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Helios St. Josefs-Hospital Bochum-Linden: Kein tragfähiges Konzept für die Weiterführung des gesamten Standortes möglich
Pressemitteilung

Helios St. Josefs-Hospital Bochum-Linden: Kein tragfähiges Konzept für die Weiterführung des gesamten Standortes möglich

Bochum

Gespräche haben zu keinem tragfähigen Konzept geführt, das eine langfristige Sicherung des Klinikstandortes gewährleistet. Die Mitarbeiter wurden heute über die Schließungsabsicht der somatischen Abteilungen informiert. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie bleibt erhalten.

Über die weiterhin schwierige Situation und einen möglichen Verkauf der Klinik hatte Helios die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standortes im Mai 2019 informiert. Alle denkbaren Varianten wurden geprüft und Gespräche mit potenziellen Interessen und Käufern geführt. „Unser Ziel war es, eine gute Lösung für die Weiterführung des gesamten Klinikstandortes in Bochum-Linden zu finden. Damit haben wir uns sehr intensiv auseinandergesetzt. Doch für diese Perspektive hat sich kein wirtschaftlich und sozial tragfähiges Konzept gefunden, das Somatik, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Mitarbeiterschaft mit einbezieht. Jetzt müssen wir uns der Realität stellen und mit dem Betriebsrat Interessenausgleichsverhandlungen über die Schließung der somatischen Abteilungen und deren Umsetzung führen“, fasst Klinikgeschäftsführerin Claudia Meßthaler die Situation zusammen.

Kleinste Einheit in einem hochkompetitiven Umfeld

Auf dem Bochumer Klinikmarkt bildet das Helios St. Josefs-Hospital Bochum-Linden mit 159 stationären Planbetten die kleinste Einheit in einem hochkompetitiven Umfeld. In einem Radius von nur 15 km befinden sich insgesamt 20 Krankenhäuser. Unter diesen Bedingungen hat es seitens der Klinikleitung und der Mitarbeiter über Jahre hinweg erhebliche Anstrengungen gegeben, das Haus wirtschaftlich zukunftssicher aufzustellen. Dazu gehörte auch der Versuch, das Leistungsspektrum in Kooperation mit Spezialisten anderer Helios Kliniken sinnvoll zu erweitern. „Konzepte, die in der Vergangenheit erfolgreich waren, tragen nicht mehr. Im Gegenteil zeigen der Rückgang an Patienten und die fehlende Grundauslastung, dass es durch die Dichte der umliegenden, weit größeren und spezialisierten Krankenhäuser für das Hospital keinen ausreichenden Bedarf mehr gibt. In der Region ist insgesamt eine sehr gute Versorgungsstruktur vorhanden“, erläutert die Klinikgeschäftsführerin. Schwere, komplexe Fälle werden heute in großen Kliniken oder Zentren behandelt. Diese Zentrenbildung ist medizinisch notwendig und politisch gewollt. Das Helios St. Josefs-Hospital Bochum-Linden hingegen arbeitet vorwiegend in sehr kleinen Einheiten, die es immer schwerer machen, diese Voraussetzungen zu erfüllen.

Zukunft der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist von der beabsichtigten Schließung der somatischen Abteilungen nicht betroffen – sie wird unter Helios weitergeführt. „Der Erhalt der Kinder- und Jugendpsychiatrie liegt uns sehr am Herzen. Auch die Entscheidung, jetzt die Schließung der somatischen Abteilungen ins Auge zu fassen, ist uns nicht leichtgefallen. Viele langjährige Mitarbeiter sind dem Haus eng verbunden. Zudem hat die Klinik als eines der Helios Gründungshäuser für uns einen besonderen ideellen Wert“, erläutert Regionalgeschäftsführer Reiner Micholka. „Für die Beschulung der Kinder, die in der Kinder- und Jugendpsychiatrie betreut werden, stehen wir mit der Stadt weiter im Austausch.“

Jobangebote für Mitarbeiter in anderen Helios Kliniken

Die umliegenden Helios Klinikstandorte haben bereits großes Interesse signalisiert, so vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie möglich Arbeitsplätze in den eigenen Reihen anzubieten. Zudem ist, sobald die Schließungspläne konkreter werden, auch eine Kontaktaufnahme zu regionalen Unternehmen mit möglichem Personalbedarf geplant. „Natürlich hoffen wir, dass uns viele der Bochumer Kolleginnen und Kollegen auch weiterhin verbunden bleiben“, betont Claudia Meßthaler. Der weitere Zeitplan hinge jetzt von verschiedenen Faktoren ab, allen voran den Verhandlungen mit dem Betriebsrat.

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 110.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien. Rund 21 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2019 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,2 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 123 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sieben Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,6 Millionen Patienten behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland fast 69.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 51 Kliniken, 71 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15,4 Millionen Patienten behandelt, davon 14,6 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 37.500 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von über drei Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Pressekontakt

Marina Dorsch
Regionalleiterin Unternehmenskommunikation und Marketing
Helios Region West
Tel: (02151) 32-1433
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