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Patientenwissen

Gebärmutterentfernung: Hintergrund und Operationsmethoden

Gebärmutterentfernung: Hintergrund und Operationsmethoden

Die Entfernung der Gebärmutter ist für viele Frauen ein schwerer Schritt. Bei einigen Erkrankungen ist sie jedoch notwendig. Dabei stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung.

Bei folgenden Erkrankungen kann die Entfernung notwendig sein:

  • Krebserkrankungen der Gebärmutter oder des Gebärmutterhalses
  • Tumoren eines Eierstocks beziehungsweise beider Eierstöcke
  • große oder ungünstig gelegene Muskelgeschwülste (Myomen) der Gebärmutter
  • bedrohlichen Blutungen (zum Beispiel durch einen Riss in der Gebärmutterwand oder anderen Komplikationen während oder nach der Geburt)

Bei ständig wiederkehrenden Blutungen, einem Gebärmuttervorfall sowie schweren Entzündungen und Eitergeschwüren (Abszessen) im Bereich der inneren Geschlechtsorgane kann die Entfernung der Gebärmutter ebenfalls erforderlich sein.

Eine wichtige Voraussetzung für den Eingriff ist eine abgeschlossene Familienplanung, da nach der Entfernung der Gebärmutter keine weiteren Schwangerschaften mehr ausgetragen werden können. Eine Regelblutung findet nach der Operation nicht mehr statt.  

Operationsmethoden

In der modernen Medizin stehen heute vier verschiedene Operationsmethoden zur Verfügung. Wir entscheiden in jedem Fall einzeln, welche Technik für die Patientin sinnvoll. Die Entscheidung ist von der vorliegenden Erkrankung, der Gebärmuttergröße und anatomischen Gegebenheit abhängig.

Hierbei wird die Gebärmutter durch die Scheide entfernt. Voraussetzung für die Anwendung der vaginalen Hysterektomie ist ausreichender Platz im Scheidengewölbe der Patientin sowie eine nicht zu große Gebärmutter. Ein wesentlicher Vorteil dieser Methode besteht darin, dass keine sichtbaren Narben zurückbleiben; lediglich tief in der Scheide verbleibt eine –unsichtbare – Narbe. Zudem beschreiben viele Patientinnen diese Methode als sehr schmerzarm. Im Schnitt müssen unsere Patientinnen bei der vaginalen Hysterektomie drei bis vier Tage in der Klinik bleiben.

Diese Methode wenden wir an, wenn beispielsweise der Verdacht auf Verwachsungen durch Voroperationen in der Bauchhöhle besteht. Dabei wird zunächst eine Bauchspiegelung durchgeführt und die Gebärmutter aus ihrem Halteapparat gelöst. Anschließend entfernt der Operateur die Gebärmutter durch die Scheide (siehe „Vaginale Hysterektomie“).  

Zusätzlich zu der dort beschriebenen kleinen Narbe in der Scheide sind nach dieser Operation drei bis vier kleine, rund einen Zentimeter breite Nähte an der  Bauchdecke der Patientin zu sehen. Hier liegt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ebenfalls bei drei bis vier Tagen.  

Sie kommt zur Anwendung, wenn die Gebärmutter der Patientin für die vaginale Entfernung zu groß ist sowie im Falle bösartiger Erkrankungen. Wir machen einen 10 bis 15 Zentimeter langen Hautschnitt im Unterbauch („Kaiserschnitt-Narbe“) und entfernen die Gebärmutter. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei drei bis vier Tagen.

Bei dieser Methode nehmen wir die Gebärmutter mittels Bauchspiegelungstechnik komplett aus ihrem Halteapparat. Anschließend entfernen wir sie in kleinen Teilen aus der Bauchhöhle der Patientin (morcellieren). Dabei wird nur der Gebärmutterkörper entfernt, der Gebärmutterhals bleibt erhalten. Wichtig nach einer Supracervikalen Hysterektomie ist es, bei der Vorsorgeuntersuchung auch weiterhin einen Abstrich auf Gebärmutterhalskrebs durchführen zu lassen.  Im Durchschnitt bleiben die Patientinnen nach diesem Eingriff weitere drei Tage bei uns.