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HNO-Schlafmedizin

Operative Schlafmedizin und Zungenschrittmachertherapie

Operative Schlafmedizin und Zungenschrittmachertherapie

Erholsamer Schlaf ist ein wesentlicher Bestandteil guter Lebensqualität. Jeder hat schon einmal „schlecht geschlafen“ und weiß, wie sich das auf den nächsten Tag auswirkt. Die Obstruktive Schlafapnoe, kurz OSA, ist weit verbreitet. Mehr als 5% der Bevölkerung (überwiegend Männer ab 40 Jahren) leiden unter Schnarchen und nächtlichen Atemstillständen, ausgelöst durch einen Kollaps der oberen Atemwege.

Schlafmedizinische Sprechstunde

Viele Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe können durch konservative Verfahren wie eine nächtliche Positiv-Druckbeatmung (CPAP) oder Unterkieferprotrusionsschienen (UKPS) gut behandelt werden. 

Unsere Sprechstunde richtet sich an die Patienten, die die oben genannten Methoden nicht tolerieren, keinen ausreichenden Therapieeffekt durch sie erfahren oder aus medizinischen Gründen nicht für sie geeignet sind.

In solchen Fällen können operative Therapieverfahren eine sinnvolle Alternative darstellen.

Unser Ziel ist es, die Patienten über Therapiealternativen zu informieren und in weiteren Schritten ein individuelles Behandlungskonzept zu erstellen.

Bei der Schlafvideoendoskopie wird die Schlafapnoe „live“ dargestellt. Eine leichte medikamentöse Sedierung simuliert den normalen Schlaf. Hierbei ist es möglich, den oberen Atemweg mit einem schmalen Endoskop zu inspizieren und die anatomische Ursache der Obstruktion zu analysieren.

Diese Untersuchung ist in den meisten Fällen Voraussetzung für die Auswahl eines geeigneten operativen Verfahrens.

Der Eingriff ist minimalinvasiv, risikoarm und wird in der Regel ambulant durchgeführt.

Die Hypoglossus-Stimulation, der sogenannte „Zungenschrittmacher“, stellt eine innovative und wirksame Therapie-Methode der obstruktiven Schlafapnoe dar.

Durch die nächtliche Stimulation des Zungennervens wird ein Zurückfallen der Zunge während des Schlafs effektiv verhindert und der Atemweg offen gehalten. Atemaussetzer und Schnarchen werden so deutlich reduziert.

Die Therapie eignet sich für ausgewählte Patienten mit mittel- bis schwergradiger Schlafapnoe.

Unsere Klinik bietet die zwei in Deutschland zugelassenenSysteme (Inspire® und Genio®) an, deren Wirksamkeit in wissenschaftlichen Studien belegt werden konnte.

Das Inspire®-System stimuliert atmungsgesteuert einseitig die Zungenmuskulatur und öffnet so den Atemweg. Es besteht aus drei Komponenten (Stimulationselektrode, Atemsensor, Aggregat), welche vollständig über zwei Zugänge (unter dem Kinn und an der Brustwand) implantiert werden.

Das System wird einen Monat nach der Operation aktiviert, hierbei  kann die Stimulation mittels einer Fernbedienung durch den Patienten selbst bedient und angepasst werden.

Eine Feineinstellung erfolgt drei Monate nach der Implantation durch ein kooperierendes Schlaflabor.

Das Genio®-System stimuliert beidseitig die Zungennerven und deren Muskulatur und besteht aus nur einer Stimulationselektrode, welche durch einen einzigen Schnitt unterhalb des Kinns implantiert wird. Die Stimulation erfolgt anhand eines, an das individuelle Atemmuster des Patienten angepassten, Algorithmus.

Die Patienten müssen zur Nutzung nachts einen Chipgenerator tragen, der mit einem Pflaster unter dem Kinn befestigt wird.

Die Erstaktivierung des Systems findet zwei Monate nach der Operation statt, auch hier wird mit zeitlichem Abstand eine Feineinstellung der Stimulation im Schlaflabor vorgenommen.

Neben dem „Zungenschrittmacher“ bieten wir weitere operative Verfahren an, die in ausgewählten Fällen eine deutliche Reduktion von Atemaussetzern und Besserung der Lebensqualität erwirken können. Hierzu zählen beispielsweise eine Entfernung der Mandeln mit Raffung der Gaumenbögen (TE-UPPP) oder eine operative Versteifung des Kehldeckels (Epiglottopexie).

Informationen zum Schlaflabor

Unser interdisziplinäres Schlaflabor untersucht Ihre Schlafqualität über Nacht. Sie finden es am Campus Elberfeld an der Arrenberger Straße 20.