Intensivpflege heißt, Teamplayer mit Verantwortung zu sein!

Intensivpflege heißt, Teamplayer mit Verantwortung zu sein!

Wie man den Berufsalltag auf der Intensivstation mit dem freiwilligen Engagement im Katastrophenschutz vereint, erfahrt ihr von Lars Pauli, Leiter der Intensivstation & Intermediate Care am Helios Park-Klinikum.

Verantwortung zu übernehmen ist für Lars Pauli reine Selbstverständlichkeit. Tagsüber in Blau, nach Feierabend in Rot-Weiß oder Schwarz-Gelb. Zeitlich grenzenlos steht der 32-Jährige zur Hilfe bereit, immer dort, wo man ihn braucht.
Wenn Lars morgens zur Arbeit ins Park-Klinikum Leipzig fährt, warten nicht nur Patienten auf den gelernten Krankenpfleger, sondern auch 44 Mitarbeiter der Intensivstation. Für sie ist der junge Familienvater Kollege und Chef zugleich. Beständig hat Lars Pauli sich im Laufe seines noch kurzen Arbeitslebens qualifiziert, hat nach Wegen gesucht, sein Wissen zu erweitern und dieses dann anzuwenden. Vom Krankenpfleger auf der Intensivstation schaffte er es zum stellvertretenden Stationsleiter, um noch im gleichen Jahr eine zweijährige Ausbildung zum Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin zu beginnen. Seit einem Jahr ist Lars Pauli Leiter der Intensivstation und der Intermediate Care (IMC), einem Bindeglied zwischen der Intensivpflegestation mit ihren umfassenden therapeutischen und intensivpflegerischen Möglichkeiten und der Normalstation.

Einen Ausgleich schaffen

Einen Ausgleich zu dieser beruflichen Belastung zu finden, fiel Pauli nicht schwer. Doch statt Garten, Sauna oder Fahrradtour wählte der gebürtige Sachse eine Tätigkeit, die seiner beruflichen nicht allzu fremd ist. „Da ich in meiner Jugend bereits Rettungsschwimmer bei der Wasserwacht war, schlug ich 2006 die Brücke zum Zivil- und Katastrophenschutz der Region Wurzen und Grimma. Dem bin ich als Gruppenführer der Sanitätskomponente bis heute treu geblieben“, berichtet er und verweist darauf, dass „die Truppe“ für ihn mittlerweile wie eine zweite Familie sei. Bereitzustehen für den Einsatz bei Großschadenslagen, aber auch zur Absicherung von Großveranstaltungen gehört zu den Kernaufgaben seines Einsatzzuges.

Es ist dieser Zusammenhalt, die Gemeinschaft, aber auch das starke Bedürfnis, anderen in der Not helfen zu können.

Lars Pauli, Abteilungsleiter Intensivstation & Intermediate Care

Der familiäre Rückhalt ist wichtig

Engagierte Zeitgenossen wie Lars Pauli sind gefragt und stehen hoch im Kurs. Das sagten sich auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Großpösna, wo er ein Haus baute und seit 2013 mit seiner Familie lebt. Kurz entschlossen boten sie ihm 2017 die Mitgliedschaft in der Wehr an, die er nicht ablehnen wollte.

Lars Pauli ist seither Einsatzkraft der Feuerwehr und ihr Verantwortlicher für die Wasserrettung am Störmtaler See, einem Erholungsgebiet vor den Toren Leipzigs. Bis zu 70 Einsätze absolvieren die Kameraden pro Jahr. Dieses zusätzliche Pensum ist nicht nur für die aktiven Frauen und Männer schwierig, auch deren Angehörige müssen sich zwangsläufig in Verzicht üben. “Meiner Frau bin ich deshalb überaus dankbar, dass sie diese Belastung mit schultert”, sagt er. Die gemeinsame Tochter der beiden indes eifert ihrem Vater bereits nach, gehört seit geraumer Zeit der Kinderfeuerwehr des Ortes an.

Allein geht es nicht - nur im Team

Dass ihm die Gemeinde den Lkw-Führerschein bezahlte, ist für Lars Pauli kein Grund, sich ehrenamtlich zu engagieren. “Es ist dieser Zusammenhalt, die Gemeinschaft, aber auch das starke Bedürfnis, anderen in der Not helfen zu können”, betont er. Zugleich sieht er im Ehrenamt aber auch Parallelen zu seiner täglichen Arbeit im Klinikum. “Hier ist es wie bei den freiwilligen Einsatzkräften: Allein geht nichts. Man braucht zur Erfüllung seiner Aufgabe stets die Richtigen an seiner Seite.”

Menschen mit Multiorganversagen oder nach überstandener schwerer OP bilden den Patientenpool, der auf einer Intensivstation betreut wird. Lars Pauli weiß um die Bedeutung seiner Arbeit und die seiner Mitarbeiter. Doch genau daraus schöpft er die Kraft, sich dieser, seiner Verantwortung als Krankenpfleger jeden Tag neu zu stellen. Ein Job der viel abverlangt, aber auch unsagbar viel Dankbarkeit gibt.

Du hast das Zeug zur Intensivpflegekraft, wenn du:

  • empathisch bist
  • technisches Verständnis mitbringst
  • in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf bewahrst
  • Eigenverantwortung übernimmst
  • keine Berührungsängste vor schwerkranken Menschen hast
  • Blut sehen kannst

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