Klinikgesicht Mandy Glauch

Klinikgesicht Mandy Glauch

Die Helios Klinik Leisnig ist für Mandy Glauch gleichzusetzen mit einem Lebensweg - sie ist nicht nur hier geboren, sondern konnte hier auch ihre berufliche Zukunft entwickeln und umsetzen.

Von der Geburtsstätte zur Zukunftsperspektive

Es gibt medizinische Fachbereiche, die durch die Corona-Pandemie ihre unabdingbare Relevanz unter Beweis stellen durften. Neben der Epidemiologie und Infektiologie erlebt besonders der praktische Bereich der Krankenhaushygiene große Sichtbarkeit seit Beginn letzten Jahres. Mandy Glauch ist seit ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin 1999 in der Helios Klinik Leisnig. Sie ist Mitarbeiterin der Krankenhaushygiene und stellvertretende Pflegedirektorin. Was begeistert sie an ihrem Beruf?

Geerdet wachsen

„Ich bin gerne unter Menschen und sehr sozial eingestellt. Das war ursprünglich der Grund, warum ich Krankenschwester geworden bin“, erinnert sie sich zurück, „ich habe meinen Beruf geliebt. Nichtdestotrotz wollte ich mich stetig weiterentwickeln.“ So kommt es, dass Mandy Glauch an der Charité zu Berlin die zweijährige Ausbildung zur Hygienefachschwester absolviert und vor vier Jahren Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen wird. Dem Pflegeberuf fühlt sie sich trotz ihrer Entwicklung sehr verbunden – und zehrt von der Erfahrung. „In Prozessen, die wir anpassen und umsetzen, kann ich mein Hintergrundwissen aus der Pflege einfließen lassen“, erzählt sie über ihre Arbeit, „ich scheue mich aber auch nicht davor, mich hinzustellen und einfach nochmal mitzumachen. Oder mal einen Tag mitzulaufen, um zu merken, wie Veränderungen wirken.“ Die Patient:innen, betont sie, stünden dabei immer im Vordergrund. Denn letztendlich sollen sie im Klinikalltag vor Infektionen und Krankheitserregern effektiv geschützt werden. Abgesehen von der aktuellen Präsenz des Corona-Virus geht es dabei beispielsweise um Noro- oder Rotaviren.  

Man wächst unglaublich und lernt so viel dazu. Ich bin viel sicherer in meiner Arbeit und meinen Entscheidungen.

Mandy Glauch, Krankenhaushygiene

Die Krise als Motor

Dass die Pandemie für den Fachbereich der Krankenhaushygiene einen Balanceakt darstellt, das glaubt man sofort. Die Pflegedirektorin Uta Reichel und ihre Stellvertreterin Mandy Glauch haben in den letzten Monaten den Ernstfall erlebt. „Ich habe über viele Jahre Belehrungen zur Influenza-Pandemie durchgeführt. So richtig vorstellen konnte ich es mir aber nie“, gibt sie zu. Doch nach anfänglicher Unsicherheit und Informationsüberflutung stellt sich ein neues Selbstbewusstsein ein, „Corona kam und ich muss sagen: Man wächst unglaublich und lernt so viel dazu. Ich bin viel sicherer in meiner Arbeit und meinen Entscheidungen. Wenn man sieht, dass es funktioniert, ist das schon ein tolles Gefühl.“ Die gemeinsame Teamarbeit, die für Mandy Glauch ohnehin einen hohen Stellenwert einnimmt, hat ein ganz neues Level erreicht. „Zusammen mit Frau Reichel haben wir hier ganz, ganz viel gewuppt. Von November bis Januar gab es Zeiten, in denen wir teilweise sieben Tage die Woche hier waren. Ohne frei, ohne Urlaub. Und trotzdem lachen wir und haben Spaß an unserer Arbeit“, sagt die stellvertretende Pflegedirektorin stolz.

Von der Geburt bis zur Rente

Mandy Glauch ist Leisnigerin. „Ich bin hier im Haus geboren worden. Die Hebamme und die Ärztin, die mich damals auf die Welt gebracht haben, kenne ich persönlich. Das ist eine besondere Verbundenheit.“ Die Entwicklung des Standortes und ein positives Feedback von außen liegt der Hygienefachschwester am Herzen. Die familiäre Atmosphäre, die kurzen Wege – das Arbeiten in einem überschaubaren Haus bietet einen eigenen Reiz. „Diese Verbundenheit spiegelt man ja auch den Patient:innen wider. Sie sehen nicht jeden Tag eine neue Pflegekraft. Man hat Vertrauen, weil die Ärztin vielleicht die Nachbarin vom übernächsten Haus ist.“ Auch kritisches Feedback geht dadurch kurze Wege und kann einfacher in Lösungen umgewandelt werden. Für Mandy Glauch ist die Helios Klinik Leisnig von der Geburtsstätte zur Zukunftsperspektive gewachsen. Sie hat Ziele und Projekte, für die ihr Türen offenstehen. Ob Digitalisierung, die dauerhafte vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Teams oder die Übernahme der Pflegedirektion, sobald ihre Kollegin einmal in den Ruhestand geht: Die Perspektive reicht bis hin zu ihrer eigenen Rente. „Dass ich hier so reinwachsen darf, weiß ich zu schätzen. Ich liebe meine Arbeit einfach. Das ist meine Berufung. Der Weg, den ich gegangen bin, war genau richtig.“