Leistungen

Die Behandlung von urologischen Erkrankungen bei Kindern

Die Behandlung von urologischen Erkrankungen bei Kindern

In der Kinderurologie werden urologische Erkrankungen behandelt, die im Kindesalter auftreten.

Kontakt

Kinderurologische Sprechzeit

Telefon

(0202) 896-3400

Öffnungszeiten

Anmeldung bei Frau Hartmann, Frau Klotzer oder Frau Ziemann:
Telefon (0202) 896-3400
Telefax (0202) 896-3404
Kinderurologische Sprechzeit:
Mo. 8:30–13.30 nach Terminvereinbarung.
Auch zum Vorgepräch vor einer Operation melden Sie sich hier an.

Die Planung der diagnostischen Maßnahmen und der individuellen Therapie erfolgt gemeinsam mit Kinderärzten, Radiologen sowie Nuklearmedizinern unseres Klinikums in einer interdisziplinären Fallkonferenz.

Spezialgebiete der Kinderurologie

Sowohl die ambulante Beschneidung bei Vorhautverengungen (Phimose) oder Korrekturen nach bereits erfolgter Beschneidung als auch die operative Korrektur von Fehlbildungen des äußeren Genitale (Hypospadie) werden regelmäßig in unserer Klinik durchgeführt.

  • Ein Hodenhochstand (Leistenhoden) ist eine hormonelle Entwicklungsstörung, bei der der Hoden nicht oder nur unvollständig aus dem Bauchraum in den Hodensack abgestiegen ist. Um eine spätere Funktionsstörung der Spermienbildung zu vermeiden, sollte eine Therapie möglichst im ersten Lebensjahr beginnen. Zunächst ist eine hormonelle Therapie möglich. Erst wenn der Hoden nach Vollendung des 1. Lebensjahres nicht im Hodensack liegt, sollte ein operatives Verfahren angewendet werden. Hierbei wird der Hoden mikrochirurgisch (mit Hilfe einer Lupenbrille) aus den Verklebungen gelöst und so freipräpariert, dass er spannungsfrei im Hodensack vernäht werden kann.  
  • Eine Hodentorsion, also eine plötzliche Hodenverdrehung, führt dazu, dass der Hoden nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. Dies ist ein kinderurologischer Notfall! Plötzlich auftretende Hodenschmerzen sollten sofort in der urologischen Notfallambulanz abgeklärt werden.
  • Weitere Hodenerkrankungen und die Entscheidung darüber, ob diese behandelt werden müssen, können in unserer Kindersprechstunde besprochen werden.
  • Bei einer Harnstauungsniere ist der Übergang vom Nierenbecken in den Harnleiter verengt und der Urin deshalb in seinem Abfluss gegebenenfalls gestört (Nierenbeckenabgangsenge). Seltener sind auch Harnleitervergrößerungen (Megaureter) oder Blasenentleerungsstörungen der Grund für eine Stauungsniere. Die Untersuchungen erfolgen anhand von Ultraschall oder nuklearmedizinischen Untersuchungen. Die weitere Behandlung wird dann individuell und abhängig vom Ausmaß der Erkrankung festgelegt.
  • Bei einer Refluxerkrankung läuft Urin aus der Blase in den Harnleiter bis ins Nierenbecken zurück, da die Funktion des Harnleiters gestört ist. Gründe dafür können eine angeborene Veränderung des Harnleiters (primärer Reflux) oder auch ein erhöhter Blasendruck (sekundärer Reflux) sein. Patienten mit einer Refluxerkrankung leiden zunächst an sich häufig wiederholenden Harnwegsinfektionen. Bei geringer Ausprägung einer primären Reflux-Erkrankung reicht zunächst eine Antibiotikatherapie aus. Erst wenn diese nicht ausreicht oder die Ausprägung stärker ausgeprägt ist, kommt ein minimalinvasiver Eingriff in Betracht, bei dem ein körperverwandtes Gel unter die Harnleitermündung gespritzt wird, das die Ventilfunktion wiederherstellen kann. Bei sehr ausgeprägten Befunden oder dem Versagen einer endoskopischen Unterspritzung besteht die Möglichkeit einer konventionellen operativen Versorgung. Bei einem sekundären Reflux hingegen muss zunächst die Ursache diagnostiziert und therapiert werden. Hiernach kann sich ein Reflux von alleine rückbilden. 
  • Als Enuresis wird das alleinige nächtliche Einnässen bezeichnet. Ursache dafür kann ein fortbestehendes frühkindliches Wasserlass-Verhalten sein, so dass in Folge die Blase eine zu geringe Kapazität aufweist.
  • Eine kindliche Inkontinenz bezeichnet hingegen jeglichen kindlichen Urinverlust, also auch tagsüber, für die verschiedene anatomische Auffälligkeiten ursächlich sein können. Im Rahmen einer individuellen sogenannten Stufendiagnostik wird die Ursache der Enuresis/Inkontinenz ermittelt. Hiernach richtet sich dann eine individuell auf das Kind abgestimmte Behandlung.
  • Wiederholt auftretende Harnwegsinfekte – oft durch anatomische Besonderheiten bedingt – können in der Regel ambulant abgeklärt werden, inklusive Refluxprüfung mittels sonographischer, konventioneller oder nuklearmedizinischer Untersuchungen.

Informationen für Eltern

Lesen Sie hier Informationen zu den häufigsten urologischen Erkrankungen bei Kindern. Die Flyer wurden mitentwickelt von Prof. Dr. med. Stefan Roth, Vorsitz Deutsche Gesellschaft für Urologie und Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Helios Universitätsklinikum Wuppertal.

Nächtliches Einnässen und Harnwegsinfektionen

Phimose und Hodenhochstand

Vesiko-ureteraler Reflux und Harntransportstörungen

Zum Ausfüllen für Eltern

Patientenmerkblatt Vorhautverengung (Phimose)

Hodenprotokoll

Fragebogen Enuresis-Kinder/Kinder-Miktions-Protokoll

Weiterführende Informationen

Ist eine stationäre Aufnahme notwendig, erfolgt diese auf Stationen der Kinderklinik mit gemeinsamer Betreuung durch Kinderärzte und Urologen, um eine kindgerechte Unterbringung zu gewährleisten.