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Helios Park-Klinikum Leipzig Interventionelle Radiologie

Interdisziplinäres Gefäßzentrum

In unserem interdisziplinären, zertifizierten Gefäßzentrum behandeln wir Patient:innen mit akuten wie chronischen Erkrankungen und Verletzungen des arteriellen und des venösen Gefäßsystems.

Leitung des Zentrums
Unsere Chefärzte leiten das Team mit ausgezeichneter fachlicher Expertise.
Michael Moche
Chefarzt der Klinik für Interventionelle Radiologie | Leiter Interdisziplinäres Gefäßzentrum
Holger Staab
Stellv. Ärztlicher Direktor, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie | Leiter Wund-Fuß-Zentrum
Ihr Termin bei uns

Sie können Ihren Termin entweder telefonisch oder ganz bequem über unser Patientenportal buchen.

 

Case Management: 0341 864-252490

Mo-Fr  07:30-16:00 Uhr

 

Unsere Leistungen & Expertise

In unserem interdisziplinären Gefäßteam arbeiten Gefäßchirurgie, interventionelle Radiologie und Angiologie eng zusammen. Wir behandeln akute und chronische Erkrankungen der Venen, Arterien und Lymphgefäße mit modernen, individuell abgestimmten Verfahren – operativ, minimalinvasiv, medikamentös sowie durch pflegerische und manuelle Therapien. So bieten wir Ihnen das gesamte Spektrum der Gefäßmedizin aus einer Hand. Nachfolgend stellen wir Ihnen unsere wichtigsten Behandlungsfelder vor.

Ein Aortenaneurysma bezeichnet eine Aussackung (Erweiterung) der Hauptschlagaderwand. Je größer die Aussackung wird, desto höher ist die Gefahr, dass die Aorta reißt. Platzt die Aorta, kann dies tödlich enden, da sehr viel Blut innerhalb kürzester Zeit austritt. Ab einer Größe von fünf Zentimetern sollte ein Aneurysma behandelt werden, da sonst die Wahrscheinlichkeit eines Risses sehr groß wird.  
 

Wir behandeln lebensbedrohliche Bauchartenaneurysmen in unserem gefäßchirurgischen Team offen-chirurgisch oder durch den Einsatz einer künstlichen Gefäßprothese (Stent).

 

Risikofaktoren eines Aneurysmas

Ein Aneurysma kann über viele Jahre unbemerkt heranwachsen. Neben genetischen Faktoren, kann auch der Lebensstil zur Bildung eines Aneurysmas führen.

 

  • angeborene Fehlbildungen
  • Bluthochdruck
  • Gefäßverkalkung (Arteriosklerose)
  • Verletzungen der Gefäßwand


Symptome eines Aneurysmas

Oft verursachen Aneurysmen keine Beschwerden, außer sie reißen. Wird das Aneurysma im Bauchraum so groß, dass es auf umliegende Organe drückt, können folgende Beschwerden auftreten:

 

  • Schmerzen im Unterbauch
  • Rückenschmerzen, die in die Beine ausstrahlen
  • Bei einem Riss der Aorta: starke, unerklärliche Bauchschmerzen, Übelkeit, Kreislaufschock

 

Aneurysmen können in einem Ultraschall entdeckt werden. Mittels bildgebender Verfahren (CT, MRT, Angiografie) können unsere Gefäßmediziner die Lage, Größe und Gefährlichkeit des Aneurysmas beurteilen.

 

Behandlung eines Aneurysmas

Operative Behandlung

Bei einer offenen Operation legen wir mit einem großen Bauchschnitt die Aorta frei und eröffnen das Aneurysma. An der Stelle setzen wir ein künstliches Gefäßstück, eine Kunststoffprothese, ein und verbinden die Prothese mit der körpereigenen Gefäßwand.

 

Endovaskuläre Behandlung

Ein schonenderer Eingriff ist die Stenttherapie, die bei etwa der Hälfte aller behandlungsbedürftigen Patient:innen mit einem Aneurysma angewendet werden kann. Dabei wird, über einen kleinen Schnitt an der Leiste, ein dünner Katheter in die Oberschenkelarterie eingeführt und die Stent-Prothese bis zum Aneurysma vorgeschoben. Der Stent besteht aus einem, mit Kunststoff ummantelten, Drahtgeflecht und entfaltet sich mithilfe eines Ballons genau dort, wo sich das Aneurysma befindet. Ist der Stent an der Aorta fixiert, wird der Katheter entfernt. Das Blut strömt nun durch die Stent-Prothese und entlastet somit die Gefäßwand.

Dieser Eingriff wird in unserer Klinik von erfahrenen Gefäßmediziner:innen in einem hochmodernen Behandlungsraum durchgeführt.

Bei der Schaufensterkrankheit (arterielle Verschlusskrankheit) handelt es sich um eine Durchblutungsstörung, insbesondere der Beine. Ein typisches Symptom sind Schmerzen beim Gehen. Um den Schmerz zu lindern, bleiben Betroffene häufig stehen – daher kommt auch der Name „Schaufensterkrankheit“, der im Volksmund häufig verwendet wird.


Die Schwere der Schaufensterkrankheit lässt sich in vier Stadien unterteilen, wobei man ab dem zweiten Stadium eine operative Behandlung empfiehlt. 

 

Risikofaktoren der Schaufensterkrankheit

Ein ungesunder Lebensstil (wenig Bewegung, fettreiche Kost, Nikotin) kann die Schaufensterkrankheit begünstigen.

  • langjähriges Rauchen
  • erhöhte Blutfettwerte
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht
  • familiäre Veranlagung  

 

Symptome der Schaufensterkrankheit

Die arterielle Verschlusskrankheit kann sich über viele Jahre unbemerkt entwickeln. Meist treten die Symptome im höheren Alter auf. Je nach Schwere der Beschwerden, lässt sich die PAVK in vier Stadien einteilen

  • Stadium I: Es treten noch keine Beschwerden auf. Die Engstellen sind noch gering und die Diagnose wird meist zufällig gestellt
  • Stadium II: Es treten Muskelschmerzen in Waden, Gesäß oder Oberschenkeln auf, die auf eine geringere Durchblutung deuten. Betroffene können bereits hier nicht mehr längere Strecken zu Fuß zurücklegen. Wird eine Pause eingelegt, bessern sich die Schmerzen schnell wieder.
  • Stadium III: Die Schmerzen treten vermehrt auch in den Füßen und Zehen auf und bleiben auch im Ruhezustand (besonders beim Liegen) bestehen.
  • Stadium IV: Das Gewebe ist bereits stark geschädigt und es bilden sich Geschwüre. Selbst kleinste Verletzungen heilen nur noch schlecht. Im schlimmsten Fall kann eine Amputation nötig werden.

 

Behandlung der Schaufensterkrankheit

In unserer Klinik kommt das gesamte Spektrum der modernen Gefäßchirurgie zum Einsatz. Wir behandeln Gefäßverengungen und -verschlüsse im Becken, Ober- und Unterschenkeln sowie an den Füßen.

 

Operative Verfahren

Ist die Schaufenstererkrankung bereits fortgeschritten, empfehlen wir eine operative Behandlung. Hierbei können verschiedenen Verfahren zum Einsatz kommen.

Bypass-Operation: Bei einer Bypass-Operation werden verengte Gefäße mittels einer Umleitung, dem Bypass, überbrückt. Immer wenn es möglich ist, verwenden wir hierfür eine körpereigene Vene. Alternativ verwenden wir Kunststoffbypässe oder Erweiterungsplastiken mit sogenannten Kunststoffpatches.

Ausschälplastik: Engstellen der Bein und Beckenschlagader können wir mittels einer Ausschälung wieder eröffnen. Dafür wird die Engstelle freigelegt, das Gefäß eröffnet und die Ablagerungen an der Gefäßwand beseitigt.

 

Interventionelle Verfahren

Die perkutane transluminale Angioplastie (PTA) ist ein minimal-invasives Verfahren zur Erweiterung oder Wiedereröffnung von verengten oder verschlossenen Blutgefäßen, bei dem unter radiologischer Kontrolle mittels Katheter ein kleiner Ballon ins Gefäßsystem eingeführt wird. Die perkutane transluminale Angioplastie (PTA) wird deshalb auch als Ballondilatation bezeichnet.

 

Konservative Verfahren

Zur Behandlung der Schaufensterkrankheit können Medikamente zum Einsatz kommen, die verhindern, dass sich Ablagerungen (Plaques) an den Gefäßwänden bilden. Auch die Neuromodulation, eine besondere Form der Schmerztherapie, bei der die Weiterleitung des Schmerzreizes ans Gehirn unterbrochen wird, finden hier Anwendung.

 

Der akute Gefäßverschluss

Beim akuten Gefäßverschluss kann das Blut nicht mehr durch die Gefäße transportiert werden, die Zufuhr mit Sauerstoff wird unterbrochen. Der akute Gefäßverschluss einer Arm- oder Beinarterie ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der sofort behandelt werden muss.

 

Warnsignale sind:

  • Plötzlich auftretender Schmerz in Armen oder Beinen
  • Blässe
  • Schwäche, Erschöpfung
  • Geringer Puls
  • Taubheit, Gefühlslosigkeit

Das Gefäß muss umgehend wieder geöffnet werden. Dies geschieht über kathetergestützte oder andere, oben aufgeführte, operative Verfahren.

Eine Verengung der Halsschlagader wird als Carotisstenose bezeichnet. Sie kann symptomlos verlaufen oder aber zu einem Schlaganfall führen. Die Symptome können innerhalb von wenigen Sekunden oder Minuten auftreten oder über Stunden anhalten.  Die Gefahr, an einer Halsschlagaderverengung zu erkranken, nimmt mit dem Alter zu. Oft bahnt sich eine Verengung über einen längeren Zeitraum an, ohne, dass der oder die Betroffene etwas davon bemerkt.

 

Ursachen der Carotisstenose

Wie bei den meisten Gefäßerkrankungen ist auch die Halsschlagaderverengung oft auf eine Gefäßverkalkung (Arterisklerose) zurückzuführen. Hierbei bilden sich Ablagerungen (sogenannte Plaques), die das Gefäß immer weiter einengen und es sogar ganz verschließen können (LINK Gefäßverschluss). Die Plaques können sich aber auch teilweise lösen und als Stückchen mit dem Blutstrom durch das Gefäß bis zum Gehirn wandern und sich dort ablagern, wodurch Gehirngefäße verengt oder verstopft werden können. Als Folge kann nicht mehr die benötigte Menge an Blut und Sauerstoff durch das Gefäß transportiert werden. Bricht der Blutstrom gang ab, wird das Gehirn nicht mehr mit Sauerstoff versorgt, was zu einem Schlaganfall führt.

 

Risikofaktoren der Carotisstenose

Die Verkalkung von Gefäßen ist ein alterungsbedingter, natürlicher Prozess. Es gibt aber viele Faktoren, die eine Bildung von Plaques beschleunigen können, die unmittelbar mit dem Lebensstil zusammenhängen. Dazu zählen:

  • Rauchen
  • Diabetes mellitus
  • Übergewicht und Adipositas
  • Bluthochdruck
  • erhöhte Blutfettwerte

 

Symptome der Carotisstenose

Es gibt unterschiedliche Symptome, die auf eine Halsschlagaderverengung hinweisen können. Viele ähneln denen eines Schlaganfalls:

  • Seh- und Sprachstörungen
  • Schwindel
  • Lähmungen an Armen, Beinen oder im Gesicht
  • Kopfschmerzen

 

Behandlung der Carotisstenose

Treten die ersten Symptome auf oder ist das Risiko groß, einen Schlaganfall zu erleiden, so kann man die Halsschlagaderverengung operativ behandeln. Hierzu gibt es verschiedene Verfahren, die sich etabliert haben, um die verkalkte Engstelle zu entfernen.

Über einen kleinen Schnitt an der Halsseite wird die Halsschlagader freigelegt. Bei der sogenannten Thrombendarteriektomie (TEA) wird das Gefäß längs eröffnet und die verengte Stelle sowie das erkrankte Gewebe ausgeschält. Anschließend wird der Längsschnitt durch einen Patch wieder verschlossen.

Eine andere Methode ist die Eversionsendarteriektomie (EEA). Hierbei wird die Arterie an der Verschlussstelle durchtrennt und die Arterienwand nach außen umgestülpt, sodass die Ablagerungen entfernt werden können. Anschließend wird das gesäuberte Gefäß wieder eingenäht.

Während des gesamten Eingriffs überwachen wir die Hirnfunktion mittels Neuromonitoring, sodass wir schnell auf Veränderungen der Durchblutung reagieren können.

Krampfadern sind erweiterte Blutgefäße des Venensystems. Oft treten sie deutlich hervor und sind bereits mit bloßem Auge sichtbar. Die Wahrscheinlichkeit für Krampfadern steigt mit dem Alter, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.


Wer unter Krampfadern leidet, hat meist eine genetische Veranlagung dazu. Daher ist eine vollständige Heilung oft nicht möglich. Frühzeitig erkannt, stehen die Aussichten jedoch gut, dass sich die Krampfadern nicht verschlimmern. Krampfadern lassen sich mit modernen, minimalinvasiven, also besonders schonenden, Operationen behandeln.
 

Meist kann die Operation ambulant erfolgen, das heißt die Patientin bzw. der Patient muss nicht über Nacht in der Klinik bleiben. Voraussetzung für die Behandlung ist eine sorgfältige Diagnostik, bei der wir auf die Bedürfnisse unserer Patient:innen eingehen und die geeignete Therapieform finden.

 

Stripping-Operation

Die Stripping-Operation ist die häufigste Behandlungsform, um Krampfadern zu beseitigen. Hierbei wird die erkrankte Stammvene chirurgisch abgetrennt und mit einem Draht herausgezogen.

 

Thermische Verfahren

In geeigneten Fällen können wir Krampfadern auch mit modernen thermischen Verfahren behandeln. Hierbei wird die erkrankte Stammvene mit speziellen Katethern und sehr großer Hitze verschlossen und damit vollständig ausgeschaltet. Im Vergleich zur Stripping-Operation entstehen bei thermischen Verfahren weniger Blutergüsse und die Patient:innen haben an den Folgetagen nach dem Eingriff weniger Schmerzen.

 

Schaumverödung (Sklerosierung)

Kleinere Krampfadern und Besenreißer lassen sich am besten mittels Verödung am einfachsten behandeln. Hierbei wird ein Mittel in die betroffene Vene gespritzt, das die betroffenen Gefäße von innen verklebt und somit verschließt.

Zweitmeinung

Sie haben einen ärztlichen Befund erhalten und möchten eine zweite Meinung einholen oder sich von einem unabhängigen Mediziner beraten lassen? Vielleicht sind Sie unsicher, ob Sie einer empfohlenen Behandlung folgen sollen. Das Parkklinikum Leipzig unterstützt Sie gerne dabei.

Kontaktieren Sie uns gerne telefonisch unter 0341 864-252490 und schildern Sie uns Ihr Anliegen. Wir melden uns zeitnah bei Ihnen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Bitte klären Sie vor einem Termin bei uns mit Ihrer behandelnden Ärztin beziehungsweise Ihrem behandelnden Arzt, ob eine Überweisung erforderlich ist.

Einblicke in unser Zentrum

Gebündelte Kompetenz

Die vereinte Expertise aus Gefäßchirurgie und Interventioneller Radiologie bündelt sich im einzigen doppelt zertifizierten Gefäßzentrum in Leipzig – zum Wohle unserer Patient:innen.

Die Qualität des interdisziplinären Gefäßzentrums wurde von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und der Deutschen Röntgengesellschaft anerkannt. Darüber hinaus wurde das Zentrum nach DeGir für interventionelle Gefäßtherapie und als Ausbilungszentrum zertifiziert.

Fachübergreifend und kompetenzbündelnd gibt es eine gemeinsame Gefäßstation und -ambulanz, ein gemeinsames Case- und Patient:innen-Management sowie tägliche und überregionale Besprechungen. Eine Kooperation mit weiteren Fachabteilungen (z.B. Herzchirurgie, Kardiologie, Nephrologie und Neurologie) sorgt für interdisziplinäre und hohe fachliche Kompetenz.

Neuigkeiten
Helios Park-Klinikum Leipzig | 17.05.2023
Kleine Wunde, große Bedeutung
Chronische Wunden stellen ein häufig unterschätztes Krankheitsbild dar. Nicht rechtzeitig und richtig behandelt, können diese sogar bis zum Tod führen. Im neu gegründeten Wund-Fuß-Zentrum des Helios Park-Klinikums-Leipzig werden Patient:innen interdisziplinär, ambulant und stationär umfassend versorgt.
Helios Park-Klinikum Leipzig
Strümpellstraße 41
04289 Leipzig
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