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Eierstockzysten bei Kindern: Wann muss operiert werden?

Eierstockzysten (Ovarialzysten) bei Kindern sind meist harmlos. Erst ab einer bestimmten Größe zeigen sich Symptome wie Bauchschmerzen. Wie Eierstockzysten behandelt werden, erfahren Sie im folgenden Beitrag. 

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Was sind Eierstockzysten?

Die Eierstock- oder Ovarialzyste ist ein mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum am Eierstock. Ab einer bestimmten Größe kann dieser zu einer Verdrehung des Eierstocks führen, mit akut einsetzenden Unterbauchschmerzen, die denen einer Blinddarmentzündung (Appendizitis) ähneln. Meist macht die Eierstockzyste nur geringe Beschwerden oder wird bei der Ultraschalluntersuchung als Zufallsbefund entdeckt.

Welche Arten gibt es?

Es gibt verschiedene Formen von Eierstockzysten, welche im Kindesalter vorkommen können:

  • Funktionelle Zysten/Retentionszysten: Sie treten gelegentlich im normalen Menstruationszyklus, meist aber bei noch unregelmäßigem Hormonhaushalt in der Pubertät auf.
  • Dermoidzysten (matures Teratom): Diese Zysten sind in erster Linie gutartig und können sehr groß werden. 
  • Neubildungen (Tumore): Es handelt sich um seltene Keimzelltumore, die eine spezielle Diagnostik und Therapie erfordern.

Wie werden Eierstockzysten bei Kindern behandelt?

Die Therapie der Eierstockzyste ist vom vorliegenden Zystentyp und den auftretenden Beschwerden abhängig. Eine Verdrehung des Eierstocks muss so schnell wie möglich operativ behoben werden, um ein Absterben des betroffenen Eierstocks durch eine Abschnürung der Gefäßversorgung zu verhindern.

Gelegentlich kann der Eierstock dann zurückgedreht werden. Zysten, die funktionstüchtig sind, können durch Verbesserung des Hormonhaushalts behandelt werden. Ab einer gewissen Größe oder bei unregelmäßiger Beschaffenheit sollten auch beschwerdefreie Zysten operativ entfernt werden.

Wie läuft die Operation bei Kindern ab?

Die Operation wird minimalinvasiv mittels Bauchspiegelung durchgeführt. Es erfolgt ein circa fünf bis zehn Millimeter langer Schnitt im Bereich des Nabels für die Kamera und zwei circa drei bis fünf Millimeter lange Schnitte im Bereich des Unterbauchs für die Instrumente.

Die Eierstockzyste wird entfernt und eine eventuelle Verdrehung des Eierstocks wird aufgelöst. Zur Entfernung großer Zysten ist ein kosmetisch günstiger Pfannenstielschnitt im Unterbauch erforderlich (horizontaler Bauchschnitt oberhalb der Schambeinfuge). 

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