortungsbewusstsein der Pflegekräfte und reduziert Fehlerquellen.

Die praktische Ausbildung erfolgt in 2079 Stunden in verschiedenen klinischen Bereichen, z. B.:
 

  • 616 Stunden in einer Anästhesieabteilung oder mehreren Anästhesieabteilungen mit mindestens drei operativen Fachbereichen
  • 1.232 Stunden auf medizinischen oder operativen Intensivstationen unterschiedlicher Fachrichtungen und Schwerpunkte
  • 231 Stunden mit dem Schwerpunkt der fachpflegerischen Teilnahme an diagnostischen und therapeutischen Eingriffen in einem weiteren für die Intensiv- und Anästhesiepflege wichtigen diagnostischen und therapeutischen Funktionsbereich oder auf einer weiteren medizinischen oder operativen Intensivstation
     

Ziel ist es, die Pflegekräfte in die Lage zu versetzen, eigenständig und verantwortungsvoll Pflege- und Überwachungsaufgaben durchzuführen. Die praktische Ausbildung umfasst:
 

  • Begleitung durch erfahrene Fachpflegekräfte
  • Supervision und Feedback
  • Dokumentation der Lernfortschritte
  • Einsatz in verschiedenen Pflegeprozessen, z. B. Beatmung, Schmerztherapie, Kreislaufüberwachung

Die praktische Abschlussprüfung besteht aus den Abschnitten Intensivpflege und Anästhesiepflege. Die Intensivpflege oder Anästhesiepflege einer Patientin oder eines Patienten ist zu planen, durchzuführen und auszuwerten. Bei den im Zusammenhang damit stehenden diagnostischen und therapeutischen ärztlichen Maßnahmen ist mitzuwirken.
 

Die mündliche Abschlussprüfung bildet den Abschluss der Weiterbildung und wird als Prüfungsgespräch durchgeführt. Die mündliche Prüfung kann den gesamten Stoff der Weiterbildung zum Gegenstand haben.

Kursdauer:
07.09.2026 bis 15.09.2028
 

Theorieblöcke:
 

Jahr: 2026

1. BW 07.09.-11.09.2026

2. BW 19.10.-23.10.2026

3. BW 30.11.-04.12.2026
 

Jahr: 2027

4. BW 18.01.-22.01.2027

5. BW 22.02.-26.02.2027

6. BW 29.03.-02.04.2027

7. BW 10.05.-14.05.2027

8. BW 14.06.-18.06.2027

9. BW 23.08.-27.08.2027

10. BW 27.09.-01.10.2027

11. BW 29.11.-03.12.2027
 

 Jahr: 2028

12.  BW 10.01.-14.01.2028

13.  BW 28.02.-03.03.2028

14.  BW 27.03.-31.03.2028

15.  BW 08.05.-12.05.2028

16.  BW 05.06.-09.06.2028

17.  BW 10.07.-14.07.2028

18.  BW 21.08.-25.08.2028

19.  BW 11.09.-15.09.2028
 

 

Zielgruppe: Pflege- und Funktionsbereich

Organisatorisches zum Kurs:

Max. Teilnehmeranzahl: 25

Min. Teilnehmerzahl: 12

Max. Wartelistenplätze: unbegrenzt
 

Teilnahmegebühren, Buchung und Stornierung: Regulärer Preis: 7.700,00 EUR

Mehrwertsteuer nur für externe Kunden: MwSt. befreit

Stornierung möglich bis: siehe AGB

 

 

Anmeldung von Mitarbeiter/innen der Helios Kliniken:

Mitarbeiter/innen der Helios Kliniken melden sich über die Helios Lernbar an: Helios Lernbar

Anmeldung für externe Teilnehmer/innen:

Externe Teilnehmer/innen melden sich bitte hier an.

Helios Bildungszentrum Südniedersachsen
An der Leege 22
37520 Osterode am Harz
Kontakt
Fax: (05522) 3196303