5 Schritte zum Gelenkersatz
Sie haben die Möglichkeit, telefonisch oder digital über unser Patientenportal einen Sprechstunden-Termin in einer Klinik in Ihrer Nähe zu vereinbaren. Bringen Sie zum Termin auf jeden Fall alle bisherigen Untersuchungsergebnisse (vor allem Röntgenaufnahmen) mit, sofern Ihnen diese vorliegen.
Zunächst müssen wir mittels Röntgenbilder klar erkennen, dass die geschilderte Problematik durch Verschleiß ausgelöst wird. Einen künstlichen Gelenkersatz (Prothese) ziehen wir in Betracht, wenn die konservative Behandlung mit Bewegungs- und Physiotherapie sowie Medikamenten ausgeschöpft ist. Entscheidend sind zudem der Leidensdruck und die Einschränkung der Patient:innen im Alltag.
Eine Hüftendoprothese (Hüft-TEP) besteht aus drei Hauptteilen: einer künstlichen Hüftpfanne, einem Hüftkopf und einem Prothesenschaft. Der etwa 15 cm lange Schaft wird im Oberschenkelknochen befestigt. Für die Verankerung gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten:
- Zementfreie Hüftprothese: Diese Methode wird bei über 80 % der Patienten in Deutschland eingesetzt, wenn die Knochenqualität und die Anatomie dafür geeignet sind. Pfanne und Prothesenschaft bestehen meist aus Titan. Für die Gleitfläche wird häufig ein Keramikkopf mit einem Polyethylen-Inlay verwendet.
- Zementierte Hüftprothese: Bei einer eingeschränkten Knochenqualität, beispielsweise durch Osteoporose, oder bei besonderen anatomischen Voraussetzungen wird die Prothese mithilfe von Knochenzement befestigt. Diese Methode wird vor allem bei älteren Patienten, häufig ab etwa 75 Jahren, eingesetzt.
Der Eingriff wird von spezialisierten Orthopäden durchgeführt. Dabei stehen klassische und minimal-invasive Operationsmethoden zur Verfügung. Gemeinsam mit den Narkoseärzten wird bereits während der Operation eine moderne Schmerztherapie eingeleitet.
In vielen Kliniken sind zudem auf Wunsch roboterassistierte Operationen möglich.
- Klassische Operation: Über einen etwa 15 cm langen Hautschnitt wird die Muskulatur geöffnet, um das Hüftgelenk freizulegen. Das geschädigte Knochenmaterial wird entfernt und der Knochen für das Implantat vorbereitet.
- Minimal-invasive Operation: Der Zugang erfolgt durch eine natürliche Muskellücke, sodass die Muskulatur weitgehend geschont wird. Dadurch kann sich der Patient meist schneller erholen und wird weniger belastet. Die Methode ist jedoch aufgrund anatomischer Voraussetzungen nicht für jeden Patienten geeignet.
Nach dem Eingriff erhalten die Patient eine begleitende Schmerztherapie. Bereits am Operationstag beginnt unter physiotherapeutischer Anleitung die Mobilisierung. Dieses sogenannte „Fast-Track“-Verfahren aktiviert Kreislauf und Muskulatur frühzeitig und ermöglicht den meisten Patient bereits nach drei bis vier Tagen die Entlassung.
Die Rehabilitation wird anschließend ambulant oder stationär fortgesetzt. Durch gezielte Physiotherapie werden Beweglichkeit und Muskelkraft schrittweise verbessert.
Leben nach dem Eingriff
Im Alltag und beim Sport bestehen in der Regel nur wenige Einschränkungen. Die meisten Patient sind nach etwa vier bis sechs Monaten wieder voll belastbar und beschwerdefrei. Geeignete Aktivitäten sind beispielsweise Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen, Tanzen und leichte Gymnastik. Belastende Sportarten wie Joggen oder Tennis sollten vorher ärztlich abgestimmt werden.
Moderne Hüftprothesen halten meist über 20 Jahre, sodass eine Wechseloperation nur selten notwendig ist.
5 Schritte zum Gelenkersatz
- 1. Erstkontakt
- 2. Entscheidung
- 3. Wahl der Methode
- 4. Operation & Risiken
- 5. Nach der Operation
Schritt 1
Erstkontakt über die Sprechstunde in einer nahegelegenen Einrichtung
Sie haben die Möglichkeit, telefonisch oder digital über unser Patientenportal einen Sprechstunden-Termin in einer Klinik in Ihrer Nähe zu vereinbaren. Bringen Sie zum Termin auf jeden Fall alle bisherigen Untersuchungsergebnisse (vor allem Röntgenaufnahmen) mit, sofern Ihnen diese vorliegen.
Schritt 2
Gemeinsam treffen wir die Entscheidung für den Gelenkersatz
Zunächst müssen wir mittels Röntgenbilder klar erkennen, dass die geschilderte Problematik durch Verschleiß ausgelöst wird. Einen künstlichen Gelenkersatz (Prothese) ziehen wir in Betracht, wenn die konservative Behandlung mit Bewegungs- und Physiotherapie sowie Medikamenten ausgeschöpft ist. Entscheidend sind zudem der Leidensdruck und die Einschränkung der Patient:innen im Alltag.
Wir prüfen deshalb nicht nur Ihre körperlichen Voraussetzungen, sondern beschäftigen uns auch intensiv mit Ihrem persönlichen Empfinden.
Welche Risiken gibt es?
Jeder Eingriff birgt gewisse Risiken, so auch die Implantation einer Hüftendoprothese.
Generell sind Komplikationen eher selten (unter 1 Prozent). Dennoch besteht ein gewisses Restrisiko, dass diese Folgen auftreten:
- Nachblutungen
- Wundheilungsstörungen
- Venenthrombose (eine entsprechende Thromboseprophylaxe wird drei bis vier Wochen nach dem Eingriff durchgeführt)
- Infektionen
- Verkalkungen und Verwachsungen um das Hüftgelenk
- Nerv- und Gefäßverletzungen
Warum zu Helios?
Der operative Einsatz von künstlichen Gelenken aufgrund von Arthrose kann Patient:innen nach jahrelangem Leidensweg Schmerzfreiheit bringen. Wir bieten Ihnen die hohe und langjährige Expertise aus rund 60 spezialisierten Einrichtungen — deutschlandweit.
Übersicht: Alle auf Gelenkersatz spezialisierten Einrichtungen von Helios
- Bad Kissingen: Endoprothetik am Helios St. Elisabeth Krankenhaus Bad Kissingen
- Dachau: Endoprothetikzentrum am Helios Amper-Klinikum Dachau
- Erlenbach: Endoprothetik an der Helios Klinik Erlenbach
- Kronach: Endoprothetik an der Helios Frankenwaldklinik Kronach
- München-Pasing: Endoprothetikzentrum am Helios Klinikum München-West
- München-Perlach: Endoprothetikzentrum an der Helios Klinik München-Perlach
- Gifhorn: Endoprothetik am Helios Klinikum Gifhorn
- Helmstedt: Endoprothetik an der Helios Klinik Helmstedt
- Herzberg: Endoprothetik an der Helios Klinik Herzberg/Osterode
- Hildesheim: Endoprothetikzentrum am Helios Klinikum Hildesheim
- Nienburg: Endoprothetik an den Helios Kliniken Mittelweser
- Nordenham: Endoprothetik an der Helios Klinik Wesermarsch
- Northeim: Endoprothetik an der Helios Albert-Schweitzer-Klinik Northeim
- Salzgitter: Endoprothetik am Helios Klinikum Salzgitter
- Uelzen: Endoprothetik am Helios Klinikum Uelzen
- Wittingen: Endoprothetik an der Helios Klinik Wittingen
- Attendorn: Endoprothetikzentrum an der Helios Klinik Attendorn
- Bonn: Endoprothetikzentrum am Helios Klinkum Bonn/Rhein-Sieg
- Duisburg: Endoprothetikzentrum an der Helios Klinik Duisburg-Homberg
- Krefeld: Ortho-Campus am Helios Cäcilien-Hospital Hüls
- Lengerich: Endoprothetik an der Helios Klinik Lengerich
- Niederberg: Endoprothetikzentrum am Helios Klinikum Niederberg
- Oberhausen: Endoprothetik an der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen
- Schwelm: Endoprothetik am Helios Klinikum Schwelm
- Siegburg: Endoprothetik am Helios Klinikum Siegburg
- Wuppertal: ENDO-Klinik am Helios Universitätsklinikum Wuppertal
Viele Menschen, die eine Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP) erhalten, fragen sich: Ist Sport mit einem künstlichen Hüftgelenk überhaupt möglich? Die klare Antwort lautet: Ja! In vielen Fällen ist Sport nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich empfohlen. Lesen Sie hier, warum Bewegung gerade mit Hüft-Totalendoprothese wichtig ist, welche Sportarten empfohlen werden und worauf Sie achten müssen.
Eine Arthrose im Hüftgelenk zählt zu einer der häufigsten Gelenkerkrankungen. So haben rund fünf Prozent der Erwachsenen im Alter von über 60 Jahren Beschwerden durch den Verschleiß des Hüftgelenks. Wie es dazu kommt und wann ein Gelenkersatz nötig ist, erfahren Sie hier.
Es klingt schon fast zu schön, um wahr zu sein: Arthrose vorbeugen mit der richtigen Ernährung – und das ist es leider auch. Arthrose ist eine Verschleißerkrankung und es gibt keine Diät, die den Knorpel wieder aufbaut. Dennoch kann eine gesunde, ausgewogene und antientzündliche Ernährung andere therapeutische Maßnahmen sinnvoll ergänzen. Was aber genau beinhaltet antientzündliche Ernährung?
Wenn die Hüfte Schmerzen verursacht, ist Gelenkverschleiß (Coxarthrose) eine häufige Ursache. Erfahren Sie hier, wann eine Operation notwendig ist und welche Operationsverfahren es gibt.
Hüftgelenksverschleiß gehört zu den häufigsten Ursachen für starke, dauerhafte Schmerzen und Einschränkungen im Alltag. 2023 wurden in Deutschland rund 190.000 Hüft-Erstimplantationen durchgeführt. Moderne Verfahren und Fast‑Track‑Konzepte verkürzen dabei die Erholungszeit erheblich. Die Erfahrung des TV‑Athleten Jürgen „Ninja Opi“ Müller zeigt, welche Fortschritte heute möglich sind und worauf Betroffene achten sollten.
Ist ein erfülltes Liebesleben mit einem künstlichen Hüftgelenk noch möglich? Was sollte man direkt nach der Operation beachten und welche Stellungen eignen sich? Alles, was Sie jetzt wissen müssen.
Die Orthopäd:innen des Helios Klinikum Hildesheim verhelfen einer Patientin mit passgenauer Hüftprothese aus dem 3D-Drucker zu mehr Bewegungsfreiheit ohne Schmerzen. Lesen Sie die Geschichte von Antzelina Kesidi.