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Fusionsbiopsie

MRT-Fusionsbiopsie der Prostata

MRT-Fusionsbiopsie der Prostata

In der Diagnostik eines möglichen Prostatakrebses können wir die hochspezialisierte Technik der Fusionsbiopsie einsetzen. Diese Technologie nutzt die Kombination der Vorteile des multi-parametrischen MRT der Prostata des Radiologen mit den Vorteilen des Ultraschalls des Urologen.

Ihr Ansprechpartner

André J. Pantaleon

Oberarzt
André J. Pantaleon

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Telefon

(0202) 896-3407

So ermöglicht es diese Technologie, die Bilder aus einem multi-parametrischen MRT der Prostata inklusive der gekennzeichneten krebsverdächtigen Areale sowie die Bilder aus dem Ultraschall übereinanderzulegen.

(Abb. 1: Multiparametrisches MRT der Prostata, links mit Einzeichnung der Prostatakontur, grün umrandet das verdächtige Areal.)

Durch die Fusion (Verschmelzung) von MRT- und Ultraschallbild werden die krebsverdächtigen Areale aus dem MRT mit der Hilfe einer Software im Ultraschall sichtbar gemacht. So können in Echtzeit auffällige Bereiche angepeilt werden um gezielt Proben zu entnehmen.

(Abb. 2: links Ultraschall, rechts Rechnersystem für die Fusion)

Diese Bildverschmelzung („Fusion“) ermöglicht dann die gezielte Biopsie im live-Bild mit Visualisierung und Kontrolle der Nadelführung.

(Abb. 3: oben links aktuelles „live“-Ultraschallbild mit Einblendungen)

Bei einer Erstbiopsie sollten anschließend noch weitere Biopsie aus den anderen Sektoren der Prostata entnommen werden, um eine „Übersicht“ des gesamten Organs zu bekommen. Dies erfolgt in Übereinstimmung mit den aktuellen nationalen Leitlinien zur Diagnostik bei Verdacht auf Prostatakrebs.

(Abb 4: Je nach Größe und Beurteilung des verdächtigen Areales werden zwischen 3 und 5 Proben aus diesem Bereich entnommen.)

Im Allgemeinen wird die Biopsie als ambulanter Eingriff durch den Enddarm durchgeführt und erfolgt mit einer lokalen Betäubung schmerzarm. Zur Prophylaxe einer Infektion wird eine antibiotische Einmalgabe durchgeführt.

In einigen Fällen erfolgt die Biopsie alternativ durch den Damm, dann allerdings in einer Kurznarkose.

Nach Erhalt des Ergebnisses durch den Pathologen können die Befunde dann besprochen und ein individuelles Vorgehen abgestimmt werden.