Mo - Mi 09:00 bis 18:00
Do - Fr 09:00 bis 14:00
Sa 09:00 bis 12:00
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HERZRHYTHMUS-STÖRUNGEN, Schrittmacher und ICD:
Koordination Rhythmologie: Salima Gromnitza
Telefon (0202) 896-5253
E-Mail: salima.gromnitza@helios-gesundheit.de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 08:00–15:30 Uhr
Wissenswertes zur Kardiologie - Rhythmologie
Die Rhythmologie ist ein Teilbereich der Kardiologie und beschäftigt sich mit den Ursachen, den möglichen Folgen und der Therapie sämtlicher Herz-Rhythmusstörungen.
Neben der häufigsten Rhythmusstörung, dem Vorhofflimmern, unterscheiden wir eine Vielzahl weiterer Arrhythmien. Ziel unserer klinischen Tätigkeit ist es für jeden Patienten individuell die geeignete Therapieform zu finden und diese mit ihm zu besprechen.
Neben der medikamentösen Therapie hat sich die Katheter-Ablation von Rhythmusstörungen als besonders effektiv erwiesen. Uns stehen hierfür zwei hochmoderne Katheter-Labore mit neuester Technik zur Verfügung. Bei der Ablationstherapie wird eine elektrische Isolation oder eine Umleitung von elektrischen Erregungen erreicht. Dies kann durch Hitze- oder Kälte-Anwendung oder durch das neue, nicht- thermische Ablationsverfahren Pulse-Field Ablation-(PFA) erreicht werden. Die meisten Arrhythmien können so gut behandelt, teilweise sogar geheilt werden.
Das EKG ist in der Regel ausreichend um die Diagnose der Rhythmusstörung zu stellen. Patienten und niedergelassene Ärzte können sich jederzeit telefonisch per Fax oder E-Mail zur Besprechung an uns wenden.
Gesetzlich versicherte Patienten, die von Hausarzt oder Kardiologen für eine stationäre Behandlung in unsere Klinik eingewiesen werden, werden von uns vorstationär ausführlich über den geplanten Eingriff informiert, ggf. notwendige Zusatzuntersuchungen werden terminiert.
Unsere Privat-Sprechstunde steht privat versicherten Patienten für persönliche Beratungsgespräche und ambulante Untersuchungen zur Verfügung.
Das Herzzentrum Wuppertal ist Mitglied im „Kompetenznetz Vorhofflimmern“, einem bundesweiten Forschungsnetz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Das Team der Rhythmologie am Herzzentrum Wuppertal hilft Ihnen gerne weiter, bitte sprechen Sie uns an!
Vorhofflimmern stellt die häufigste im klinischen Alltag vorkommende Herzrhythmusstörung dar. In Deutschland sind mehr als eine Million Einwohner von Vorhofflimmern betroffen. Die Klinik reicht von fehlender Symptomatik, über Herzstolpern bis hin zu ausgeprägter Leistungsschwäche, Engegefühl in der Brust und Luftnot. Komplikationen können thrombembolische Ereignisse (Schlaganfall, andere Organinfarkte) sowie eine konsekutive Herzschwäche durch anhaltend zu schnellen Pulsschlag sein. Entstehungsort ist häufig der linke Vorhof und hier insbesondere die Mündungen der Lungenvenen (Pulmonalvenen).
Vorhofflimmern ist keine akut gefährliche Rhythmusstörung, an der man plötzlich versterben kann. Viele Patienten bemerken des Vorhofflimmerns nicht. Entscheidend ist hier eine Risikoabschätzung für das Auftreten eines Schlaganfalls. Dies geschieht heute anhand eines Punktesystems, dem CHADS-VA Score.
Bei Vorhandensein von einem Punkt sollte eine entsprechende Blutverdünnung durchgeführt werden, bei zwei Punkten ist dies dringlich zu empfehlen.
Alter > 65 Jahre | 1 Punkt |
Alter > 75 Jahre | 2 Punkte |
Schlaganfall in der Vergangenheit | 2 Punkte |
Diabetes | 1 Punkt |
Bluthochdruck | 1 Punkt |
Herzschwäche | 1 Punkt |
Relevante Gefäßverkalkung | 1 Punkt |
Die Entwicklung einer Herzschwäche oder die Verschlechterung einer bestehenden Herzschwäche können ebenfalls durch Vorhofflimmern verursacht werden. Patienten bemerken mitunter lediglich eine Leistungseinschränkung, die sie nicht mit einer Rhythmusstörung in Zusammenhang bringen. Die optimale Behandlung des Vorhofflimmerns trägt wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität und unter Umständen auch zur Lebensverlängerung bei.
Bei fehlenden Beschwerden ist eine weitere Behandlung mit Wiederherstellung des normalen Sinusrhythmus nicht immer notwendig. Mittels EKG sollte die Herzfrequenz kontrolliert und bei Bedarf durch Medikamente wie Beta Blocker oder Kalzium-Antagonisten auf eine Frequenz < 110/min eingestellt werden.
Wichtig ist, dass viele Patienten das Vorhofflimmern nicht als Rhythmusstörung wahrnehmen. Müdigkeit, Leistungsminderung oder Luftnot können einzige Symptome des Vorhofflimmerns sein und können durch die Behandlung des Vorhofflimmerns deutlich gebessert werden.
Auch eine Modifikation des Lebensstils mit regelmäßiger Bewegung, Optimierung des Körpergewichts, Verzicht auf Alkohol und Nikotin, ggf. Behandlung einer Schlaf-Apnoe und guter Blutdruck- und Blutzucker- Einstellung sind wichtige Therapieziele.
Die Behandlung eines symptomatischen Vorhofflimmerns, das die Lebensqualität einschränkt, sollte immer mit einem Rhythmologen besprochen werden.
Bei anhaltendem, sogenanntem persistierendem Vorhofflimmern kann eine elektrische Kardioversion die Rückkehr in einen normalen Sinusrhythmus erreichen. Hierzu wird in einem Kurzschlaf ein elektrischer Schock am Herzen abgegeben. Der Patient muss danach in der Klinik überwacht werden.
Die elektrische Kardioversion hat keinen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit des Auftretens erneuter Rhythmusstörungen. Dies kann nur durch Medikamente oder eine Ablationstherapie erreicht werden.
Spezielle Rhythmus Medikamente wie Flecainid, Propafenon, Dronedaron und Amiodaron können verhindern, dass das Herz wieder ins Vorhofflimmern zurückspringt. Flecainid oder Propafenon sind eine gute Wahl bei Herz-gesunden Patienten mit Vorhofflimmern, da sie ein geringes Nebenwirkungsprofil aufweisen. Amiodaron ist zwar das wirksamste uns zur Verfügung stehende Medikament, es kann jedoch häufiger wegen relevanter Nebenwirkungen nicht dauerhaft eingenommen werden und sollte daher eher bei älteren Patienten eingesetzt werden.
Bei der Pulmonalvenen-Isolation erfolgt eine elektrische Isolation der Lungenvenen vom linken Vorhof. Diese Verödung kann durch Hitze, Kälte oder Elektroporation (PFA) durchgeführt werden. Hierzu werden von der Leistenregion die Katheter zum Herzen vorgebracht.
Der Eingriff findet in einem künstlichen Dämmerschlaf (Analgosedierung) statt und dauert ca. 1 Stunde. Eine bestehende Blutverdünnung sollte vor dem Eingriff gemäß den Empfehlungen des Untersuchers nur minimal pausiert werden. Die Patienten können in der Regel am gleichen Tag nach ausreichender Überwachung oder am Folgetag entlassen werden. Wir empfehlen eine körperliche Schonung für eine Woche.
Die Ablation von Vorhofflimmern sollte nur in hierzu spezialisierten Zentren mit langjähriger Erfahrung für den komplexen Eingriff durchgeführt werden. Im Herzzentrum Wuppertal wird die Ablation von Vorhofflimmern seit 2002 regelmäßig durchgeführt. Seit 2022 sind wir von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Vorhofflimmer-Zentrum zertifiziert.
Patienten mit anfallsweisem Vorhofflimmern oder Entwicklung einer Herzschwäche sollten in der Regel mit einer Ablation behandelt werden. Bei Patienten mit anhaltendem Vorhofflimmern sollte auch eine medikamentöse Therapie in Erwägung gezogen werden.
Die Erfolgsaussichten der Ablation werden im Wesentlichen von den Begleiterkrankungen der Patienten bestimmt. Prinzipiell geht eine frühzeitige Therapie mit einer höheren Erfolgsrate einher. Auch nach der Pulmonalvenen-Isolation kann erneut Vorhofflimmern auftreten. Eine zweite und selten auch dritte Ablation kann notwendig sein. Häufig werden neben den Pulmonalvenen dann weitere Strukturen identifiziert, die für die Entstehung des Vorhofflimmerns von Bedeutung sind.
Sabrina Hoppe
(0202) 896-5740
Irena Grin
(0202) 896-5790
Heike Krause
(0202) 896-5870
Silke Paß
(0202) 896-5817
Das Helios Universitätsklinikum Wuppertal (HUKW) hat einen neuen Chefarzt: Prof. Dr. med. Stefan Krüger übernimmt die Leitung der Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin.
Das Helios Universitätsklinikum Wuppertal (HUKW) setzt weiterhin Maßstäbe in der neurologischen Notfallversorgung. Die Schlaganfall-Spezialstation wurde erneut erfolgreich als „überregionale Stroke Unit“ qualitätsgeprüft und zertifiziert. Damit bestätigt die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) gemeinsam mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe das hohe medizinische Niveau und die lückenlose Versorgungsqualität am Standort.
Stabwechsel am Helios Universitätsklinikum Wuppertal (HUKW): Dr. Holger Raphael wird das Unternehmen Ende Juli verlassen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen. Seine Nachfolge tritt Rungfa Saligmann an, die bereits zum 1. Mai 2026 als Klinikgeschäftsführerin und Leiterin des Helios Clusters Bergisches Land startet. In dieser Rolle übernimmt sie von Dr. Raphael zudem die Leitung der bundesweiten Helios-Fachgruppe der Klinikgeschäftsführer. Um eine lückenlose Fortführung aller strategischen Projekte zu garantieren, gestalten beide eine enge gemeinsame Übergangsphase und führen das Haus bis zum Ausscheiden von Dr. Raphael Hand in Hand.
Für seine wissenschaftliche Fotografie wird Prof. Dr. Maximilian Ackermann, Pathologe am Helios Universitätsklinikum Wuppertal der Universität Witten/Herdecke, mit dem Lennart Nilsson-Preis des Karolinska Instituts in Stockholm geehrt.
Zum 01.05.2025 hat Sebastian Windmöller die Position des Chefarztes des Interdisziplinären Notfallzentrums (NFZ) am Helios Universitätsklinikum Wuppertal übernommen. Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Notfallmedizin sowie im strategischen Auf- und Ausbau interdisziplinärer Strukturen bringt er umfassende klinische Expertise in die Leitung ein.
Priv.-Doz. Dr. med. Mahmoud Diab hat die neue Position am 1. Januar dieses Jahres übernommen. Mit seiner umfangreichen medizinischen Expertise und langjährigen Erfahrung wird er das Team der Herzchirurgie leiten und die Patientenversorgung auf höchstem Niveau sicherstellen.
„Herzenssache“ – so heißt eine Helios Mitarbeitenden-Aktion, die seit dem Start vor zwei Jahren auf aktuell insgesamt über 60 bundesweit teilnehmende Helios-Kliniken sowie die Medizinischen Versorgungszentren ausgeweitet hat.
Neues Zentrum am Helios Universitätsklinikum bündelt die Behandlungsoptionen.
Das Brustzentrum am Helios Universitätsklinikum Wuppertal beteiligt sich als eine der ersten Kliniken in Europa an einer Studie, die herausfinden soll, ob eine MRT-Untersuchung des entfernten Tumors direkt im OP die Nachoperationsrate bei Brustkrebserkrankungen senken kann.
42117 Wuppertal