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Doreen war mehr als 20 Jahre als Kinderkrankenschwester in Burg tätig, bevor sie sich für einen Neuanfang entscheidet. Doch etwas fehlt. Die Arbeit mit Kindern und die familiäre Atmosphäre ziehen sie vier Jahre später wieder an ihren alten Arbeitsplatz zurück.

Kollegin auf dem Fahrad am  Baum lehnend

Doreen, Kinderkrankenschwester, über Wissen im Beruf

Fortbildungen sind wirklich wichtig, die Medizin und auch alles ringsherum entwickelt sich weiter.

Ich treffe Schwester Doreen in der Helios Klinik Jerichower Land in Burg in einem kleinen Besprechungszimmer unweit des Haupteingangs. Ich warte einen kleinen Moment, sie hat noch zu tun, dann kommt sie und setzt sich. Kinderkrankenschwester Doreen ist eine Frau mittleren Alters, schlank, kurze Haare, freundlicher Blick. Sie beginnt ihre Ausbildung zur Wendezeit und will unbedingt etwas mit Kindern machen. Sie beginnt eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester und ist dann ab 1993 über 20 Jahre als solche in Burg tätig.

Die Helios Klinik Jerichower Land in Burg versorgt vom Neugeborenen bis zum älteren Menschen jährlich rund 11.000 Patienten. Vor allem rund um das Thema Kinder ist die Klinik gut aufgestellt - es gibt eine Reproduktionsmedizin, eine Geburtshilfe mit neuen Kreißsälen und eine Kinder- und Jugendmedizin. Hier arbeitet auch Doreen. 

Irgendwann wird ihre Kinderstation geschlossen, sie geht auf eine Station für Innere Medizin. Das fühlt sich irgendwann nicht mehr nach dem an, was sie immer wollte, ihr fehlen die Kinder. Nach dieser langen Zeit im selben Klinikum beschließt sie für sich, dass es Zeit ist für eine Veränderung und kündigt. Für fast 4 Jahre arbeitet sie fortan in einem Projekt für begleitete Elternschaft. In diesem Projekt unterstützen ausgebildete Fachkräfte Eltern mit geistiger und/oder seelischer Beeinträchtigung in der Betreuung und Pflege der Kinder. Doch irgendwann wird sie von den alten Kollegen angesprochen, ob sie nicht doch zurückkommen möchte. Der Bedarf an einer guten Kinderkrankenschwester ist absolut da und sie entscheidet sich für eine Rückkehr in die Burger Klinik.

„Heute ist das so, wie ich mir das immer gewünscht habe. Die Kinder sind da, in allen Altersgruppen, auch die ganz Kleinen im Mutter-Kind-Zentrum“ berichtet Schwester Doreen. Ob es immer nur schön oder manchmal schwierig ist, will ich von ihr wissen: „Schön ist das immer, aber manchmal auch schwierig, natürlich, wenn das Arbeitspensum sehr hoch ist, so wie heute…“. Ich habe verstanden, sie ist eigentlich nicht die Frau der ganz großen Worte, sie steht lieber ihre Frau da wo sie am dringendsten gebraucht wird und das ist heute auf der Station. Ich verspreche, keine Zeit zu verschwenden. 

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Ich will als nächstes wissen, wie sie das Thema Fort- und Weiterbildungen sieht. „Fortbildungen sind wirklich wichtig, die Medizin und auch alles ringsherum entwickelt sich weiter. Ich habe in meiner Ausbildung Dinge gelernt, die man gar nicht mehr anwendet oder die heute anders gemacht werden. Ein aktueller Wissensstand ist wirklich wichtig“, fasst sie zusammen. Wie denn so die Angebote hier im Helios Klinikum sind, will ich wissen. „Da wird regelmäßig vieles angeboten. Man muss da allerdings gucken, dass das auch in den Dienstplan passt.“

Ich möchte wissen, ob ihr spontan ein ultimatives Argument für einen Job auf ihrer Station einfällt: „Das Wichtigste ist, dass einem die Arbeit mit Kindern Spaß macht. Dann ist der Job interessant und abwechslungsreich. So stelle ich mir das vor, deswegen bin ich ja auch wieder hier“ berichtet sie überzeugt und fährt fort: „Das Gehalt ist auch okay, und natürlich, mehr ginge immer. Anstrengend sind manchmal die Schichten, aber wenn man in die Pflege geht, weiß man eigentlich, dass das fast überall dazu gehört. Es gibt nirgendwo ein Krankenhaus, wo man nur eine Tagschicht hat.“

Schwester Doreen beim Schaukeln

Doreen zu ihrem Arbeitsort Burg

"Heute ist das so, wie ich mir das immer gewünscht habe"

Schwester Doreen ist bescheiden, ich höre sehr oft die Aussagen wie ‚das passt so‘ und ‚das ist völlig okay‘ oder ‚die Anfahrt nehme ich schon immer in Kauf, natürlich, in meiner Heimatstadt gibt es kein Klinikum mit einer Kinderstation‘. Ich habe das Gefühl, sie nimmt sich selbst einfach nicht so wichtig, es geht tatsächlich immer um das, was zu tun ist. Ich bohre weiter, denn ich glaube, dass auch sie ein Argument weiß, was auch für sie selbst ein wirklich persönlicher Empfehlungsgrund wäre. „Naja, wir sind ein gutes Team. Und die Arbeit macht wirklich Spaß.“ Da ist sie wieder, die Arbeit, aber wie ist das mit dem Team? „Die Atmosphäre im Team ist schon gut hier. Wir sind ein größeres Team, das ist ziemlich fest, das verändert sich nicht ständig und daher gibt es Kollegen, von denen weiß man eben mehr persönliche Dinge. Wir sind eine kleine Klinik, das ist schon familiär. Da kennt man schon viele Kollegen. Wenn man auf Weiterbildungen ist, trifft man auch Kollegen, mit denen man sich auch gern austauscht, wie es so läuft gerade.“

Lächeln, verabschieden und nach kaum zwanzig Minuten rauscht sie wieder zur Tür hinaus, Schwester Doreen, zurück auf ihre Station, zurück zu ihren Kindern. Viel zu tun wieder, aber Spaß macht es doch immer. 

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