Unverzichtbar im großen Getriebe

Unverzichtbar im großen Getriebe

Es braucht viele kleine Rädchen, um ein großes Getriebe in Gang zu setzen. Eines dieser unverzichtbaren Zahnräder bei Helios ist Andreas Hermsdorf. Der 53-Jährige arbeitet seit 2017 im Bereich Logistik am Helios Klinikstandort Leipzig. Als Teamleiter, dem elf Kollegen unterstellt sind, organisiert er die Ver- und Entsorgung aller Bereiche des Hauses mit dem Notwendigen, das den Klinikbetrieb am Laufen hält.

Klinikgesicht Andreas Hermsdorf

Schon lange vor dem ersten Hahnenschrei erwacht im Herzzentrum und Helios Park-Klinikum Leipzig das Leben. Ärzte, Pflegepersonal und Servicekräfte kommen zur Frühschicht, Taxen bringen erste Patienten. Sichtbar füllen sich die Wartebereiche mit Menschen, die auf ärztliche Hilfe warten. Währenddessen läuft die Versorgung der stationär untergebrachten Patient:innen längst auf Hochtouren; in den Operationssälen bereitet man sich auf nächste Eingriffe vor.

Auch wenn jeder Tag das Klinikpersonal vor neue Herausforderungen stellt, so bedarf es doch einer strengen und klar geregelten Routine, diesen zu bewältigen. Die Mitarbeiter des Logistikbereiches übernehmen hierbei eine wichtige Funktion. „Wir bewegen täglich mehrere Tonnen Verbrauchsgüter, ohne die das Arbeiten nicht möglich wäre“, betont Andreas Hermsdorf. Pünktlich halb sechs Uhr morgens beginnt für ihn und seine Kollegen der Dienst. Stationen, OP-Säle und Intensivstationen müssen mit frischen Masken, medizinischer Kleidung und Handschuhen, Spritzen, Verbandsmaterial, Kompressen und hunderten anderer Dinge versorgt werden. Gleichzeitig gilt es, benutzte und damit verunreinigte Artikel wieder mitzunehmen. Sie werden wahlweise der Aufbereitung oder der Entsorgung zugeführt.

Unscheinbare Helfer

Klinikgesichter Andreas Hermsdorf

Dieser Fluss ständigen Kommen und Gehens funktioniert zumeist völlig reibungslos. Patienten, die das geschäftige Treiben beobachten, sehen die dafür verantwortlichen Frauen und Männer in ihrer grau-grünen Arbeitskleidung nur für einen kurzen Augenblick. „Dieser Fahrplan ist uns längst in Fleisch und Blut übergegangen“, bringt es Andreas Hermsdorf auf den Punkt. Während ein Teil der Mitarbeiter seines Teams ankommende Waren einlagert, packen andere die benötigten Artikel Endabnehmer gerecht zusammen und stellen sie zur Auslieferung bereit. Unterschieden wird dabei in „Dauerbrenner“, wozu Verbandsmaterial, sterile Handschuhe und Kleidung oder der Mund-Nasen-Schutz gehören, sowie in „Durchläufer“. Diese Materialen werden gar nicht erst eingelagert, sondern gelangen unmittelbar nach der Anlieferung im Wirtschaftshof und einer kurzzeitigen Erfassung sofort auf die die Station, ITS oder in den OP-Saal, der sie dringend benötigt.

Doppelter Verbrauch

Normale Bettenstationen, sagt Andreas Hermsdorf, werden durch den hausinternen Hol- und Bringedienst zweimal wöchentlich aufgesucht. Den operativen Bereich hingegen steuern die Mitarbeiter seines Teams bis zu 20 Mal am Tag an. Intensivstationen werden im Regelfall dreimal pro Tag beliefert. „Aufgrund der höheren Verbräuche, die die Behandlung von Covid-Patienten mit sich bringt, hat sich diese Zahl inzwischen aber verdoppelt”, fügt Hermsdorf an.

Anerkennung und Lob

Klinikgesicht Andreas Hermsdorf

Seine Arbeit, lobt Jens Schmirler, Vorgesetzter von Andreas Hermsdorf, erledige dieser zur vollsten Zufriedenheit. „Gerade jetzt, wo Corona einen starken Einfluss auf unser Tagesgeschäft ausübt, hat er sich zu einer zentralen Figur im Logistikbereich aufgestellt. Er denkt und handelt lösungsorientiert“, begründet Schmirler sein positives Urteil. Tages- und Dienstpläne zu erstellen, Leistungsverzeichnisse überarbeiten und einen regen E-Mail-Verkehr zu bewerkstelligen, gehören darüber hinaus zu den Aufgaben eines Teamleiters. Verantwortung zu übernehmen und selbstständig Entscheidungen zu treffen, fällt Andreas Hermsdorf nicht schwer. Beide Eigenschaften konnte er schon vor seiner Anstellung bei Helios unter Beweis stellen – als Taxifahrer in Leipzig oder als Rettungssanitäter im Rettungsdienst, der er zwölf Jahre war. Letzteren Job, sagt Andreas Hermsdorf rückblickend, musste er aus gesundheitlichen Gründen aber aufgeben.

Lange Wegstrecken, wenngleich zu Fuß, gehören für ihn jedoch weiterhin zum Berufsbild. „Mitunter absolviert jeder von uns pro Schicht eine Distanz von bis zu 15 Kilometer. Unter nicht immer einfachen Bedingungen. Immerhin gilt es, täglich bis zu fünf Tonnen Entsorgungsgut in extra dafür vorgesehenen Containern durchs Haus zu schieben”, beschreibt Hermsdorf den körperlichen Kraftakt.

Keine Routine

Klinikgesicht Andreas Hermsdorf

„Jeder Tag”, sagt Andreas Hermsdorf, „stellt uns vor neue Herausforderungen. Aber gerade das macht diese Arbeit so interessant und abwechslungsreich.“ Und ergänzt, dass jede Schicht wie im Fluge vergeht. Der Dank für all diese Mühen sind zufriedene Patienten, die darüber berichten, wie effizient und reibungslos sie am Helios Klinikstandort Leipzig versorgt wurden.

Jeder Tag stellt uns vor neue Herausforderungen. Aber gerade das macht diese Arbeit so interessant und abwechslungsreich.

Andreas Hermsdorf, Teamleiter der Logistik am Helios Standort Leipzig