„Es ist Wahnsinn zu sehen, wie motiviert die kleinen Patienten sind - egal wie schwer krank sie sind.“

Julia, Du bist jetzt seit April 2019 Praxisanleiterin. Wie kam es dazu?

Ich wurde von meiner Stationsleitung gefragt, ob ich das machen möchte. Die Stellen waren ausgeschrieben und sie ist dann direkt auf mich zu gekommen und hat gefragt, ob ich darauf Lust hätte. Da habe ich auf jeden Fall zugesagt, weil es mir auch sehr viel Spaß macht. Die Weiterbildung hat dann Helios bezahlt.

Deine ersten Schüler hast Du jetzt schon?

Ja, ich habe auch schon praktische Prüfungen abgenommen und bewertet, nehme Projekttage ab und habe momentan Probehalbjahrschüler von der neuen Schule. Ich nehme mir viel Zeit für die Auszubildenden. Auch wenn jemand nur zugeguckt, ich kann ihm oder ihr immer etwas zeigen.

Wie lange bist Du schon Gesundheits-und Krankenpflegerin?

Seit dem 1. Oktober 2016 bin ich examiniert. Zuerst wollte ich eigentlich gar nicht in die Kinderkrankenpflege gehen und auf einmal war es genau das, was mir am meisten liegt. Das ist total mein Ding.

Wie bist Du zum Beruf gekommen?

Also ganz typisch. Meine Mutter ist Krankenschwester, meine Tante ist in der Krankenpflege und meine Zwillingsschwester auch, ein Jahr vor mir. Seitdem ich vier Jahre alt war, wollte ich auch immer Krankenschwester wegen meiner Mutter werden. Ich habe das Abitur fertiggemacht, für den Fall, dass ich noch weiter möchte.

Fühlst Du dich hier wohl?

Ja auf jeden Fall. Also bei Helios intern sowieso. Helios ist von der Ausstattung am besten. Es kann sein, dass ich später mal in die Pflegepädagogik gehe, als Lehrerin bei Helios ins Bildungszentrum, aber das steht noch alles in den Sternen.

Was begeistert Dich an der Arbeit mit den Patienten am meisten?

Es ist Wahnsinn zu sehen, wie motiviert die kleine Patienten direkt nach einer OP sind. Sie wollen wieder aufstehen, laufen, spielen - einfach gleich aus dem Bett raus - egal wie schwer krank sie sind. Bei Erwachsenen ist das anders. Die Kinder denken nicht darüber nach, sondern leben weiter mit Spaß.

Was macht in Deinen Augen eine gute Pflegekraft aus?

Eine gute Pflegekraft braucht meiner Meinung nach ein großes Empathie-Empfinden und ist sensibel gegenüber den Patienten. Ein offenes Ohr zu haben sowie hilfsbereit und teamfähig zu sein ist sehr wichtig. Natürlich darf die Fachkompetenz auch nicht fehlen. Als Pflegekraft sollte man dazu bereit sein, niemals ausgelernt zu haben, frei nach dem Motto: Lebenslanges Lernen, weil sich die Medizin ja stetig weiterentwickelt.