Pflegeportrait

Wie sieht der Job einer Intensivpflegekraft im Herzzentrum aus?

Wie sieht der Job einer Intensivpflegekraft im Herzzentrum aus?

Was genau unterscheidet eine Intensivpflegekraft von ihrer Kollegin bzw. ihrem Kollegen auf der Normalstation? Das erklärt ITS-Abteilungsleiterin Nicole vom Herzzentrum Leipzig.

Die berufliche Basis, ist für beide Berufsgruppen gleich: eine dreijährige Ausbildung zur Fachpflegekraft. Und dennoch gibt es deutliche Unterschiede. „Patienten, die wir im Intensivbereich betreuen, sind nicht in der Lage sich selbstständig zu bewegen, zu kommunizieren oder verbal Wünsche zu äußern“, verdeutlicht Nicole Kretzschamnn, Abteilungsleiterin der Intensivstationen im Herzzentrum Leipzig. Darüber hinaus werden diese Schwerstkranken oftmals künstlich beatmet, über eine Magensonde ernährt, besitzen eine erhöhte Thrombosegefahr und sind wahrnehmungsgestört.

Patienten, die wir im Intensivbereich betreuen, sind nicht in der Lage sich selbstständig zu bewegen, zu kommunizieren oder verbal Wünsche zu äußern.

Ohne technisches Verständnis geht es nicht

Frauen und Männer, die sich dieser Pflegeaufgabe tagtäglich stellen, müssen in erster Linie ein hohes Stresslevel ertragen. Sie müssen aber auch bereit sein, im Umgang mit dem Patienten ein Vielfaches mehr an Eigenverantwortung zu schultern, sagt die erfahrene Intensivschwester. „Während des Dienstes gilt es Beatmungsgeräte oder Herzunterstützungssysteme zu bedienen sowie andere technische Apparaturen im Blick zu behalten. Dabei ist auch flexibles Denken gefordert”, verdeutlicht Nicole Kretzschmann. Aufgrund der direkten Nähe zum Patienten erfassen die Intensivpflegekräfte Veränderungen an den Gesundheitswerten als Erste, was wiederum eine sehr gute Krankenbeobachtungsgabe voraussetzt.

ITS-Pflegekräfte retten Leben, sehen aber auch den Tod

Nicole Kretzschmann und ihr Team der ITS im Herzzentrum Leipzig

Basierend auf einer 15-jährigen Berufserfahrung weiß Nicole Kretzschmann aber auch, dass selbst der Umgang mit dem Tod für Intensivpflegekräfte keine Seltenheit ist. Das Wissen, dass Patienten vielleicht die Station nicht mehr lebend verlassen, erfordert mentale Stärke. Auch im Gespräch mit den Angehörigen, für die Intensivpflegekräfte oftmals der ersten Ansprechpartner sind.

Es ist eine enorme Belastung, der sich Intensivpflegekräfte mit jeder Schicht aussetzen. „Und dennoch möchte ich diesen Job nicht missen”, betont sie. Es habe eben einen besonderen Reiz, in der Notfallmedizin zu arbeiten, erläutert sie. Und fügt an, dass der Gedanke, mit seiner Arbeit Leben zu retten, auch beflügeln kann. Selbständiges Agieren, das Treffen lebensnotwendiger Entscheidungen, das durch Ärzte in sie gesetzte Vertrauen, aber auch das enge Miteinander der Intensivpflegekräfte auf den Stationen lassen für sie keinen anderen Berufswunsch mehr zu, verdeutlicht sie.

Fachweiterbildung Intensivpflege

Um den notwendigen Personalschlüssel zu erfüllen, braucht es aktuell gut zwanzig Prozent mehr Pflegekräfte auf den Intensivstationen. Um dieses Defizit zu minimieren, geht man im Herzzentrum Leipzig und im Helios Park-Klinikum Leipzig seit geraumer Zeit eigene Wege. Neben regelmäßigen Weiterbildungen der vorhandenen Fachkräfte haben Interessenten aus den Normalstationen regelmäßig die Chance, in die Intensivpflege zu wechseln. Das nötige Wissen hierfür bekommen sie in einer eigenen, vom Herzzentrum und Helios Park-Klinikum 2019 gegründeten, Schule vermittelt. Dessen Klassenstärke von zwölf Schülern ist stets ausgereizt, was auf das hohe Interesse der Pflegekräfte an dieser Fortbildung verweist.

Du hast das Zeug zur Intensivpflegekraft, wenn du:

  • empathisch bist
  • technisches Verständnis mitbringst
  • in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf bewahrst
  • Eigenverantwortung übernimmst
  • keine Berührungsängste vor schwerkranken Menschen hast
  • Blut sehen kannst

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