Janek ist 24 Jahre alt und seit Januar 2025 Trainee im IT-Programm bei Helios. Im Interview spricht er darüber, wie er eigenständig sein erstes IT-Projekt geleitet hat, was ihn an Seminaren zu Resilienz und Change so nachhaltig beschäftigt hat und warum er als zukünftige Führungskraft vor allem eine Sache sein möchte: eine echte Vertrauensperson.
Warum hast du dich für ein Traineeprogramm bei Helios entschieden?
Ich war zuvor im MVZ Support tätig. Dort haben mir die Aufgaben zwar Spaß gemacht, aber ich habe gemerkt, dass es für mich keine wirkliche Weiterentwicklungsmöglichkeit gab. Daraufhin habe ich bei Helios intern nach einer neuen Möglichkeit gesucht und bin auf das Traineeprogramm gestoßen. Nachdem ich mich etwas eingelesen hatte, dachte ich mir: Okay, cool, das machst du. Besonders die Aussicht auf eine Anschlussposition und perspektivisch vielleicht sogar eine Führungsrolle hat mich angesprochen.
Wie sieht dein Arbeitsalltag als Trainee aus?
Der Alltag ist sehr abwechslungsreich und hängt stark davon ab, in welchem Team und an welchem Standort man gerade eingesetzt ist. In meiner ersten Station in der Infrastruktur in Erfurt war ich viel am Rechner, aber auch direkt im Rechenzentrum tätig. Dort habe ich unter anderem für Projekte, die ich bekommen habe, virtuelle Server aufgezogen. Gelegentlich war ich auch direkt auf Station und habe dort zum Beispiel Digiboxen angeschlossen und WLAN-Zertifikate eingerichtet.
In Leipzig war ich dann in der klinischen Applikation tätig, da hat sich das Bild nochmal komplett geändert. Da war ich dann wesentlich mehr auf Station unterwegs und habe dort die klinischen Geräte mit aufgebaut und konfiguriert und dabei eng mit der Medizintechnik zusammengearbeitet. Im Rahmen des OneKIS-Projekts wurde iMedOne eingeführt, sodass auch das Thema PDMS einen großen Teil meiner Arbeit ausmachte.
Aktuell sitze ich im PMO, dem Projektmanagement-Bereich von Helios. Hier dreht sich vieles um Büroarbeit, Excel und PowerPoint. Es ist ein eher steuerndes und controllingorientiertes Arbeiten als der direkte Kontakt mit Menschen vor Ort.
Kurz und knapp wäre ein klassischer Arbeitsalltag: Man lernt das operative Tagesgeschäft kennen, bekommt Projekte und begleitet die Teamleitung, um ihre oder seine Arbeitsweise zu beobachten und sich vielleicht Dinge abzuschauen, die man selbst später als Führungskraft einsetzen möchte.
Wird gezielt darauf geachtet, dass man in verschiedene Bereiche reinschnuppern kann?
Ja, das ist fester Bestandteil des Programms. Nach meinem Kenntnisstand, und das spiegelt sich auch in meiner eigenen Erfahrung wider, durchläuft jede:r IT-Trainee die Bereiche Infrastruktur, klinische Applikation und schließlich die zentralen Dienste in Berlin-Buch als Abschlussstation. Man wechselt dabei nicht so häufig wie im Managementprogramm, sondern in der Regel drei- bis viermal den Standort. Der Endpunkt ist jedoch immer die Helios Zentrale.
Gibt es Seminare oder Projekte, die dich besonders geprägt haben?
Auf jeden Fall. Sehr prägend ist das Traineecamp, bei dem alle Trainees gemeinsam an einem Thema arbeiten. Beim letzten Mal stand das Thema Change im Mittelpunkt. Nicht nur bezogen auf Helios als Organisation, sondern auch ganz persönlich: Was überdenke ich, was reflektiere ich an mir selbst?
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir außerdem ein Seminar zu Reflexion und Resilienz. Es hat mir neue Perspektiven eröffnet, mir gezeigt, was für ein Menschentyp ich bin und mir geholfen, mich selbst besser einzuschätzen: Wo liege ich gut? Was sollte ich weiterentwickeln? Alles, was mit Change und Resilienz zu tun hat, finde ich für die persönliche und berufliche Entwicklung sehr wertvoll.
Was waren deine bisherigen Highlights im Programm?
Das Traineecamp ist definitiv ein Highlight. Man geht ohne große Erwartungen rein, weil das Thema jedes Mal ein anderes ist, und erlebt dann drei intensive Tage, in denen man die anderen Trainees wirklich kennenlernt. Aus Kolleg:innen werden manchmal auch gute Freundschaften. Das Camp ist immer sehr gut organisiert, es gibt spannende Inhalte, die man mitnimmt, und abends hat man die Freiheit, miteinander zu reden und den Tag ausklingen zu lassen.
Ein weiteres Highlight war für mich das Projekt „Passwort Self-Service“, das ich in Erfurt übernommen und später in Leipzig weitergeführt habe. Mir wurde dabei die Verantwortung für die Umsetzung übertragen, von der Einarbeitung in bestehende Konzepte über die Zusammenstellung des Teams bis hin zum erfolgreichen Go-Live. Für mich war das der erste echte Einblick darin, was es heißt, ein IT-Projekt eigenständig zu steuern und Verantwortung zu übernehmen.
Was für eine Führungskraft möchtest du einmal sein?
Mir ist es wichtig, eine Vertrauensperson für mein Team zu sein. Ich möchte offen kommunizieren, ein Teambewusstsein fördern und meinen Mitarbeitenden das Gefühl geben, dass sie mit mir sprechen können, auch, wenn mal etwas nicht stimmt. Natürlich muss man als Führungskraft eine gewisse Professionalität wahren, aber ich möchte nicht unnahbar sein. Wenn jemand einen schlechten Tag hat oder es zu Hause etwas gibt, das ihn beschäftigt, dann soll derjenige wissen: Hier ist jemand, dem ich das sagen kann und wir finden gemeinsam eine Lösung.
Gleichzeitig möchte ich, dass mein Team Vertrauen in meine Entscheidungen hat. Und mir ist wichtig zu zeigen, dass man nicht alles wissen muss, sondern sich aufeinander verlassen kann. Gerade wenn ich bei einem Thema noch nicht so tief drin bin, möchte ich gemeinsam mit dem Team Lösungen erarbeiten und voneinander lernen.
Was würdest du zukünftigen Trainees mit auf den Weg geben?
Das Wichtigste: Seid offen, von Anfang an. Ob man neu bei Helios ist oder schon einige Jahre dabei war: Der Start im Traineeprogramm ist eine neue Situation und je offener man auf andere zugeht, desto mehr nimmt man mit. Baut euer Netzwerk aktiv auf, kommuniziert offen mit Kolleg:innen und anderen Trainees.
Nutzt außerdem alle Seminarangebote, auch die freiwilligen. Das Programm stellt euch diese Weiterbildungen kostenfrei zur Verfügung, das ist ein echtes Privileg. Also nehmt mit, was geboten wird.
Und: Nehmt Feedback an. Wenn Kritik kommt, von Führungskräften oder Kolleg:en, dann versucht, daraus zu wachsen. Schaut euch außerdem bei guten Führungskräften ab, wie sie mit Menschen umgehen und was sie auszeichnet. Haltet die Augen offen, denn ihr werdet überall etwas mit