Besondere Behandlungsschwerpunkte

Spezialambulanzen

In Folge körperlicher oder psychischer Gewalterfahrungen reagieren manche Kinder und Jugendliche mit einer starken psychischen Symptomatik. Symptome wie Ängste, Schreckhaftigkeit, Unruhe, Rückzug, Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen und emotionales Wiedererleben stellen zunächst eine normale Reaktion auf die erlebten Belastungen dar.

Dauern die Symptome jedoch länger an, können sich daraus Erkrankungen entwickeln wie z.B. Depressionen oder eine posttraumatische Belastungsstörung. Dann ist es wichtig, sich frühzeitig professionelle Hilfe zu suchen um die Belastungen zu reduzieren. Unsere Trauma-Ambulanz möchte jungen Menschen mit psychischen Belastungen nach schwerwiegenden Erlebnissen helfen.

Unser Angebot

  • Kurzfristige psychotherapeutische Erstgespräche zur Erststabilisierung
  • Diagnostik zur professionelle Einschätzung der Symptomatik
  • Beratung zum Umgang mit akuten Symptomen
  • Unterstützung und Beratung der Familie oder anderer Bezugsperson 
  • Indikationsstellung (Empfehlung für weitere therapeutische oder diagnostische Maßnahmen)
  • Planung und Vermittlung weiterer Hilfsangebote

Jugendliche entwickeln nicht selten unterschiedliche Beschwerden, für die Ärzte keinen körperlichen Grund finden. Kinder haben häufig Bauchschmerzen, während Jugendliche oft Kopfschmerzen und Migräne, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen oder andere Schmerzen haben. Aber auch chronische Übelkeit, chronischer Schwindel oder Gefühls- und Bewegungsstörungen (z.B. Gangstörungen oder Ohnmächtigwerden) kommen vor.

Solche Beschwerden entwickeln sich oft als Reaktion auf belastende Umstände in der Familie, Schule oder im Freundeskreis. Stress, und zwar nicht (nur) als Terminstress gemeint, führt häufig auch zu solchen Beschwerden. Solcher Stress können belastende Gedanken, Leistungsdruck oder mangelndes Selbstvertrauen sein. Nicht selten sind solche Belastungsfaktoren für die Betroffenen aber nicht so offensichtlich, der Stress nicht klar zu benennen.

Unser Angebot

  • Im Rahmen eines Erstgesprächs werden die Beschwerden als solche und die bisherigen körperlichen Befunde mit den Jugendlichen und ihren Eltern/Sorgeberechtigten besprochen.
  • Im weiteren entwickeln wir gemeinsam einen Plan, wie vorerst ein guter Umgang mit diesen Beschwerden im Alltag gelingen könnte.
  • Schließlich entscheiden wir gemeinsam, wie eine Therapie – ambulant, stationär oder teilstationär – auf Dauer helfen könnte, die psychosomatischen Beschwerden und ihre zugrundeliegenden Belastungsfaktoren zu besiegen.

In unserer Baby- und Kleinkindersprechstunde (Alter null bis drei Jahre) bieten wir Eltern und Pflegeeltern eine diagnostische Abklärung und Beratung von kindlichen Regulationsstörungen wie exzessives Schreien, Schlaf- und Fütterstörungen sowie weiteren Verhaltens- und Entwicklungsauffälligkeiten an.

Wir möchten helfen, Schwierigkeiten in der Eltern-Kind-Beziehung durch Stärkung der elterlichen Kompetenz zu verbessern.

Unser Angebot

  • Im ersten Termin wird gemeinsam mit der Familie über den Vorstellungsgrund, die bestehenden Schwierigkeiten, die Vorgeschichte und die Entwicklung des Kindes sowie die Lebenssituation der Familie ausführlich gesprochen.
  • In folgenden Terminen können bei Bedarf weitere Fachkräfte aus unserer Ambulanz (ÄrztInnen, PsychologInnen) hinzugezogen werden.
  • Nach Abschluss der Diagnostik besprechen wir ausführlich die Ergebnisse mit den Eltern/ Pflegeeltern und beraten. Nötigenfalls überlegen wir gemeinsam, welche weiteren unterstützenden Maßnahmen für das Kind und die Familie hilfreich sein können.